EU Life-Projekt Grüne Keiljungfer

Fränkischer Bestand von europaweiter Bedeutung

Grüne Keiljungfer | © Klaus Müller © Klaus Müller
Die Libellenart Grüne Keiljungfer ist stark gefährdet

An den Flüssen des Mittelfränkischen Beckens lebt die bayern- und bundesweit stark gefährdete Grüne Keiljungfer. Hier ist einer ihrer Verbreitungsschwerpunkte in Bayern. Durch viele verschiedene Maßnahmen richten wir natürliche Gewässerabschnitte wieder her. Die neu entstehenden Sandstreifen dienen der Keiljungfer und vielen anderen Arten als Lebensraum.

Sie bevorzugt kleinere, sandig-kiesige und nicht zu sehr beschattete Bäche, manchmal jedoch auch breitere Flüsse. Die Gewässer sollten nur mäßig schnell fließen und eher flach sein. Die Grüne Keiljungfer meidet schlammige Bereiche.

Die Larven leben oft mehrere hundert Meter flussabwärts der Stellen, die von den erwachsenen Tieren genutzt werden. Sie lebt vergraben am Boden des Gewässers an vegetationsarmen Stellen, meistens in Flachwasserbereichen (Sandbänke) oder im Strömungsschatten von Wurzeln etc.

Zum Portrait Grüne Keiljungfer

Kurzinfos zum Life-Projekt Keiljungfer

Finanzierung

Die Hälfte der Projektkosten wird von der EU finanziert. Die Kofinanzierung erfolgt durch den Naturschutzfonds Bayern, durch die Landkreise Ansbach, Neustadt/Aisch - Bad Windsheim, Fürth und Roth sowie durch die Städte Nürnberg und Schwabach. Das Projekt wird weiterhin unstützt durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, die Regierung von Mittelfranken und die Wasserwirtschaftsämter Ansbach und Nürnberg. Vor Ort dabei sind auch die Aktiven der Kreisgruppe Roth/Schwabach.

Flächen des LIFE-Projekts

Das Projekt wird sowohl auf privatem und öffentlichem Land umgesetzt, ein wichtiger Ansatz bei der Umsetzung von Natura 2000. Es gibt eine intensive Zusammenarbeit mit Landeigentümern, Wasser- und Naturschutzbehörden und Gemeinden.

  • Lage: 5 FFH-Gebiete im Regierungsbezirk Mittelfranken, Bayern.
  • Größe: Gesamtflusslänge in den 5 Gebieten: 150 km. Gesamtprojektgebiet: 2100qkm. Geplante Umsetzung auf einer Länge von mindestens 35 km.
  • Gebietsschutz: alle 5 Gebiete sind als Natura 2000-Gebiete gemeldet (FFH- und /oder Vogelschutz-Richtlinie)
Natur und Nutzung

Die einzelnen Gebiete sind sich sehr ähnlich. Das Landschaftsbild ist geprägt durch einen häufigen Wechseln zwischen Acker, Grünland und Wäldern. Die meisten Grünlandbereiche liegen in den Talauen. Magere Flachlandmähwiesen (FFH-Lebensraum) haben nur noch einen Anteil von ca. 20%. Die Auwälder begleiten als schmaler Saum die Gewässerläufe.

An einigen Stellen findet intensive Fischzucht in Fischteichen statt. Die Wälder sind meist relativ strukturarme Kiefern- und Fichtenforste. Zahlreiche Ufergrundstücke an den Flüssen (etwa 30 Flusskilometer Uferstrecke) sind in Besitz des Freistaates Bayern oder der Gemeinden und werden zumeist von den Wasserwirtschaftsämtern verwaltet. Der Rest der Flächen ist überwiegend in Privatbesitz.

Sechs fränkische Flüsse für die Keiljungfer

Das Projekt umfasst die Flüsse Aurach, Zenn, Bibert, Haselbach, Fränkische und Schwäbische Rezat, die alle in die Rednitz, bzw. nach der Pegnitzeinmündung, die Regnitz münden. Sie alle liegen im sog. "Mittelfränkischen Becken" zwischen den Städten Erlangen im Nordosten, Schwabach und Roth im Osten, Gunzenhausen im Süden und Ansbach im Westen. Dazu kommt die Schwarzach in der Umgebung von Obermässing.

Ihre Fragen beantwortet Ihnen:

Bernd Raab

0 91 74 / 47 75 - 74 39

Newsletter