Zusammen mit Landwirten und Landwirtinnen schützen wir die Wiesenweihe
Im Einsatz für Bayerns Natur
Die Wiesenweihe ist in Bayern extrem selten. Die ursprünglichen Lebensräume der Wiesenweihe sind Moore, ausgedehnte Feuchtgebiete und Feuchtwiesen. Ihre früheren Brutgebiete sind deutlich zurückgegangen, weshalb sie auf landwirtschaftliche Flächen ausweicht. Der Greifvogel galt in den 1990er Jahren beinahe als ausgestorben. Durch das Engagement von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie Landwirtinnen und Landwirten wächst die Population wieder. Als Bodenbrüter ist die Wiesenweihe abhängig von Schutzmaßnahmen. Die Jungen werden oft Opfer von Erntemaschinen oder Fressfeinden. In unzähligen Stunden spüren wir die Nester auf. Gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten schützen wir die Gelege.
Unterstützen Sie uns beim Wiesenweihen-Schutz!
Mit viel Engagement und Herzblut
In Bayern gibt es endlich wieder rund 220 Wiesenweihenpaare. Das ist ein großer Erfolg unserer langjährigen Schutzmaßnahmen. Bei der Arbeit vor Ort unterstützen uns zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Ab Mitte April beginnen wir mit der Suche nach potenziellen Nistplätzen. Diese befinden sich vor allem in Getreidefeldern und sind dort durch Erntemaschinen in Gefahr. Deshalb beobachten wir im Mai die balzenden Paare und grenzen die Nistplätze weiter ein.
Mit Hilfe einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, spüren wir die Gelege auf. Ab Ende Juni kontrollieren wir die Nester zur Altersbestimmung der Jungvögel, um den Ausflugstermin der Jungen vorauszuberechnen. Falls die Jungvögel vor der Ernte noch nicht flügge sind, markieren wir einen ca. 50 x 50 Meter großen Bereich um den Horst mit gut sichtbaren Stangen. Dieser Bereich wird bei der Ernte ausgespart. Landwirte bekommen hierfür eine Ausgleichszahlung von der Naturschutzbehörde.
Saisonverlauf
April:
Wiesenweihen kehren aus dem Winterquartier zurück. Sie halten Ausschau nach potenziellen Brutplätzen.
Mai:
Wir beobachten Balz oder Brutverhalten und nehmen Kontakt zu Landwirten auf.
Juni:
Unsere Schutzmaßnahmen beginnen: Zäune werden aufgestellt und die ersten Jungen schlüpfen.
Juli:
Die Ernte beginnt. Jetzt müssen wir die Jungvögel vor den Erntemaschinen schützen.
August:
Die Jungvögel sind flügge und ziehen Ende August Richtung Süden.
Unterstützen Sie uns beim Schutz der Artenvielfalt
- Mit 60 Euro können wir rund 20 Quadratmeter Biotopflächen für die Feldvögel ankaufen.
- Mit 120 Euro können wir einen Zaun zum Schutz der Gelege aufstellen.
- Mit 800 Euro können wir ein Fernglas für die Such nach den Nestern anschaffen.
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LBV-Spendenkonto:
DE28 7645 0000 0750 9060 34
Verwendungszweck: Wiesenweihe
+++ Dieses Projekt wird umgesetzt in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, Naturschutzbehörden und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU). +++
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