Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule

Eine Auszeichnung für Nachhaltigkeits-Engagement von Schulen

"Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Sie müssen dazu zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury aus Vertretern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen und des LBV vorlegen.

Die ausgezeichneten Schulen erhalten i. d. R. aus der Hand der Bayerischen Umweltministerin eine Fahne und eine Urkunde, mit denen sie ihr besonderes Engagement nach außen hin präsentieren können. Die Auszeichnung gilt für 1 Jahr.

Ziel ist die Weiterentwicklung von Schulen, die sich der Herausforderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellen. Bildung für nachhaltige Entwicklung heißt zukunftsfähige Bildung. Sie vermittelt Wissen über globale Zusammenhänge und Herausforderungen wie den Klimawandel, den Schutz der Biodiversität oder globale Gerechtigkeit. Das Zusammenspiel von ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Faktoren zu begreifen, gehört ebenso dazu wie der Erwerb von Gestaltungskompetenz, so dass Menschen in die Lage versetzt werden, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen und das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.

„Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ ist ein Programm für die Schulentwicklung, das systematisch möglich macht, die gesamte Schule im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.

Viele Schulen sind schon seit über 10 Jahren dabei und nutzen die Auszeichnung als Impuls für die Schulentwicklung. Weltweit beteiligen sich ca. 49.000 Schulen an diesem Projekt. In Bayern koordiniert der LBV diese Auszeichnung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist ebenfalls Kooperationspartner.

Entwicklungsschritte zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulprofil

Schulen, die längerfristig ihre Qualität verbessern wollen und Bildung für nachhaltige Entwicklung als einen wesentlichen Schwerpunkt ihres Profils ansehen, schlagen wir folgende Schritte vor.

  1. Etablierung einer Arbeitsgruppe (z.B. Agenda 21-Schulkomitee) aus Vertretern möglichst vieler Gruppen der Schulgemeinschaft, z.B. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitung, Eltern, Hausmeister, Sekretariat, Kantinenpersonal. Die Arbeitsgruppe plant und evaluiert alle Aktivitäten und Maßnahmen der „Umweltschule in Europa / Internationalen Agenda 21-Schule“. Dies ist der Kern eines partizipatorischen Prozesses im Unterricht und im Schulleben zur Profilbildung einer Schule.
  2. Erfassung des Ist-Zustandes (z.B. Nachhaltigkeitsbericht). Dazu gehört eine Übersicht zur Umweltsituation ebenso wie die Erfassung der Nachhaltigkeitsprozesse in der Schule einschließlich eventueller Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen und mit dem Stadtteil bzw. der Kommune im Lokale Agenda 21-Prozess.
  3. Entwurf eines „Wer-macht-was-bis-wann- Programms“ (Aktionsplan). Die Erfassung der Umwelt- und Nachhaltigkeitssituation führt zu der Formulierung von Handlungsfeldern, die bevorzugt bearbeitet werden sollen. Der Aktionsplan formuliert erreichbare Ziele, benennt Verantwortlichkeiten und setzt Indikatoren und Zeitmarken, die die Erreichung der Ziele überprüfbar machen.
  4. Überprüfung des Fortschrittes (Selbstevaluation). Dieses Verfahren begleitet den gesamten Prozess und liefert Rückmeldungen über Erfolge und Misserfolge. Die Evaluation gibt Hinweise darauf, ob der Aktionsplan realistisch ist oder geändert bzw. angepasst werden muss. Nachhaltige Entwicklung im Rahmen von Unterricht und Schulleben (Profilbildung)
  5. Nachhaltige Entwicklung im Rahmen von Unterricht und Schulleben (Profilbildung). Dabei geht es um die Umsetzung selbst gesetzter Handlungsziele im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Durchsetzung von mehr Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit an der Schule.
  6. Information und Einbeziehung außerschulischer Gruppen (Öffentlichkeitsarbeit). Das Schulleben ist Teil des Lebens im Stadtteil bzw. in der Gemeinde. Die Beteiligung außerschulischer Partner und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen sind ein wesentlicher Bestandteil und ein Qualitätskriterium für die „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“.
  7. Erarbeitung und Veröffentlichung eines Leitbildes. Hierbei handelt es sich um die Formulierung gemeinsamer Zielsetzungen für Unterricht und Schulleben sowie für die Arbeit an Vorhaben und in Projekten in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit.

(Quelle: Informationsblatt der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung zu "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule")

Login für die Umweltschulen (Weiterleitung auf die alte LBV-Seite)

Einmalige Registrierung der Schuldaten

Login für bereits registrierte Schulen

Aktuelles aus dem Programm

2017/2018: Schulen arbeiten bis 30.06.2018 in ihren Projekten

12.12.2017 – Neuer Anmelderekord: Für das Schuljahr 2017/2018 haben sich über 400 Schulen für die Teilnahme an der „Umweltschule“ angemeldet. Bis zum 30.06.2018 arbeiten die SchülerInnen und LehrerInnen nun in ihren Projekten zu den Jahresthemen:

  • Nachhaltiges und faires Konsumieren
  • Europa im Blick – gemeinsam für die Umwelt
  • Klimawandel und Energiewende
  • Mobilität
  • Schuleigenes Thema

Alle Infos zur Auszeichnung „Umweltschule“ – wie z. B. die Kriterien mit ihren ergänzenden Hinweisen – finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen für das Schuljahr 2017/2018.

Das nächste Austausch- und Weiterbildungstreffen findet vom 18. – 20. April 2018 im Rahmen der „Dillinger Umwelttage“ statt. Umweltschulen und Schulen, die Umweltschule werden möchten, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die Anmeldung erfolgt über FIBS.  

