Lebensraum Streuobstwiese
Eine menschengemachte Kulturlandschaften mit großer Artenvielfalt
Streuobstbestände sind menschengemachte Kulturlandschaften, eine Form des Obstanbaus, die auf eine Mehrfachnutzung angelegt ist. Das bedeutet, auf derselben Fläche wird Obst angebaut und gleichzeitig Grünlandbewirtschaftung, Ackerbau oder Gartenbau betrieben. Streuobstwiesen sind die bekannteste Form des Streuobstanbaus, wobei die Wiese gemäht oder beweidet werden kann. Bei extensiver Nutzung entsteht dort artenreiches Grünland, das einer Vielfalt an Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet.
Auf Streuobstwiesen sind unterschiedliche Obstarten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Walnüsse zu finden. Zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Sortenvielfalt aus. Das Obst wächst meistens auf hochstämmigen Bäumen unterschiedlichen Alters, die verstreut mit großen Abständen in der Landschaft stehen. Durch Verzicht auf synthetische Behandlungsmittel wie Pestizide und Dünger werden diese artenreichen Lebensräume geschaffen.
Nachrichten zum Thema Streuobstwiesen in Bayern
Bayerisches Streuobst jetzt nutzen und genießen
Jetzt im Herbst ist die Obsternte in vollem Gange: An vielen Obstbäumen auf Streuobstwiesen oder entlang von Straßen und Wegen hängen derzeit Äpfel, Birnen und andere Früchte. Eine wunderbare Gelegenheit, sich mit gesundem und regionalem Obst zu versorgen – ganz ohne lange Transportwege. Doch längst nicht alle Früchte werden geerntet. Viel Obst bleibt an den Bäumen hängen oder fällt zu Boden und wird nicht mehr genutzt. Der LBV macht deshalb darauf aufmerksam, dass der Genuss des Obstes auch einen Effekt für den Artenschutz haben kann.
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Aktionsbündnis feiert Tag der Streuobstwiese
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas: Sie verbinden ökologischen Wert mit kultureller Tradition und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Zugleich sind diese einzigartigen Kulturlandschaften zunehmend bedroht. Um auf ihre Bedeutung aufmerksam zu machen, wird jedes Jahr am letzten Freitag im April – 2026 am 24. April – der Tag der Streuobstwiese begangen. Ein besonderes Highlight in Bayern organisiert das Aktionsbündnis Streuobst an diesem Tag auf der Streuobstwiese am Kappelbuck, Landkreis Ansbach (Mittelfranken).
Apfel, Birne, Quitte: Aktionsbündnis feiert Tag der Streuobstwiese
Der Tag der Streuobstwiese macht jährlich am letzten Freitag im April auf diese bedeutende Kulturlandschaft und ihre zunehmende Bedrohung aufmerksam. In diesem Jahr finden am 25. April in ganz Europa Aktionen und Events statt, die zum Mitmachen, Staunen und Genießen einladen. Ob Führungen, Workshops, Verkostungen oder Familienprogramm – überall soll die Botschaft deutlich werden: Streuobstwiesen brauchen unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz.
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