LBV-Presseservice

Hier finden Sie die Pressemitteilungen des LBV zu Naturschutz und Umweltthemen. Der LBV äußert sich in Pressemeldungen zu wichtigen Themen aus Naturschutz, Vogelschutz, Landwirtschaft, Klimaschutz, Entwicklung und Planung.

Zeitungen in schwarz weiß | © Flickr/ Jon S. © Flickr/ Jon S.

 

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Markus Erlwein, Pressesprecher, Tel: 0 91 74 / 47 75 - 71 80, Mobil: 0172/6873773 E-Mail: .

Sonja Dölfel, Referentin Presse, Tel: 0 91 74 / 47 75 - 71 84, E-Mail: .

Weitere Ansprechpartner finden Sie in der jeweiligen Pressemeldung.

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Pressemeldungen

Wanderfalken-Paar im Horst mit drei Eiern | © LBV © LBV

Natur live und hautnah zuhause erleben

In Zeiten der Corona-Krise ist klar, auch wenn das soziale Leben herunterfährt, der Frühling ist voll im Gange und die Natur hat nicht geschlossen. Damit der Frühling nicht draußen vor der Haustüre bleibt, empfiehlt der LBV: Ganz bequem vom eigenen Wohnzimmer aus in das Wohnzimmer anderer zu schauen – und zwar in das von Staren, Fledermäusen und Co.

Rauchschwalbe auf einem Kabel | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Glücksboten kehren zurück nach Bayern: Willkommen daheim, Schwalben!

Schwalben sind Sympathieträger. Früher galten sie als Boten des Glücks, die das Haus vor Feuer und Blitz sowie das Vieh im Stall vor Krankheiten bewahrten. Einen Schutz vor Krankheiten in Corona-Zeiten können uns die Vögel wohl nicht bieten. Doch wenn am Wochenende die Temperaturen milder werden, können Rauchschwalben voraussichtlich in großer Zahl beobachtet werden. Und Naturbeobachtung steigert erwiesenermaßen das Wohlbefinden.

Große Hufeisennase hängt von einer felsigen Decke herab | © Rudi Leitl © Rudi Leitl

Gute Nachrichten von der Großen Hufeisennase

Ein turbulentes Jahr liegt hinter den Großen Hufeisennasen in der letzten Wochenstube Deutschlands im oberpfälzischen Hohenburg. Dennoch gibt es gute Nachrichten: Trotz einiger Verluste durch den heißen Sommer konnten 2019 so viele Jungtiere wie noch nie, insgesamt 95, ausfliegen. Jetzt wieder Fledermäuse über zwei Webcams von zu Hause beobachten.

Star mit ausgebreiteten Flügen auf einem Ast | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Jetzt dem Frühling von zu Hause lauschen

In den letzten Tagen wird der beginnende Frühlingschor in Bayern immer vielfältiger. Die Sänger, das sind unsere Singvögel, die gerade in dieser Jahreszeit besonders laut und vielstimmig ihren Gesang ertönen lassen. Und das beste: Jeder kann dem Vogelkonzert auch vom Balkon oder Fenster aus lauschen.

Haussperling sitzt auf einem Stein | © Christoph Moning © Christoph Moning

Weltspatzentag: Immer weniger Spatzen pfeifen von den Dächern

Überall piepsen, zwitschern und pfeifen nun die Vögel wieder um die Wette. Das muntere Schwätzen der Haussperlinge begleitet uns das ganze Jahr über und stellt damit eine Ausnahme in der Vogelwelt dar. Für viele ist der Spatz ein „Allerweltsvogel“ und seine Gegenwart wird, vielleicht auch wegen seiner ganzjährigen Anwesenheit, als Selbstverständlichkeit hingenommen. Doch das fröhliche Tschilpen der Spatzen, das einst an jeder Ecke zu hören war, ist in den letzten Jahren mehr und mehr verstummt.

LBV-Sammeldose | © Peter Bria © Peter Bria

Corona-Krise trifft auch bayerische Naturschützer hart

Auch Nichtregierungsorganisationen sind von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen. Als erster bayerischer Verband zog der LBV weitreichende Konsequenzen, um durch seine Aktivitäten keinesfalls zu einer Verbreitung des Virus beizutragen. Normalerweise wären seit Montag 40.000 Sammlerinnen und Sammler jeden Alters für eine Woche im gesamten Freistaat für Bayerns Natur unterwegs gewesen.

Weltenburger Enge | © Uli Lanz © Uli Lanz

Erfolg für den Naturschutz: LBV begrüßt das Ende der Baumfällungen in der Weltenburger Enge

Der Holzeinschlag in den Naturschutzgebieten Weltenburger Enge und Hirschberg/Altmühlleiten hat in den vergangenen Wochen für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Auch das Bayerische Umweltministerium hatte sich kritisch geäußert. Die Bayerischen Staatsforsten haben daraufhin einen Einschlagsstopp verkündet.

Luchs | © Andreas Hartl © Andreas Hartl

Weniger illegale Verfolgung von Luchsen in Bayern

Ganz gleich wie die Berufungsverhandlung ausgeht, gibt es bereits jetzt ein positives Ergebnis: die aktuell vom Landesamt für Umwelt vorgelegten Luchsbestandszahlen zeigen eine positive Entwicklung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die geringere illegale Verfolgung und Tötung zurückzuführen ist.

Holzeinschlag im NSG Weltenburg am Hirschberg | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer

Kritik an Fällungen im Naturschutzgebiet: „Ordnungsgemäß“ heißt nicht naturnah!

Auch in Naturschutzgebieten ist kein Baum sicher vor Harvester und Kettensäge – nicht einmal im Umfeld des Nationalen Naturmonuments Weltenburger Enge. Der LBV fordert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: In Naturschutzgebieten, aber auch in europäischen Natura-2000-Gebieten, muss die Natur endlich Vorrang haben. Die Naturwälder sollen sich weitgehend ohne forstliche Nutzung entwickeln können.

Politischer Aschermittwoch 2020 |© LBV © LBV

Umweltpolitischer Aschermittwoch 2020

Traditionell luden die Umweltverbände BUND Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) wieder zum Umweltpolitischen Aschermittwoch nach Niederbayern. Auch wenn der letzte frei fließende Abschnitt der niederbayerischen Donau zwischen Straubing und Vilshofen gerettet ist, gehen den Naturschützern die Themen nicht aus.

Felsen mit Bäumen | ©Anne Schneider ©Anne Schneider

Höllentalbrücken sind unvereinbar mit Naturschutz

Derzeit liegen die Bebauungspläne für die geplante „Frankenwaldbrücke“ durch das Höllental in der oberfränkischen Gemeinde Issigau und der Stadt Lichtenberg aus. BN und LBV lehnen den Bau einer Hängebrücke und einer Aufwertung des Tourismus im Naturpark Frankenwald nicht grundsätzlich ab, allerdings gibt es dafür geeignetere Standorte. 

