Der Klimawandel bedroht Mensch und Natur

LBV ist aktiv für den Klimaschutz in Bayern

Der Klimawandel trifft nicht nur uns Menschen, seine Folgen bekommen auch viele Tiere und Pflanzen zu spüren.

Trauerschnäpper auf Ast | © Hans-Joachim Fünfstück © Hans-Joachim Fünfstück
Trauerschnäpper

Deshalb setzen wir uns für die Natur ein als neuer Partner in der Klima-Allianz Bayern. Dabei wollen wir erreichen, dass ein Netz von Wanderräumen eingerichtet wird. So können die betroffenen Arten vor den Klimaextremen ausweichen. Außerdem kämpfen wir dafür, dass der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen die Artenvielfalt nicht mehr schädigt. Darüber hinaus erhalten wir Feuchtgebiete und natürliche Flussläufe, die das lebenswichtige Wasser sichern.

Naturschutz ist Klimaschutz

Die Umweltstiftung Euronatur belegt in einer Studie den großen Effekt von Naturschutzmaßnahmen auf das Klima. So binden Moore, vielfältige Wälder und Feuchtgebiete viel der schädlichen Klimagase CO2, Methan und Lachgas. Die LBV-Strategie, solche Flächen mit dem Arche Noah Fonds anzukaufen und zu erhalten, ist also effektiver Klimaschutz. Unterstützen Sie diese Strategie durch eine Spende an den Arche Noah Fonds.

Klimawandel bedroht 30 % der Arten in Deutschland

Bienenfresser auf Ast | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Bienenfresser sind vermehrt bei uns zu sehen

Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, schmelzende Gletscher und Erdrutsche: Kein Zweifel, der Klimawandel hat längst begonnen. Die Klimazonen verschieben sich und mit ihnen die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Wärmeliebende Vogel- und Insektenarten wie der Bienenfresser und die Gottesanbeterin breiten sich aufgrund gestiegener Temperaturen nach Norden aus.

Kälteliebende Tiere wie das Schneehuhn flüchten dagegen in kühlere Regionen. Und Langstreckenzieher unter den Zugvögeln wie der Trauerschnäpper sind in ihrem Bestand bedroht, da sie sich schlechter an die Klimaveränderungen anpassen können. Sollte sich die Erderwärmung ungebremst fortsetzen, werden allein in Deutschland bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten den Klimawandel wohl nicht überstehen.

In einer deutsch-englischen Broschüre dokumentiert der LBV-Partner NABU am Beispiel von 30 Tier- und Pflanzenarten auf bislang einmalige Art und Weise, wie sich der Klimawandel bereits auswirkt und welche Veränderungen noch zu erwarten sind. Um den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen, fordern wir mehr Anstrengungen im Natur- und Klimaschutz.

Einige Arten werden in andere Gebiete ausweichen

Der Studie nach wird das Klima im Verlauf des 21. Jahrhunderts viele Vogelarten dazu zwingen, in andere Gebiete zu wandern. Für einige Arten wird dies allerdings schwierig sein. In Verbindung mit anderen Gefährdungsfaktoren erhöht sich ihr Risiko, in Europa auszusterben.

Natura 2000-Gebiete bilden Rückgrat biologischer Vielfalt

Die Studie zeigt auch Wege auf, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. Einen wichtigen Baustein bildet das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000. Die darin enthaltenen Gebiete müssen besser geschützt, gemanagt und miteinander vernetzt werden. So können sie das Rückgrat der Biologischen Vielfalt bilden und die erwarteten Veränderungen durch den Klimawandel abpuffern.

Wir brauchen naturnähere Wälder

Laubwald am Tag | © Bernd Raab © Bernd Raab
Wälder entlasten die Atmosphäre

Wälder entlasten die Atmosphäre durch die Bindung großer Mengen von CO2, wirken dem Klimawandel also entgegen. Der Klimawandel belastet jedoch die Wälder z.B. in ihrer Anfälligkeit gegenüber Naturereignissen. Deshalb müssen die Wälder fit für die Zukunft gemacht werden. Mit entsprechenden waldbaulichen Methoden kann dies gelingen.

Die Auswirkungen des Klimawandels gefährden ganze Waldökosysteme. Am Besten lässt sich dies an der Fichte verdeutlichen: Fichten bevorzugen feuchte, kühle Standorte und sind daher wenig trockenheits- und hitzetolerant. Aufgrund des zunehmenden Trockenstresses sind sie anfällig gegenüber Borkenkäferbefall und in der Folge auch gegenüber häufiger auftretenden Sturmereignissen. Hinzu kommt die Instabilität von Fichtenwäldern durch großflächige Pflanzung auf ungeeigneten Standorten. Die Fichtendominierten Wirtschaftswälder haben als ein ernsthaftes Problem. Ein Großteil der Fichtenbestände muss deshalb in klimatolerante Mischwälder umgebaut werden - Eine verantwortungsvolle Aufgabe mit höchster Brisanz.

Helmut Beran

Ihre Fragen beantwortet Ihnen:

Helmut Beran

0 91 74 / 47 75 - 70 29

Newsletter