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Naturschutzberatung für Golfplätze

Golfplätze bieten Raum für strukturreiche Lebensräume

Golf und Naturschutz – das passt zusammen! Viele Menschen sind wohl zunächst skeptisch, doch es zeigt sich immer wieder: Naturschutz und Golf schließen sich nicht aus! Wie auch in anderen Bereichen gibt es bei Golfclubs Unterschiede in der Betriebsführung und der Gestaltung der Anlagen, doch es besteht bei vielen Betreibern und Greenkeepern ein Interesse an der stetigen Verbesserung von Wasserverbrauch, Pestizideinsatz und der naturgerechten Pflege nicht bespielter Flächen sowie der Umsetzung weiterer Naturschutzmaßnahmen. Golfanlagen können mancherorts regelrecht grüne Oasen in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gegenden oder städtischen Bereichen sein, die Eisvogel, Wiedehopf und Grüne Keiljungfer beherbergen. Häufig ist ein relativ großer Anteil der Fläche nicht bespielt und bietet Raum für strukturreiche Lebensräume. Die Alternative zum Golfplatz wäre vielerorts eine intensiv landwirtschaftlich genutzte oder versiegelte Fläche ohne jeglichen Wert für die Natur.

Golfplatz | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Die ungemähten Bereiche, die über den Winter stehen bleiben bieten wichtige Rückzugs-, Nahrungs- und Überwinterungsorte für Insekten und Vögel.

Die Initiative „Blühender Golfplatz“

Golfplatz | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Stein- und Totholzhaufen mit Großraumkasten für den Wiedehopf auf der Golfanlage Gäuboden.

Die Initiative „Blühender Golfplatz“ ist ein wichtiges Handlungsfeld der Blühpakt-Allianz. Der Bayerische Golfverband und das Bayerische Umweltministerium engagieren sich im Rahmen der Blühpakt-Allianz gemeinsam, auf bayerischen Golfplätzen neue Lebensräume für Insekten zu schaffen. Hierfür wollen sie ein „ganzjähriges“ Angebot blühender Pflanzen, Strukturvielfalt sowie eine angepasste Pflege artenreicher Wiesen erreichen. Die Blühpakt-Allianz als Teil der Bayerischen Biodiversitätsstrategie hat zum Ziel, den Rückgang der Insekten zu stoppen und deren Artenreichtum wiederherzustellen. Dies soll gemeinsam mit allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren erreicht werden.

Beratungshilfe für Golfsplätze

Rinder | © Franziska Wenger © Franziska Wenger
Beweidung mit Rindern auf der Golfanlage Zollmühle zur Pflege der Roughs.

Im Auftrag des Umweltministeriums und und in enger Zusammenarbeit mit dem bayrischen Golfverband, beraten wir die Betreiber bayerischer Golfplätze im Rahmen der Initiative „Blühender Golfplatz" zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf den Golfanlagen. Bei Erfüllung der Mindestkriterien, können Golfanlagen eine staatliche Auszeichnung als „Blühender Golfplatz“ vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucher­schutz erhalten. Das Ziel ist es, die Artenvielfalt der Plätze, mit besonderem Fokus auf Insektenschutz, weiter zu steigern. Auf Ebene der Kreisgruppen und im Rahmen des Projekts Golf & Natur finden seit vielen Jahren Kooperationen mit besonders engagierten Golfplätzen vor Ort statt.

Beispiel: Golfclub Gäuboden – Beratung im Rahmen des Projekts „Blühender Golfplatz“

Golfplatz | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Stein- und Totholzhaufen als Habitat für Reptilien, Insekten und Vögel.

Bereits auf dem Luftbild des Golfplatzes ist erkennbar, dass die Gesamtfläche ein sehr heterogenes Gebiet darstellt. Sie ist deshalb eine deutliche Aufwertung für den Naturschutz, da die Fläche vorher intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde, wie auch jetzt noch die umliegenden Flächen.

Der Golfplatz beeindruckt durch eine große Vielfalt von naturschutzfachlich wertvollen Strukturen, insbesondere zwischen den eigentlichen Spielflächen. Dazu gehören zum Beispiel Gehölze und Heckenstrukturen, vom Grundwasser gespeiste Gewässer mit naturnahen Uferbereichen, Streuobstflächen, magere Wiesen und weitere Offenlandflächen. Besonders die fachgerechte Pflege der mageren Offenlandhabitate schafft Lebensräume, die in der umgebenden Landschaft weitgehend fehlen. Stein- und Totholzhaufen und geschaffene Bodenabbrüche komplettieren dieses „Set“ an Strukturen. Diverse Nistkästen für Vögel, darunter auch Großraumkästen, beispielsweise für den Wiedehopf, und besetzte Fledermauskästen sind über den gesamten Golfplatz an geeigneten Stellen verteilt. Man kann von ca. 50 Vogelarten ausgehen, von denen ein Großteil den Golfplatz als Bruthabitat nutzt. Damit stellt der Golfplatz ein wichtiges naturschutzfachliches Element der Region dar, sowohl als Rückzugsraum, als auch als „Trittstein“ für mobile Arten.

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