Starenschwarm am Himmel | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Erste Zugvögel schwärmen zurück nach Bayern

Seit über einer Woche häufen sich nun schon beim LBV die Anrufe und Hinweise mit Beobachtungen von großen Starenschwärmen. Es scheint, dass der Frühlingsvogelzug bei einigen Kurzstreckenziehern bereits in vollem Gange ist. Derzeit sind bayernweit wieder zurückkehrende Stare, Kiebitze und andere Kurzstreckenzieher zu beobachten.

Felsen Weltenburger Enge | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer

Erstes Nationales Naturmonument in Bayern: Die Natur muss im Zentrum stehen

Der LBV begrüßt die Schaffung des ersten Nationalen Naturmonuments in Bayern, wir halten das Gebiet jedoch für deutlich zu klein. Erst wenn auch das Umfeld für die Natur massiv aufgewertet wird, ist das Nationale Naturmonument ein Gewinn. Entscheidend dafür ist vor allem die angekündigte Novellierung der beiden Naturschutzgebiete Weltenburger Enge und Hirschberg. Positiv zu sehen ist die mit dem Naturmonument verbundene Schaffung neuer Stellen für den Naturschutz. 

Seeadler sitzt am Boden auf einer Wiese | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

Immer mehr Seeadler am Himmel über Bayern

Während der derzeitigen Balz sind die majestätischen Greifvögel besonders gut zu beobachten. 16 bayerische Seeadlerpaare konnten im vergangenen Jahr erfolgreich ihren Nachwuchs im Freistaat großziehen. Der LBV möchte sich ein genaueres Bild über das Vorkommen der beeindruckenden Adler in Bayern machen und bittet deshalb um Mithilfe. Jeder kann dem LBV seine Adlersichtungen schicken.

Hummelschwärmer auf Flieder | © Gabi Behr © Gabi Behr

Jahrestag Volksbegehren Artenvielfalt: Über 1,7 Millionen schauen genau hin

Ein Jahr nach dem Ende der 14-tägigen Eintragungsphase, bei der 18,3 Prozent der Wahlberechtigten für das erfolgreichste Volksbegehren der bayerischen Geschichte unterschrieben haben, ziehen Träger und Partner eine gemischte Bilanz

LBV und Naturland auf einer gemeinsamen Tagung

Biodiversitätsberatung für Naturland Landwirte

Der Öko-Landbau ist ein zentrales Instrument für mehr Artenschutz in der Landwirtschaft. Mittels gezielter Maßnahmen können aber auch Öko-Betriebe oft noch mehr tun, um die Biodiversität auf ihren Äckern und Wiesen konkret voranzubringen. Genau das ist das gemeinsame Ziel von Naturland und LBV. Im Rahmen ihrer im vergangenen Jahr geschlossenen strategischen Partnerschaft arbeiten beide Verbände deshalb gemeinsam am Aufbau einer Biodiversitätsberatung für alle deutschen Naturland Betriebe.

Haussperling auf Ast | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Spatz verteidigt zweites Jahr in Folge seinen Spitzenplatz

Das zweite Jahr in Folge erobert der Haussperling im Freistaat Platz 1 bei der „Stunde der Wintervögel“ von LBV und NABU. Über 110 Vogelarten und insgesamt mehr als 685.500 Vögel haben die rund 27.000 bayerischen Teilnehmer dem LBV gemeldet. Pro Garten ergibt sich daraus ein Schnitt von etwa 35 Vögeln und damit zwei Vögel weniger als 2019.

Streuobstwiese | © Thomas Staab © Thomas Staab

Volksbegehren Artenvielfalt: Erster Stresstest nicht bestanden

Der bayerische Ministerrat hat heute im Zuge der Umsetzung des Volksbegehrens Artenvielfalt – „Rettet die Bienen!“ eine neue Biotop-Verordnung verabschiedet. Der LBV sieht darin den ersten Praxistest für die Umsetzung des Volksbegehrens. „Trotz zahlreicher positiver Schritte bei der Umsetzung des Volksbegehrens durch die Staatsregierung ist sie bei diesem ersten Stresstest krachend gescheitert“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer

Zwei Gartenschlaefer im Nest | © Rudi Leit © Rudi Leit

Seltener Gartenschläfer im Allgäu entdeckt

Nach der Entdeckung der seltensten Säugetierart Deutschlands – der Waldbirkenmaus – am Riedberger Horn 2018, freuen wir uns erneut über einen spektakulären Nachweis: Im Rahmen eines Projekts zur Erfassung von Kleinsäugern gelang dem LBV-Gebietsbetreuer Henning Werth mit Hilfe einer Wildtierkamera der Nachweis eines seltenen Gartenschläfers südlich von Oberstdorf.

Donauauen | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Donauausbau: Einsatz der Naturschützer hat sich gelohnt

Als Mitte Dezember verkündet wurde, der Ausbau der Donau flussabwärts von Straubing sei nun genehmigt, rief dies bei vielen Menschen erst mal Verwunderung hervor. Hatte doch die Bayerischen Staatsregierung 2013 entschieden, auf Staustufen und Kanalisierung zu verzichten. Die gute Nachricht: Dies gilt nach wie vor.

Jetzt noch für die „ÖkoKids“ anmelden

Noch knapp vier Wochen haben die bayerischen Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit, sich beim LBV für die Auszeichnung „ÖkoKids – KindertagesEINRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ anzumelden. Der Titel wird Krippen, Kindergärten und Horte aus dem Freistaat verliehen, die sich mit den wichtigen Themen Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dadurch die notwendigen Kompetenzen und Werte bei den Kindern fördern.

Vögel im Schnee am Futterhaus |© Manfred Schmidl © Manfred Schmidl

Zwischenbilanz Stunde der Wintervögel 2020 in Bayern

Nach einer ersten Zwischenbilanz liefern sich derzeit Haussperling (1.) und Kohlmeise (2.) ein Duell um den Spitzenplatz des am häufigsten gemeldeten Vogels im Freistaat. Nach dem Eingang von ungefähr einem Drittel der Meldungen zeichnet sich am Sonntagnachmittag eine gute Gesamtbeteiligung ab. Der Eichelhäher belegt derzeit zum ersten Mal in der 15-jährigen Geschichte der Aktion sogar den 9. Platz der bayerischen Vogelhitliste.

Rotkehlchen auf schneebedecktem Ast | © Gisela Cichy © Gisela Cichy

Welche Auswirkungen hat der milde Winter auf unsere Vögel im Garten?

Die Volkszählung der Wintervögel in Gärten, Grünanlagen und Parks geht dieses Jahr in Bayern bereits in die 15. Runde. Der LBV und sein bundesweiter Partner NABU zählen für die Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ wieder auf tausende Vogelfreundinnen und Vogelfreunde, die ab Freitag ihre Beobachtungen melden.

Eine Große Holzbiene auf einer rosafarbenen Blüte | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

LBV-Jahresbilanz 2019: Gewinner und Verlierer des Naturschutzes in Bayern

Für uns steht fest: Dank des „Volksbegehrens Artenvielfalt - Rettet die Bienen“, dem erfolgreichsten Volksbegehren in der Geschichte Bayerns, wird das Jahr 2019 im Hinblick auf den Natur- und Artenschutz in Erinnerung bleiben.

