Projekt Ausgleichs- und Ersatzflächen

Wann immer durch eine Baumaßnahme an einer Stelle Natur verloren geht, muss dies an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das ist in Bayern gesetzlich vorgeschrieben. Ausgleichs- und Ersatzflächen können als wertvolle Lebensräume im Biotopverbund dazu beitragen, den Verlust der Artenvielfalt in Bayern aufzuhalten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen werden allerdings häufig nur unzureichend oder gar nicht umgesetzt.

Naturschutzgebiet Waldnaabaue Auwald | © Rudolf Wittmann © Rudolf Wittmann
Seit 2001 muss jede Fläche, die durch Infrastruktur zerstört wird, an anderer Stelle wiederhergestellt werden, den sogenannten Ausgleichs- oder Kompensationsflächen

In einem bayernweiten Projekt will der LBV auf Missstände, aber auch auf Erfolge bei der Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen aufmerksam zu machen. Die Grundlage dafür bildet eine Zusammenstellung von positiven und negativen Beispielen für Ausgleichs- und Ersatzflächen. In Zukunft soll die Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen deutlich verbessert werden.

 

Junger Steinkauz auf einer Wiese | © Gunther Zieger © Gunther Zieger
Die Forderungen sollen die Umsetzung der Maßnahmen sichern und so Arten wie den Steinkauz schützen

Dafür stellt der LBV vier konkrete Forderungen:

  1. Zuverlässige Meldung aller Ausgleichs- und Ersatzflächen durch die Gemeinden und Genehmigungsbehörden – damit das Ökoflächenkataster des Bayerischen Landesamts für Umwelt einen vollständigen Überblick über alle Kompensationsflächen geben kann
  2. Vollständige Erfüllung und Umsetzung der gesetzlichen Ausgleichsverpflichtung durch die Eingriffsverursacher – damit der Rückgang von Bayerns Artenvielfalt aufgehalten werden kann
  3. Zusätzliches Personal für Kontrollen – damit sichergestellt ist, dass die Ausgleichsflächen in Größe und Qualität vorschriftsmäßig umgesetzt werden
  4. Gesetzliche Nachweisverpflichtung für Eingriffsverursacher – damit zukünftig die positive Entwicklung der Ausgleichs- und Ersatzflächen in regelmäßigen Abständen gegenüber den Genehmigungsbehörden nachgewiesen wird.

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