LBV-Projekt Große Hufeisennase

Deutschlands am stärksten bedrohte Fledermaus

Große Hufeisennase hängt von einer felsigen Decke herab | © Rudi Leitl © Rudi Leitl
Große Hufeisennase

Charakteristisch für die Große Hufeisennase ist ihre Nase. Der vordere Teil erinnert an ein Hufeisen, worauf der Name zurückzuführen ist. Die Fledermausart ist stark gefährdet. Durch die industrielle Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden gibt es für sie immer weniger Nahrung. Zudem macht ihnen der Verlust von Quartieren zu schaffen. Im oberpfälzischen Hohenburg lebt Deutschlands letzte Kolonie der Großen Hufeisennasen. Der LBV betreut und schützt diese Kolonie!

Gerade einmal 37 Tiere wurden im Winter 2003 gezählt. Laut der Winterzählung 2017/2018 ist die Kolonie auf knapp 200 Tiere angewachsen. Der deutliche Zuwachs der letzten Jahre gibt Hoffnung für diese Fledermausart. Für den langfristigen Erhalt der Art müssen aber noch weitere Kolonien entstehen. Darum fördern wir Lebensräume und neue Quartiere. Mit unserem nachhaltigen Beweidungskonzept schaffen wir die Nahrungsgrundlage für die Fledermäuse. Naturfreunde können sich im LBV-Fledermaushaus ausführlich über das Leben der Großen Hufeisennase informieren.

Verbesserung des Nahrungsangebotes

Rotvieh | © Stefan Koeppel - koeppel.ulsamer studios © Stefan Koeppel - koeppel.ulsamer studios
Rotvieh mit Projektleiter Rudi Leitl.

Ein wichtiger Baustein für unser Fledermaus-Projekt ist unser Rotvieh, eine alte Rinderrasse. Sie wird von einem Bio-Landwirt betreut. Die Rinder werden zum Weiden in den Kiefernwald getrieben und hinterlassen dort ihre Kuhfladen. Im Kuhdung sammeln sich viele Insekten, die wiederum die Nahrungsgrundlage für unsere Großen Hufeisennasen bilden. Am „Hohenburger Hutanger“ weidet unsere Herde. Hutewälder sind ideale Jagdhabitate für Große Hufeisennasen, weil sie hier nicht nur Dung- und Mistkäfer in großen Mengen vorfinden, sondern auch ideale Hangplätze an Ästen und Zweigen haben. Von dort aus starten sie ihre Jagdflügen.

Das FFH-Gebiet „Lauterachtal“ mit 822 Hektar und der nördliche Bereich (1.164 Hektar) des FFH-Gebietes „Truppenübungsplatzes Hohenfels“ im Oberpfälzer Jura bilden das Projektgebiet. Dort haben sich die wesentlichen Habitat-Strukturen erhalten und genau hier hat die Große Hufeisennase überlebt. Naturschutz kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einer Spende!

Zum Portrait Große Hufeisennase

Rudolf Leitl | © LBV © LBV

Ihre Fragen beantwortet Ihnen:

Rudolf Leitl

0 96 26 / 9 29 97 72

Die Hufis in den Medien

Projektleiter Rudi Leitl ist Botschafter für die Metropolregion Nürnberg und stellt unser Fledermaus-Projekt vor. Zur Kampagne

07.07.2017: 
Die Sendung "Unser Land" im Bayerischen Fernsehen berichtet über unser Hufeisen-Projekt. Auch die Bedeutung der Insekten als Nahrungsgrundlage wird aufgezeigt. Hier leistet unser Rotvieh wichtige Arbeit. Den Beitrag finden Sie hier in der Mediathek.

28.08.2016:
Die Sendung "planet e" des ZDF berichtet in der Dokumentation "Arten vor dem Aus? Kampf um Wildkatze und Co." auch über unsere Hufeisennasen als letzte Kolonie Deutschlands. Die Sendung kann hier abgerufen werden.

26.08.2016: Das Wissensmagazin "Spektrum" berichtet anlässlich der Batnight 2016 über unsere gefährdeten Fledertiere. Dieser kann hier abgerufen werden.

10.08.2016: Die Hufis in der BR Abendschau von 17:30 bis 18 Uhr. Hier geht's zum Video.

Rudolf Leitl | © LBV © LBV

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