Feuerwerk | © Olaf Broders © Olaf Broders

Vögel haben keinen Bock auf Böller

Das neue Jahr wird in Bayern vielerorts mit lautem Silvester-Feuerwerk begrüßt. Dabei wird oft vergessen, was das für die Natur bedeutet. Die lauten Geräusche verschrecken Tiere, die dann bei ihrer Flucht wertvolle Energie verbrauchen.

Weißstorch umgeben von einem Hauch Schnee. Er steht auf einem Bein. | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Störche auch im Winter, wenn es schneit

Die Zahl der Weißstörche, die nicht mehr nach Afrika und nicht einmal mehr nach Spanien ziehen, nimmt zu. Die Auswirkungen des Klimawandels begünstigen die steigende Zahl, sind aber nicht alleiniger Grund für immer mehr „zugfaule“ Weißstörche. Denn: Weißstörche schauen sich das Überwinterungsverhalten voneinander ab.

Eine Blaumeise und eine Kohlmeise fressen an einem Fettkuchen in einem Futterhäuschen | © Ingo Rittscher © Ingo Rittscher

Kein Schnee und trotzdem Vögel füttern?

Vogelfütterung bringt Farbe und Leben in Gärten. Auch wenn die Temperaturen bis zum Jahresende nicht mehr wirklich winterlich werden sollen, können Naturfreunde die heimischen Vögel im Garten füttern und so Vogelarten spielend kennenlernen.

Trägerkreis des Volksbegehrens Artenvielfalt: Claus Obermeier, Norbert Schäffer, Agnes Becker und Ludwig Hartmann tragen ein Banner vor sich | © LBV © LBV

Taufpaten des Volksbegehrens müssen an Bord bleiben

Nicht nachvollziehbar ist für die Mitglieder des Trägerkreises Volksbegehren Artenvielfalt die selektive Teilnehmerliste für die Fortsetzung des Runden Tisches „Arten- und Naturschutz“ am Montag in der Bayerischen Staatskanzlei. Dass die ÖDP als Initiatorin und die Grünen als starke Unterstützer des Volksbegehrens vom Runden Tisch quasi ausgeladen wurden, ist nicht hinnehmbar.

Eichelhäher mit ausgebreiteten Flügeln sitzt auf einem Birkenstamm, es schneit und er schaut nach links | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Stunde der Wintervögel 2020 - Mehr Eichelhäher?

Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Zusammen mit unserem Partner NABU rufen wir wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 10. bis zum 12. Januar können bayerische Vogelfreundinnen und -freunde bereits zum 15. Mal wieder eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und uns melden.

Ehrenamtliche auf einer Streuobstwiese | © Thomas Staab © Thomas Staab

Mit Herz und Hand für die Natur vor der Haustür

Am 5.12. ist Tag des Ehrenamtes und der LBV sagt Danke! Im Naturschutz aktiv zu sein, ist für viele Menschen in Bayern Ehrensache. Eindrucksvoll hat das Engagement der Bayern in diesem Jahr beim Volksbegehren Artenvielfalt – „Rettet die Bienen!“ und bei den Klimastreiks deutlich, dass es kein „Weiter so“ geben darf.

Apfelbaum auf einer Streuobstwiese

Neue Streuobst-Verordnung hebelt Volksbegehren aus

Ein wichtiges Element des „Volksbegehrens Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ ist der gesetzliche Biotopschutz für Streuobstwiesen und arten- und strukturreiches Grünland. Der nun vorgelegte Verordnungsentwurf führt allerdings dazu, dass der größte Teil der Streuobstwiesen keinen gesetzlichen Biotopschutz erhält

Wolf in der Halbtotalen, er liegt angelehnt an einen Baumstamm | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Der Wolfsbestand in Bayern wächst

LBV zu den aktuellen Wolfszahlen: In Bayern gibt es vier Wolfsterritorien mit insgesamt zwei Einzelwölfen, einem Wolfspaar und einem Rudel mit Nachwuchs. Schutzmaßnahmen für Herdentiere müssen endlich richtig gefördert werden.

Kräne stehen an einer Baustelle. Es wird eine Brücke gebaut | © Andreas Hartl © Andreas Hartl

Beschleunigte Bauverfahren gefährden Naturschutzziele

Der LBV spricht sich, genauso wie sein bundesweiter Partner NABU, gegen die Pläne Nordrhein-Westfalens aus, beschleunigte Bauverfahren in den Außenbereichen auch in Zukunft zu ermöglichen. Unzerstörte Flächen im Außenbereich schützen. Keine Verlängerung von Paragraph 13 b Baugesetzbuch.

Klimastreik am 29.11.19

LBV und NAJU rufen zum globalen Klimastreik auf

Der LBV und seine Jugendorganisation NAJU streiken am Freitag (29.11.). Der LBV ruft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die mehr als 101.000 LBV- und NAJU-Unterstützer zum Klimastreik auf: Wir zeigen am Freitag Flagge für wirksamen Klimaschutz im Land. LBV, NABU und NAJU in ganz Deutschland beteiligen sich am globalen Klimastreik. Unsere LBV-Gruppen gehen in Nürnberg, München und weiteren Städten auf die Straße, damit unsere Kinder und die Artenvielfalt eine Zukunft haben.

Rotmilan sitzt auf einem gebogenen Ast | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Wie geht es den Vögeln in Bayern?

Seit 40 Jahren gibt es mit der europäischen Vogelschutzrichtlinie einen grenzübergreifenden Naturschutz für Europa. Für einige Arten, wie Uhu, Weißstorch und Wanderfalke, gibt es Gutes zu berichten, da sich durch gezielte Schutzprogramme die Bestände erholten. Bei vielen anderen Arten, vor allem Feldvögeln wie Uferschnepfe, Kiebitz und Rebhuhn, hält der dramatische Abwärtstrend nicht nur an, sondern verstärkt sich sogar.

Neun Weißstörche stehen auf einer grünen Wiese und laufen nach links | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Zum ersten Mal über 630 Weißstorchpaare in Bayern

Entgegen dem ostdeutschen Trend, der 2019 als ein schwieriges Jahr für Weißstörche sieht, ist die Zahl der Weißstorchbrutpaare in Bayern erneut weiter angestiegen. Mit fast 100 Neuansiedlungen haben 2019 über 630 Storchenpaare im Freistaat gebrütet. Der Bestand hat sich also in 30 Jahren verzehnfacht.

Bunte Blumenwiese im Ackerland ist, man sieht rechts einen Feldweg, auf der anderen Seite genutztes Ackerland | © Werner Kuhn © Werner Kuhn

Bauern sollen handeln statt protestieren

Für den 26. November hat die bäuerliche Initiative „Land schafft Verbindung" zu einer Traktoren-Sternfahrt nach Berlin aufgerufen, um gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren. In diesem Zusammenhang sollen auch in Bayern Demonstrationsveranstaltungen stattfinden. Ziel der anhaltenden Protestaktionen der Landwirte sei ein ernsthafter Dialog über die Rolle der Landwirtschaft in der Gesellschaft. 

