Tote Gänsegeier in Kärnten und Osttirol - Vergiftung nun nachgewiesen

Analysen bestätigen mutmaßlichen Giftanschlag mit verbotenem Pestizid

Vergifteter Gänsegeier |© Michael Kurz © Michael Kurz
Einer der sechs getöteten Gänsegeier. Dieser wurde in St. Lorenzen im Kärntner Lesachtal aufgefunden.

Sechs tote und ein stark geschwächter Gänsegeier wurden in den vergangenen Wochen im Lesachtal entdeckt. Die nun vorliegenden Analyseergebnisse bestätigen den Verdacht eines gezielten Giftanschlags: Die untersuchten Tiere starben an dem EU-weit verbotenen Pestizid Carbofuran.
In der Region und im nahen Nationalpark Hohe Tauern sind viele besonders geschützte und gefährdete Greifvögel unterwegs bzw. leben dort. Unter anderem befinden sich dort die wenigen ostalpinen Bartgeierreviere Ostösterreichs. Der Bezug zum bayerischen Auswilderungsprojekt ist ebenfalls akut: Viele unserer ausgewilderten Bartgeier erkunden gerne die für sie nahegelegenen Gebirgsstöcke rund um Großklockner und Co. Ein besonderes Beispiel hierfür ist die 2022 ausgewilderte Recka, die sich seit dem vergangenen Jahr innerhalb der Nationalparkregion sogar verpaart hat und damit ein festes Revier unterhält.
Wir schließen uns den Befunden der Pressemitteilung der Naturschutzorganisationen BirdLife Österreich, WWF Österreich und der Vulture Conservation Foundation (VCF) an und verurteilen die verabscheuungswürdige Straftat und fordern eine deutliche Antwort von den Strafverfolgungsbehörden, um die Verursacher auszuforschen und vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen.

Hier geht es zur Pressemitteilung von Birdlife Österreich.

von David Schuhwerk,

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