Kita im Aufbruch

Prozessbegleitung Richtung Nachhaltigkeit

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Ziel von "Kita im Aufbruch" ist die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kindertageseinrichtung. Das bedeutet, gemeinsam mit dem Team, den Kindern, den Eltern und dem Träger das Leben in der Kita in vielfältiger Weise nachhaltig zu gestalten. Dafür möchten wir gemeinsam mit Ihnen erarbeiten, wie der Nachhaltigkeitsgedanke im Team gestärkt werden kann, wie es gelingt die Eltern mitzunehmen, was die Nachhaltigkeit für die Gestaltung des Gartens, die Auswahl und Beschaffung des Spielzeugs, die Verpflegung und vieles mehr bedeutet. Welche Bildungsmaßnahmen sind notwendig, damit Kinder ihrer Erfahrungs- und Lebenswelt entsprechend Möglichkeiten haben, sich mit zukunftsrelevanten Themen ganzheitlich auseinander zu setzen, um Kompetenzen und Handlungsoptionen für die Zukunft zu entwickeln? Das alles geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess, bei dem Sie der LBV begleiten möchte.

Warum "Kita im Aufbruch"?

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, der Verlust der Biodiversität und knappe Ressourcen verlangen ein Überdenken unserer Werte und Lebensstile und eine neue Sicht auf das Verhältnis von Mensch und Umwelt.

Jeder Einzelne von uns ist gefordert aber auch wir als Gemeinschaft, um uns und den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten. Es ist ein Prozess, der alle Bildungsbereiche betrifft, somit auch die Kindertageseinrichtung als früheste Bildungseinrichtung für Kinder.

Wie läuft "Kita im Aufbruch" ab?

Nach erfolgreicher Bewerbung werden die teilnehmenden Kindertageseinrichtungen über einen Zeitraum von ca. eineinhalb Jahren auf dem Weg zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung individuell begleitet.

In 6 Modulen, die nach Absprache zwischen November 2020 und März 2022 in Ihrer Einrichtung durchgeführt werden, setzen wir uns mit verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit auseinander und erarbeiten gemeinsam Ansatzpunkte für Ihre Einrichtung.

Wir beraten und unterstützen Sie dabei, zwischen den Modulen selbständig Aktionen und Maßnahmen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung durchzuführen und weiterzuentwickeln. Dafür steht auch ein kleines Materialbudget zur Verfügung.

Um die Qualität und den Erfolg des Projektes zu messen, gibt es eine begleitende Evaluation, in dessen Rahmen Sie zu verschiedenen Zeiten des Projektverlaufes anonymisiert befragt werden.

Im Frühjahr 2022 erfolgt eine feierliche Abschlussveranstaltung, die in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt wird. Die pädagogischen Fachkräfte erhalten ein Zertifikat für die erfolgreiche Prozessbegleitung, die Einrichtungen ein einmaliges Zertifikat als „Kita im Aufbruch“.

An wen richtet sich "Kita im Aufbruch"?

Um eine Teilnahme bewerben können sich bayerische Kindertageseinrichtungen aller Träger, die sich bisher nur wenig mit Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandergesetzt haben und (auch) Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren betreuen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Aktuelles

Die Bewerbungsphase 2020 ist beendet

26.09.2020 - Die Bewerbungsphase für die Prozessbegleitung von 2020 - 2022 ist beendet. Vielen Dank für Ihr Interesse, Bildung für nachhaltige Entwicklung noch stärker in der Kita zu verankern. Alle Kitas, die sich beworben haben, erhalten innerhalb der nächsten Wochen weitere Infos von uns.

Bewerbungsphase läuft bis 25.09.2020

06.08.2020 - Ab sofort können sich Kitas um eine Teilnahme an der Prozessbegleitung bewerben. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsformular, s. rechts.

Ihre häufigsten Fragen im Rahmen der Bewerbung haben wir für Sie in diesem Dokument zusammengestellt.

Der neue Flyer ist da

05.08.2020 - Der neue Flyer steht Ihnen nun zum Download bereit, s. rechts.

Infoflyer und Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Birgit Feldmann und Johanna Krause

09174 4775-7242

Unser Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen

17 SDGs Agenda 2030
17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030

Nach Ablauf der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) fiel 2015 der Startschuss für das UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das fünfjährige Programm (2015-2019) zielte darauf ab, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vom Projekt in die Struktur zu bringen.

Es leistete einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurde. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030 gilt für alle Staaten dieser Welt, globale Herausforderungen sollen gemeinsam gelöst werden. Das Kernstück der Agenda bildet ein ehrgeiziger Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die 17 Ziele berücksichtigen Umwelt, Soziales und Wirtschaft und bedingen einander. Ihnen sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt, die sogenannten "5 Ps": People (Mensch),  Planet (Planet), Prosperity (Wohlstand), Peace (Frieden) und Partnership (Partnerschaft). Die Agenda 2030 steht für ein neues globales Verständnis von Entwicklung, es braucht einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Um den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen, ist BNE essentiell. Daher startete die UNESCO 2020 nach fünf erfolgreichen Jahren UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE mit ihrem neuen Programm "Education für Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" - kurz "ESD for 2030". Damit wird die Bedeutung von BNE für die Erreichung der gesamten Agenda 2030 hervorgehoben.  

Die Bildungsarbeit des LBV orientiert sich am SDG Ziel 4.7: "Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen."

Der LBV ist Mitglied des Fachforums „Frühkindliche Bildung“ zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms hat der LBV bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Den Titel "Ausgezeichnetes Netzwerk der UNESCO-Weltaktionsprogramms" erhielten das "Netzwerk der LBV-Umweltbildungseinrichtungen", das Netzwerk "ÖkoKids - KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT" sowie das "Bayerische Netzwerk Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule". Als "Lernort" wurde das "LBV-Referat Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet.

Kooperationspartner

"Kita im Aufbruch" ist eine Maßnahme des LBV. Sie wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

gefördert durch Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Unsere weiteren Angebote für Kitas

Ökokids

Der LBV zeichnet mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Kindertageseinrichtungen aus, die ein Bildungsprojekt zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita verankern.

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"leben gestalten lernen"

© Horst Munzig

Kinder haben von Geburt an viele Kompetenzen, sie sind neugierig, weltoffen und habe Freude daran, ihr Leben mitzugestalten. „leben gestalten lernen“ zeigt anhand von Praxisideen die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich. 

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Faszination Vogelwelt

© LBV

Vögel faszinieren sowohl uns Erwachsene, als auch Kinder.  Um uns intensiver mit dem Thema Vogelwelt im Elementarbereich zu befassen, haben wir gemeinsam mit dem LBV Kindergarten arche noah und unter Beteiligung von externen Partnern ein Kindergartenjahr zum Thema Vogelwelt gestaltet.

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Unser LBV-Kindergarten

© Horst Munzig

Das Konzept des arche noah-Kindergartens ist getragen von dem Gedanken einer Bildung für Nachhaltigkeit. In unserem Kindergarten wird die Natur von Anfang an erfahren. Er ist integrativ und nachhaltig orientiert.

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Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ist mit Freistellungsbescheid des Zentral-Finanzamtes Nürnberg, Steuer-Nr. 241/109/70060, als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt und gem. § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer freigestellt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Mehr