Rote Mauerbiene Nektar | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Bayerischer Impuls in Europa angekommen

Auch der LBV unterstützt die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“. „Wir freuen uns, dass durch den Schwung unseres erfolgreichen bayerischen Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“, Themen wie eine nachhaltigere Landwirtschaft nun auch in Europa angekommen sind“, so Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV.

Füße, die über den Waldboden laufen | © Horst Munzig © Horst Munzig

Umweltbildung des LBV gleich dreifach von der UNESCO ausgezeichnet

Ab sofort gehören die Bildungsinitiativen „ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ und „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“, die vom LBV koordiniert und durchgeführt werden, zu den herausragenden Netzwerken für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die LBV-Umweltstation München wurde als herausragender Lernort geehrt.

Junger Uhu an einer Felswand | © Christoph Bosch © Christoph Bosch

Naturschützer und Kletterer schützen gemeinsam

Der „Rote Fels“ im Pegnitztal ist ein eindrucksvolles Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit von Naturschützern und Kletterern: Trotz enormem Freizeitdruck durch den Klettersport gelingt dort auch der Schutz von Uhu und Wanderfalke. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber und der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer würdigten heute gemeinsam das 40-jährige Jubiläum der EU-Vogelschutzrichtlinie und die etablierten Kletterkonzepte im Frankenjura.

Logo Tatort Natur

Wilderei in Bayern stoppen!

Nach Schätzungen bleiben 99 Prozent der Fälle von Naturschutzkriminalität ungeklärt und für die Täter folgenlos. Um das zu ändern, haben Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) und LBV (Landesbund für Vogelschutz) das gemeinsame Projekt „Tatort Natur“ gestartet. Dabei dient die neue interaktive Webseite www.tatort-natur.de als Melde- und Informationsplattform für die Bevölkerung und betroffene Behörden.

Grüne Wiese im Vordergrund, dahinter eine planierte Fläche mit Autos und Traktoren. Links steht ein Baustellenschild | © Thomas Staab © Thomas Staab

Zerstörung unserer Heimat schreitet voran

„Bedrückend“ nennen die früheren Bündnispartner des Volksbegehrens „Betonflut eindämmen – damit Bayern Heimat bleibt!“ die am Mittwoch vorgelegten Zahlen zum Flächenfraß in Bayern. Demnach wurden im zurückliegenden Jahr 2018 pro Tag zehn Hektar Natur und Kulturlandschaft in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt – das entspricht etwa 14 Fußballfeldern.

Jetzt für den Titel „Umweltschule in Europa“ bewerben!

Noch zwei Wochen können sich alle bayerischen Schulen um die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ für das Schuljahr 2019/2020 bewerben. Die Voraussetzung: Teilnehmende Schulen arbeiten innerhalb des Schuljahres an zwei Projekten zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit.

Zwei Perlmuttfalter und eine Hummel | © Sigrid Pfeifer © Sigrid Pfeifer

Das Insektensterben findet überall statt

Die neueste Studie der Technischen Universität München (TUM) zum Rückgang von Insekten belegt eindrücklich, dass ökologische Zusammenhänge und deren Störungen überaus weitreichend sind. Sie zeigt, dass das Insektensterben großräumig in unserer gesamten Landschaft stattfindet und sich nicht nur auf einzelne landwirtschaftliche Flächen beschränkt, auf denen zum Beispiel Glyphosat ausgebracht wird.

Feldweg | © Hans Streicher © Hans Streicher

Mulchen im Herbst schadet den Insekten

Straßenränder, Feld- und Waldwege sowie Ackerraine können wichtige Strukturen zur Biotopvernetzung in der Landschaft darstellen. Um diese Funktion übernehmen zu können, dürfen sie jedoch weder mit Pestiziden gespritzt noch gemäht werden. Wo im Sommer durch mehrmaliges Mulchen das Blüten- und Nahrungsangebot für viele Insekten fehlt, ist im Herbst und Winter auch der Lebensraum zur Überwinterung Mangelware.

Bartgeier von unten fotografiert | © Henning Werth © Henning Werth

Die Bartgeier kommen näher

Im gesamten Alpenraum haben vom 12. bis 20. Oktober die alljährlichen Internationalen Bartgeierbeobachtungstage stattgefunden. Knapp 30 Freiwillige haben sich im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet an der Zählung im Rahmen des Bartgeiermonitorings in den Alpen (IBM) beteiligt. Der LBV, der die Aktivitäten in Bayern koordinierte, ist zufrieden mit dem Ergebnis der Zähltage.

Braunbär in schwarz-weiß | © Bayerische Staatsforsten © Bayerische Staatsforsten

Wir begrüßen Rückkehr des Braunbären nach Bayern

Der Bär ist zurück in Bayern. In der vergangenen Nacht wurde ein Braunbär von einer Wildtierkamera im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fotografiert. Dabei handelt es sich laut Auskunft des bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) sehr wahrscheinlich um das gleiche Tier, dessen Hinterlassenschaften am 1. Oktober von einer Touristin im Balderschwanger Tal im Allgäu dokumentiert wurde.

Kranich nimmt Anlauf für Abflug | © Hans Clausen © Hans Clausen

Jetzt den Kranichzug über Bayern erleben

Auch über Bayern sind vielerorts wieder ziehende Kraniche zu sehen und zu hören. Auf ihrer seit einigen Jahren etablierten Route entlang des Alpenrandes nach Westen werden seit Mitte Oktober vor allem über Landshut, Ingolstadt oder Pfaffenhofen größere Trupps von 100 bis 300 der ruffreudigen Zugvögel beobachtet.

100.000 LBV-Mitglied ist eine vierköpfige Familie aus Weißenburg-Gunzenhausen (v.l.n.r.: Jako Braun, Dr. Norbert Schäffer, Familie Bernholt, Ethelbert Babl, Thorsten Glauber | © Manuel Zänger © Manuel Zänger

Do legst di nieda: 100.000 LBVler für Bayerns Natur

2019 war nicht nur ein erfolgreiches Jahr für Bayerns Natur, sondern auch das erfolgreichste Jahr in der 110-jährigen Geschichte des LBV. Im Zentrum stand dabei vor allem das historische „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, zu dessen Erfolg der LBV als Träger maßgeblich beigetragen hat. In den vergangenen zwölf Monaten konnte der älteste bayerische Naturschutzverband mehr Mitglieder und Förderer gewinnen, als jemals zuvor in seiner Geschichte. 