Umweltschulen prästentierten sich beim unterfränkischen Umweltbildungstag

18.05.2016 - Das Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" feierte im Jahr 2016 sein 10jähriges Jubiläum. Dazu wurde in jedem Regierungsbezirk ein großer Umweltbildungstag durchgeführt. Den Auftakt machte Unterfranken am 16.04.16 in Würzburg. Neben vielen außerschulischen Umweltbildungseinrichtungen waren auch 5 Umweltschulen vertreten, die ihre Umweltschule-Projekte in Form von Mitmachaktionen vorstellten: Schlossberg-Grund- und Mittelschule Nüdlingen, Grundschule Karlstadt-Wiesenfeld/Karlburg, Siebold Gymnasium Würzburg, Staatliche Realschule Ebern, Private katholisch Volksschule Vinzentinum.

320 Umweltschulen im Schuljahr 2015/2016 ausgezeichnet

16.02.2016 - Im Schuljahr 2015/16 haben zahlreiche bayerische Schulen aller Schulformen an der Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" teilgenommen. Im Herbst 2016 überreichte Umweltministerin Ulrike Scharf den Umweltschulen Urkunde und Flagge. Herzlichen Glückwunsch an alle Umweltschulen!

Ergebnisse der vorherigen Schuljahre

Hier finden Sie eine Übersicht aller bayerischen Umweltschulen der vergangen Schuljahre

Schuljahr 2016/2017
Schuljahr 2015/2016
Schuljahr 2014/2015
Auszeichnung von Umweltschulen mit Ulrike Scharf |  © StMUV © StMUV

In drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2014/15“.

Für Umweltministerin Ulrike Scharf sind die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zur umweltverträglichen Gestaltung des Schulalltags leisten. Zudem helfen sie, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung durch aktives Handeln zu erlernen und einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln.

Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule

Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des Landesbundes für Vogelschutz als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.
Neuer Rekord

275 bayerische Schulen werden in diesem Jahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr (234 Schulen). Für die Landeskoordination im LBV ist dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind. Ganz gleich ob Grundschulen, Förderschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen, Wirtschaftsschulen oder private Schulen – in jedem Bereich lässt sich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung realisieren.

Breite Themenpalette

Auch die Bandbreite der gewählten Themen zeigt, mit welcher Kreativität und Fantasie sich die bayerischen Schulen diesem Bereich widmeten: Ob beim Schutz der Biodiversität, dem Natur erleben im Schulumfeld, bei nachhaltiger Mobilität sowie nachhaltigem Konsum oder beim Generationen verbindenden Lernen – überall waren die Schülerinnen und Schüler in die Projektentwicklung und -umsetzung mit einbezogen und konnten so hautnah erleben, wie sich ihr Beitrag positiv auf das Schulleben auswirkt. Einig waren sich alle Beteiligten, dass sich durch diese Projektarbeit viele Kompetenzen und Werthaltungen fördern lassen, die auch weit über den Schulalltag hinaus wichtig sind.

Schuljahr 2013/2014

In insgesamt drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2013/14“. Für Umweltministerin Ulrike Scharf sind die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie einen Beitrag zur umweltverträglichen Gestaltung des Schulalltags leisten und somit das Schulklima nachhaltig verbessern, aber auch das persönliche Engagement und die Eigeninitiative eines jeden Einzelnen fördern.

Schuljahr 2012/2013
Auszeichnung von Umweltschulen mit Ulrike Scharf |  © StMUV © StMUV
Auszeichnungsfeier Ober- und Niederbayern

In drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bzw. Staatssekretärin Melanie Huml den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2012/13". "Diese Auszeichnung ist ein wichtiger Baustein für Bayerns Schulen, um ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Ressourcenschonung, Schutz der Biodiversität oder gesunde Ernährung - all die Projekte der Schulen tragen dazu bei, bei Schülern, Eltern und Kollegen die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung ins Bewusstsein zu rufen", so der Minister bei seiner Festrede.

Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule
Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nach-haltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des Landesbundes für Vogelschutz als Koordinator dieser Auszeichnung bewertet die eingereichten Dokumentationen und entscheidet über die Vergabe des Titels.

Neuer Rekord

208 bayerische Schulen werden in diesem Jahr die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" erhalten. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr (184 Schulen). Waren es vor 10 Jahren noch 17 Schulen, die die Auszeichnung in Bayern erhielten, so ist die Zahl der Einrichtungen, die sich mit Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigen, erfreulich gestiegen. Für Landeskoordinator Klaus Hübner ist dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind. Ganz gleich ob Grundschulen, Förderschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen, private Schulen - in jedem Bereich lässt sich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung realisieren.

Breites Spektrum

Auch die Bandbreite der gewählten Themen zeigt, mit welcher Kreativität und Fantasie sich die bayerischen Schulen diesem Bereich widmeten: Ob beim Schutz der Biodiversität, der Beschäftigung mit der Energiewende oder nachhaltiger Mobilität, bei Stromsparprojekten oder dem Thema Klima und Ernährung - überall waren die Schülerinnen und Schüler in die Projektentwicklung und -umsetzung mit einbezogen und konnten so hautnah erleben, wie sich ihr Beitrag positiv auf das Schulleben auswirkt. "In diesen Projekten lernen die Schülerinnen und Schüler wichtige Schlüsselkompetenzen, aber auch Werthaltungen, die nötig sind, um zukunftsfähige Wege zu beschreiten", so Klaus Hübner, der die Auszeichnung in Bayern seit 10 Jahren begleitet.

Die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" wird jeweils für ein Schuljahr vergeben. Besonders erwähnenswert ist, dass viele Schulen bereits zum 10. Mal an dieser Auszeichnung teilnehmen und das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit konsequent ins Schulprofil einbauen.

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