Braunbär | © Henning Werth © Henning Werth

Vorbild-Bär besucht Bayern

Nach dem Wolf macht sich nun ein weiterer Ureinwohner Bayerns daran, nach seiner Ausrottung in den Freistaat zurückzukehren: der Braunbär.  Jetzt gibt es den ersten Nachweis, dass der Bär die Grenze in den Freistaat schon einmal im Landkreis Oberallgäu überquert hat

Stieglitz | © Wolfgang Bock © Wolfgang Bock

LBV-Tipps für den winterfesten Garten

Die bunte Herbstzeit ist in vielen Gärten vor allem eines – arbeitsreich. Dabei hilft vielen Tieren im Garten, einfach mal nichts zu tun. Denn unter dem Motto „winterfit machen“ zerstören viele Hobbygärtner oft unbewusst die Unterschlüpfe vieler Gartenbewohner. In vielen Stängeln von Stauden und Sträuchern, wie Brombeere, Sonnenblume und Schilf, haben sich nun zum Überwintern Insekten eingenistet.

Bartgeier von unten fotografiert | © Henning Werth © Henning Werth

„Gemma Geier zählen“

Im gesamten Alpenraum werden alljährlich die Internationalen Bartgeierbeobachtungstage durchgeführt. Ziel ist es, den aktuellen Bartgeierbestand zu schätzen und Hinweise auf neue Bartgeierbrutpaare zu bekommen. Dieses Jahr finden die mittlerweile 14. Internationalen Beobachtungstage vom 12. bis 20. Oktober statt. Wir rufen zur Unterstützung auf und hoffen auf viele Teilnehmer, die Bartgeiersichtungen melden.

Die Ostrach mit der einmaligen Klamm Eisenbreche | © Henning Werth © Henning Werth

Naturdenkmal Eisenbreche endgültig gerettet

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Antrag auf Berufung der Investoren für Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen ab! Die Ostrach bleibt somit im Bereich der Eisenbreche als eine der letzten naturnahen Alpenwildflusslandschaften und damit Lebensraum für viele geschützte Tier- und Pflanzenarten erhalten.

Sechs Weißwangengänse im Flug am blauen Himmel | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

European Birdwatch - Den Vogelzug hautnah erleben

Etwa 200 Millionen deutsche Brutvögel, die sich alljährlich auf den Weg nach Südeuropa oder Afrika machen, stehen im Mittelpunkt des größten Vogelbeobachtungsereignisses der Welt. Rund um das erste Wochenende im Oktober, am 05. und 06.10., lädt der LBV bayernweit zum Birdwatch ein. Auf zahlreichen Exkursionen können Naturfreunde im gesamten Freistaat das Schauspiel des alljährlichen Vogelzugs live miterleben.

Luchs | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Nach versuchter Tötung: Luchs verhungert

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern heute mitteilte, ist ein im Juli bei Oberbreitenau (Lkr. Regen) gefundener toter Jungluchs deshalb verhungert, weil ihm zuvor illegal nachgestellt wurde. Eingehende forensische Untersuchungen haben ergeben, dass das Luchsweibchen im Herbst 2018 so stark verletzt wurde, dass sich das Tier anschließend nicht mehr selbst mit ausreichend Nahrung versorgen konnte und in der Folge verstarb.

Links sitzt eine Seniorin am Fenster, rechts ein Feldsperling und eine Blaumeise an einem Fettkuchen | © C. Bria/B. Umkehr © C. Bria/B. Umkehr

„Alle Vögel sind schon da“ wird ausgezeichnet

Unsere Präventionsmaßnahme „Alle Vögel sind schon da – Vogelbeobachtung in vollstationären Pflegeeinrichtungen“ ist nun als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.

Bartgeier | © Dieter Hopf © Dieter Hopf

Bayern ist bereit für Geier

Weit über 100 Jahre nach dem Aussterben des Bartgeiers in Bayern, besteht wieder Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr des Giganten der Lüfte nach Deutschland. Dies zeigt eine  Machbarkeitsstudie zur Wiederansiedelung von Bart- und Gänsegeiern in den bayerischen Alpen.

Erdkröte mit Laich im Wasser an Wasserpflanze | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Der LBV hat in Schwaben einen weiteren Kooperationsvertrag mit einem Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien abgeschlossen. Durch das Pilotprojekt soll die Förderung und Erhaltung bedrohter Amphibienarten im Gewinnungsprozess gesichert und der laufende Betrieb auch bei schon existierendem Vorkommen bedrohter Arten in einer Win-Win-Situation gewährleistet werden.

Luchs leckt sich die Pfote | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Präzedenzfall für künftigen Umgang mit illegalen Tötungen geschützter Wildtiere

Zusammen mit der Gregor Louisoder Umweltstiftung gratulieren Staatsanwaltschaft und Polizei zum erfolgreichen Ergebnis mit gerechtem Urteil am Amtsgericht Cham nach den aufwendigsten Ermittlungen in der Bayerischen Geschichte bzgl. Verfolgung illegaler Tötungen geschützter Wildtiere. Wir freuen uns über dieses erste, signalgebende Urteil in Sachen Artenschutzrecht in Bayern.

Zwei Fischotter sitzen im seichten Wasser auf einem Stamm, einer schaut in die Kamera | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

"Aktionsplan Wilderei" in Bayern

Zusammen mit dem Bayerische Jagdverband (BJV) und dem WWF Deutschland fordern wir von der bayerischen Landesregierung einen „Aktionsplan Wilderei“. Gemeinsam veröffentlichten die Verbände eine „Regensburger Erklärung gegen Wilderei und Artenschutzkriminalität“. Sie fordern darin eine Anti-Wilderei-Offensive der bayerischen Behörden und eine zentrale Dokumentation und Veröffentlichung aller Artenschutzdelikte sowie ihrer Hintergründe und deren Strafverfolgung in Bayern.

Bartgeier im Porträt | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning

Die Bayern wollen Geier

Eine überwältigende Mehrheit der Bayern zeigt sich sehr aufgeschlossen gegenüber Geiern. Das ergab eine im Juni durchgeführte Online-Umfrage des LBV unter knapp 1.300 Teilnehmern. Über 90 Prozent gaben dabei an, sowohl dem Bart- als auch dem Gänsegeier positiv gegenüber eingestellt zu sein.

Rotmilan sitzt auf einem gebogenen Ast | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Schon wieder geschützte Greifvögel im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen vergiftet

Innerhalb von nur zwei Wochen wurden im Altmühltal bei Nordstetten südlich von Gunzenhausen erneut zwei tote Rotmilane gefunden. Bereits im Mai war schon ein mit Carbofuran vergifteter Rotmilan in der Region sichergestellt worden. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung bestätigte Rückstände von Carbofuran, einem hochtoxischen Kontaktgift, als Todesursache.

Honigbiene auf Strauchbasilikum mit Blüten | © Angela Maurer © Angela Maurer

Insektensommer: Steinhummel und Honigbiene in Bayern am häufigsten beobachtet

Fluginsekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Fliegen wurden beim Insektensommer vom 31. Mai bis zum 9. Juni  und vom 2. bis zum 11. August von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU 2019 am häufigsten beobachtet. Anders als im Vorjahr ist die Steinhummel Spitzenreiterin bei der Zählung im Frühsommer und die Westliche Honigbiene im Hochsommer.

Böhmischer Enzian | © Oliver Wittig © Oliver Wittig

Ein Quadratmeter Hoffnung

Dieses Jahr ist ein wegweisender Erfolg im Artenhilfsprojekt für den weltweit vom Aussterben bedrohten Böhmischen Enzian geglückt. Zum ersten Mal wurden auf einer Probefläche am Dreisessel im Bayerischen Wald über 70 blühende Pflanzen gezählt. Zum Vergleich: Letztes Jahr wurden in ganz Bayern nur insgesamt 72 blühende Exemplare der Art kartiert.

Kleiner Abendsegler | © Martina Widuch © Martina Widuch

Die, die mit ihren Händen fliegen, hautnah erleben

Rund um das Augustwochenende am 25. und 26.08. lädt der LBV bereits zum 23. Mal im Rahmen der Europäischen Batnight dazu ein, die Welt der Fledermäuse mit allen Sinnen kennenzulernen. Bei den insgesamt 28 verschiedenen bayernweiten Veranstaltungen ist garantiert für jeden etwas dabei: Exkursionen mit dem Bat-Detektor, Fledermausinfostände oder Feste mit Spiel und Spaß für Groß und Klein.  

Ein Bartgeier fliegt am blauen Himmel | © Bruno Barthem © Bruno Barthem

Geier in den bayerischen Alpen gesehen? Dann dem LBV melden!

Aktuell wurde ein Bartgeierhorst mit einem Jungvogel im Tiroler Lechtal entdeckt. Der junge Bartgeier ist mittlerweile ausgeflogen. Der Horst-Standort ist nicht weit von den Allgäuer Hochalpen entfernt und so stehen die Chancen gut, einen Bartgeier auch in Bayern beobachten zu können. Für einen besseren Schutz der faszinierenden Segelflieger, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen: Melden Sie uns Ihre Geiersichtungen!

Toter Rotmilan liegt am Boden neben einem Fleischstück. Er hat einen Sender auf dem Rücken | © A. Gottschalk © A. Gottschalk

Geschützte Greifvögel mit hochtoxischem Kontaktgift getötet

Aktuell wurde der LBV über einen sehr verdächtigen Totfund eines Rotmilans im Landkreis Regensburg informiert. Der Greifvogel wurde neben einem Fleischbrocken auf einer Wiese gefunden und trug sogar einen Satellitensender. Bereits im April wurden im Landkreis Eichstätt zwischen Ettling und Forchheim an der Donau zwei tote Greifvögel auf einem Acker gefunden. 

Naturlandpräsident Hubert Heigl wird LBV Mitglied

„Der Ökolandbau bringt Artenschutz in die Breite. Wir Ökobauern zeigen jeden Tag, dass Artenschutz und Landwirtschaft kein Widerspruch sind“, mit diesen Worten überreichte Hubert Heigl, Naturlandpräsident und Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), dem LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer persönlich seine Beitrittserklärung in den LBV.

Schwalbenschwanz (Schmetterling) sitzt auf einer gelben Blume und saugt daran | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Mitmachaktion Insektensommer startet in zweiten Teil

Das große Krabbeln und Flattern, Teil zwei, startet: Vom 2. bis zum 11. August ruft der LBV und sein deutschlandweiter Partner NABU unter dem Motto „Zählen, was zählt“ zur zweiten Aktionswoche der bundesweiten Insektenzählung auf. Die Sechsbeiner können wieder unter www.lbv.de/insektensommer.de online gemeldet werden.

Insekten auf Blume | © Werner Kuhn © Werner Kuhn

Mehr Artenschutz in Bayern durch Ökolandbau

Der Ökolandbau in Bayern ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. „Durch das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt und dem damit verbundenen Ziel von 30 Prozent Öko bis 2030, bekommt der Ökolandbau in Bayern zusätzlichen Rückenwind“, sagt Naturland-Präsident Hubert Heigl. „Wir sind froh, dass die Landesregierung den Ball aufgenommen hat und sich nicht gegen den eindeutigen Willen der Bevölkerung für mehr Artenvielfalt stellt“, fährt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer fort.

Abgestorbene Buche in der südlichen Oberpfalz vom 21. Juli 2019 | © Dr. Christian Stierstorfer © Dr. Christian Stierstorfer

Waldsterben 2.0: Naturwälder können Weg aus der Krise zeigen

Der Klimawandel zeigt auch im Freistaat immer dramatischere Ausmaße. Derzeit sind an vielen Stellen die Auswirkungen auf die bayerischen Wälder für jeden sichtbar. Die Geschwindigkeit, in der diese voranschreiten, lässt bereits von einem „Waldsterben 2.0“ sprechen.

Selbstgemachte Insektentränke aus Steinen, Moos und einem Suppenteller | © Sonja Dölfel © Sonja Dölfel

Jetzt Insektentränke aufstellen

Die nächste Hitzewelle hat Bayern erreicht. Wir Menschen können in kühle Innenräume flüchten, suchen uns ein schattiges Plätzchen oder kühlen uns im nächsten Freibad oder Badeweiher ab.  Doch was hilft Insekten, um die Hitze zu überstehen? Der LBV gibt Tipps, wie den kleinen Nützlingen geholfen werden kann.

Schulgarten-Wettbewerb 2016 Descartes Gymnasium Bauerngarten | © Descartes-Gymnasium © Descartes-Gymnasium

Der Schulgarten als Lernort für Natur und Nachhaltigkeit

Im Rahmen der heutigen Preisverleihung überreichte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber an der Anna-Grundschule in Forchheim den zehn Gewinnerschulen des bayerischen Schulgartenwettbewerbs 2019 Preise und Urkunden. 119 Schulen haben in diesem Jahr am bayernweiten Schulgarten-Wettbewerb teilgenommen.

Renaturierte Altmühlwiesen im LBV-Schutzgebiet Altmühlwiese | © Christiane Geidel © Christiane Geidel

Dem Naturschutz wird eine Basis entzogen

Am kommenden Mittwoch wird im Bayerischen Landtag das Volksbegehren Artenvielfalt und das dazugehörige Begleitgesetz verabschiedet. Mit einer von der CSU-Fraktion eingebrachten Änderung entzieht die Regierungskoalition dem Naturschutz in Bayern eine Grundlage. 

Blühfläche an einem Acker | © Thomas Staab © Thomas Staab

Von wegen alles nur grüne Städter

Am 17. Juli wird der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens Artenvielfalt endgültig ins bayerische Naturschutzgesetz überführt. Im Vorfeld zeigt eine repräsentative Umfrage des LBV, wie groß auch weiterhin die Unterstützung der bayerischen Bevölkerung für mehr Naturschutz im Freistaat ist.

Donauauen | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Freude über neues Großschutzgebiet an der Donau

LBV und Gregor Louisoder Umweltstiftung begrüßen die Ankündigung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder ein 2.000 Hektar großes Schutzgebiet in den Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt auszuweisen. Darüber hinaus freuen sich die Naturschützer ebenfalls über die Aufgabe des Profitziels im Staatswald.

Marienkaefer | ©  Thomas Staab © Thomas Staab

Gärtnern ohne Gift – So geht’s ohne Glyphosat

Die Artenvielfalt im Garten oder auf dem Balkon genießen, das geht am besten ohne Gift beim Gärtnern. Wer sich zuhause an Bienen, Schmetterlingen und Blumen erfreuen möchte, der verzichtet im heimischen Garten und auf dem Balkon auf das Spritzen von Glyphosat und anderem Gift aus Bau- und Gartenmärkten. Der LBV gibt Tipps, wie Hobbygärtner ganz ohne den Einsatz von Gift ihre Pflanzen stark machen können.

Schwarzstorch steht im Nest, vier weiße Jungvögel mit gelben Schnäbeln sitzen neben neben ihm | © Hans Schönecker © Hans Schönecker

Nistplätze von Schwarzstorch und Co. erkennen und schützen leicht gemacht

Nur was man kennt, kann man schützen. Das gilt besonders für im Wald brütende Großvogelarten, wie Schwarzstorch, Habicht und Rotmilan. Die imposanten Federtiere sind Meister des Versteckens, da sie ihre Horste fast unsichtbar im dichten Kronendach verbergen. Eine neue Broschüre von LBV und Bayerischen Staatsforsten zeigt nun, wie Förster und Vogelschützer den scheuen Waldbewohnern auf die Spur kommen – und wie darüber hinaus Waldbesucher helfen können. 

Laubfrosch an höherem Gras | © Eva Schubert © Eva Schubert

Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Der LBV hat jetzt auch in Oberfranken erste Kooperationsverträge mit Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien geschlossen. Bei einem Geländetermin im Steinbruch in Guttenberg haben der Umweltminister Thorsten Glauber, der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer, die Gewinnungsunternehmen Hartsteinwerke Schicker und Porzner Steine & Erden, der Landrat des Landkreises Kulmbach, die Unteren und die Höhere Naturschutzbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt einen Vertrag unterzeichnet.

Steinhummel | © Christiane Geidel © Christiane Geidel

Halbzeit beim Insektensommer

Die Steinhummel liegt dieses Jahr zur Halbzeit der Mitmachaktion Insektensommer vor der Hainschwebfliege auf Platz eins in Bayern. Auf den Plätzen drei bis fünf der diesjährigen großen bundesweiten Insektenzählung von LBV und NABU folgen die Honigbiene, der Asiatische Marienkäfer und die Wildbiene.

Nasse Haussperlinge sitzen Rand einer Wasserstelle und baden sich genüsslich, alle sind nass | © Rainer Breitsamer © Rainer Breitsamer

Jetzt Wasserstelle für Vögel und Co. aufstellen

Sommer, Sonne und auch die kommenden Tage kaum Regen weit und breit - perfektes Badewetter für ganz Bayern. Doch wie ergeht es bei dieser andauernden Hitze unseren heimischen Gartenvögeln? Durch das anhaltend heiße und trockene Wetter sind viele natürliche Wasserstellen wie Pfützen und Gräben ausgetrocknet.

Banner Egal war gestern | © LBV © LBV

Jetzt noch bewerben für „egal war gestern“

Eine Woche noch können sich Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen mit ihren Lehrern für das LBV-Umweltbildungsprojekt „egal war gestern“ bewerben. Denn bereits das dritte Jahr gilt: „egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen“. Die Schülerinnen und Schüler sind auch im Schuljahr 2019/20 dazu aufgerufen, eigenständig ein Projekt aus dem Bereich Nachhaltigkeit in ihrer Schule auf die Beine zu stellen und umzusetzen. Damit will der LBV aktiv die Entwicklung einer nachhaltigen Gegenwart und Zukunft fördern – denn egal war gestern! 

Grünten | © Henning Werth © Henning Werth

Grünten droht von Spaßtourismus überrollt zu werden

Nach der Aufgabe des Skibetriebs hat sich im Winter eine Nutzung durch Skitouren- und Schneeschuhgänger entwickelt. Doch nun soll der Naherholungsberg der Allgäuer dem Tagestourismus geopfert werden. Dabei besteht keinerlei Konzept zur Besucherlenkung für die Vielzahl an Besucher, die sich auf den Weg zum Grünten begeben, um von dort eine Aussicht ins Obere Illertal zu erhaschen. 

Ein Weißstorch mit drei jungen Küken im Horst | © Richard Straub © Richard Straub

Gemischte Weißstorch-Saison

Die Weißstorch-Saison 2019 ist schon weit fortgeschritten: Einige Jungvögel sind schon fast flügge, andere sind gerade erst geschlüpft. Für die gemischte Bilanz bisher sind die Regentage im Mai verantwortlich. Vor allem den größeren Jungstörchen in Südbayern hat der Regen stark zugesetzt, sodass regional zum Teil die Hälfte der Jungvögel starben.

Haussperling-Männchen auf einem Holzzaun | © Dieter Hopf © Dieter Hopf

Neue Rekordbeteiligung an der Stunde der Gartenvögel

Die „Stunde der Gartenvögel“ auf Höhenflug: Mit über 11.400 bayerischen Teilnehmern erreicht Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion auch im Freistaat eine neue Rekord-Beteiligung. Vom 10. bis 12. Mai hatte der LBV zusammen mit seinem bundesweiten Partner NABU zur Zählung der Vögel im Garten aufgerufen. In Bayern zählten die Naturfreunde in über 8.200 Gärten über 265.000 Vögel.

Toter Erlenzeisig vor einem Fenster | © C. Bria © C. Bria

Wenn Glasscheiben Vögel töten

Jetzt zur Brutzeit unserer heimischen Gartenvögel steigt die Gefahr für die fleißigen Vogeleltern, an einer Glasscheibe zu Tode zu kommen. In Bayern gibt es unzählige Glasscheiben an denen täglich tausende Vögel verunglücken. Fensterscheiben, verglaste Fassaden oder andere Glasflächen sind Gefahrenstellen. Doch bereits mit einfachen Mittel können diese entschärft werden.

Admiral | © Klaus Schulze © Klaus Schulze

Zählen, was zählt beim Insektensommer

1,7 Millionen Bayern haben unterschrieben, um die Bienen zu retten und damit auch alle anderen etwa 33.000 Insektenarten, die es in Deutschland gibt. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der LBV zusammen mit seinem bundesweiten Partner NABU vom 31. Mai bis zum 9. Juni sowie vom 2. bis zum 11. August innerhalb seines Citizen Science-Projektes „Insektensommer“ erneut eine große bundesweite Insektenzählung.

Gänsegeier im Flug | © Henning Werth © Henning Werth

Wie stehen die Bayern zu Geiern?

Online-Umfrage des LBV zu Geiern im Freistaat – Was denkt die Bevölkerung über die Giganten der Lüfte und ihre mögliche Rückkehr?

Rotkehlchen-Jungvogel auf Ast | © Carl-Peter Herbolzheimer © Carl-Peter Herbolzheimer

Finger weg von scheinbar hilflosen Vogeljungen

Den LBV erreichen  derzeit zahlreiche Anfragen von ratsuchenden Tierfreunden, die vermeintlich in Not geratenen oder verlassenen jungen Vögeln helfen wollen. Der LBV rät hier erstmal: Finger weg! Die unerfahrenen und im Fliegen noch etwas ungeübten Vogeljungen wirken zwar hilflos, sie aufzunehmen, ist jedoch falsch verstandene Tierliebe.

Ackerblühstreifen an einem geschotterten Weg mit bunten Blumen, links neben dem Weg ist ein Stacheldrahtzaun | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Mulchen schadet der Artenvielfalt!

Kaum grünt und blüht es an Straßen- und Wegrändern, sind in Kommunen und Städten die ersten Mulchmäher unterwegs. Diese modernen Maschinen leisten ganze Arbeit – alles was in ihr Schneidwerk gerät, wird kurz und klein gehäckselt. Wo Artenvielfalt herrschen könnte, hinterlassen die Mulcher wahre Todeszonen.

Sandarium im Garten | © Birgit Helbig © Birgit Helbig

Zum Weltbienentag: So werden Sie Wildbienen-Hotelier

506 Wildbienenarten leben in Bayern, mehr als jede dritte ist laut Roter Liste gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Zum zweiten Mal setzen die Vereinten Nationen mit dem Weltbienentag am 20. Mai ein internationales Zeichen gegen die schwindenden Insektenbestände. Ein erster Schritt für Bayern war das erfolgreiche „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, das neue Impulse für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft setzt. Aber jeder kann etwas für die Vielfalt und Insektenwelt Zuhause tun und zum Beispiel Wildbienen-Hotelier werden.

Banner Egal war gestern | © LBV © LBV

Nächste Runde „egal war gestern“ startet

Bereits das dritte Jahr gilt: „egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen“. Für das erfolgreiche LBV-Bildungsprojekt aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung sucht der LBV interessierte Schülerinnen und Schüler. Diese sind im Schuljahr 2019/20 erneut dazu aufgerufen, eigenständig ein Projekt aus dem Bereich Nachhaltigkeit in ihrer Schule auf die Beine zu stellen und umzusetzen. Damit will der LBV aktiv die Entwicklung einer nachhaltigen Gegenwart und Zukunft fördern – denn egal war gestern!

Streuobstwiese bei Schleifhausen vor und nach der Obstbaumfällung. Oben ist vorher mit vielen blütenreichen Bäumen, unten sieht man das nachher mit einem Acker und zwei Traktoren | © LBV © LBV

Strafanzeige gegen illegale Obstbaumfällungen

Die Apfelbäume rund um das Walberla in der Fränkischen Schweiz stehen derzeit in voller Blüte. Im Landkreis Forchheim werden dort viele der bayernweit bekannten Streuobstwiesen seit mehreren Generationen von Landwirten gepflegt. Doch an einigen Stellen bietet sich derzeit ein echtes Horrorszenario. iese mutwillige Zerstörung wertvoller Biotope durch einzelne schwarze Schafe hat den LBV dazu veranlasst, bei der Staatsanwaltschaft in Bamberg eine Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Jemand steckt Geld in die Sammeldose des LBV | © Carola Bria © Carola Bria

40.000 Naturfreunde ab sofort in Bayern unterwegs

Von heute bis zum 19. Mai sind bayernweit wieder 40.000 Sammlerinnen und Sammler jeden Alters für die Natur im Freistaat unterwegs.

Amsel ist in einem Baum mit Blüten | © Maria Bauer © Maria Bauer

Zwischenbilanz der Stunde der Gartenvögel 2019: Amsel stürzt ab

Nach dem Eingang von bereits mehr als einem Viertel der bayerischen Meldungen steuert die „Stunde der Gartenvögel“ in diesem Jahr auf eine neue Rekordteilnahme zu. Zu den großen Verlierern zählt in diesem Jahr vor allem die Amsel, die zum ersten Mal nicht der am zweithäufigsten beobachtete Gartenvogel in Bayern ist.

Sieben Mauersegler fliegen im Schwarm am Himmel | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Wo bleiben unsere bayerischen Mauersegler?

Auch wenn die Temperaturen gerade nicht besonders sommerlich sind, kehren die fliegenden Sommerboten aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten nach Bayern zurück. In ihren Brutgebieten angekommen, werden die Flugkünstler jedoch gleich mit zwei Problemen konfrontiert.

Haussperling-Männchen | © Frank Derer © Frank Derer

Stunde der Gartenvögel Plus: Wie vielfältig sind Bayerns Gärten und Balkone?

Weniger Insekten gleich weniger Vögel? Das will der LBV genauer wissen und ruft zusammen mit seinem bundesweiter Partner NABU bereits zur 15. Stunde der Gartenvögel auf. Die Volkszählung der Vögel in Gärten, Grünanlagen und Parks findet vom 10. bis zum 12. Mai statt. Viele Vogelfreunde haben den Eindruck, dass sie viel weniger Vögel im Garten haben als früher. Gerade dann ist es umso wichtiger, eine Stunde lang genauer hinzuschauen und zu zählen, wer überhaupt im eigenen Garten unterwegs ist.

Auwald | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Tausende Hektar Staatswald sollen aus der Nutzung genommen werden

Wir fordern seit jeher großflächige nutzungsfreie Schutzgebiete. Nun hat die Bayerische Staatsregierung im Bericht zum Runden Tisch für mehr Artenvielfalt angekündigt, einige tausend Hektar Staatswald im Steigerwald, Spessart und an den Donau- und Isarauen noch dieses Jahr aus der Nutzung zu nehmen.

Sammelwoche Plakat 2019

LBV-Sammelwoche: 40.000 Naturfreunde sammeln für Bayerns Natur

Vom 13. bis zum 19. Mai sind auch dieses Jahr wieder 40.000 Sammlerinnen und Sammler jeden Alters für die Natur im Freistaat unterwegs. Dieses Jahr steht die Fledermaus im Mittelpunkt der Sammelaktion. Mit den Spenden aus der LBV-Sammelwoche können unsere Kreisgruppen interessierten Naturfreunden die Welt der Fledermäuse mit Führungen und Veranstaltungen näherbringen und erlebbar machen.

Gelbbauchunke sitzt im Wasser | © Andreas Hartl © Andreas Hartl

Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Der LBV hat jetzt auch in der Oberpfalz einen ersten Kooperationsvertrag mit einem Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien geschlossen. Mit dem Pilotprojekt soll die Förderung und Erhaltung bedrohter Amphibienarten im Gewinnungsprozess gesichert und der laufende Betrieb auch bei schon existierendem Vorkommen bedrohter Arten in einer Win-Win-Situation gewährleistet werden.

Zwei Wölfe liegen nebeneinander auf einem moosbewachsenen Stein | © Manfred Waldhier © Manfred Waldhier

Tag des Wolfes: Mehr Tempo beim Herdenschutz

Zum Tag des Wolfes (30.4.) appelliert der LBV an die bayerische Staatsregierung nach dem Vorbild der Brüsseler EU-Kommission beim Herdenschutz eng zusammenzuarbeiten. In einem gemeinsamen Brief hatten EU-Umweltkommissar Karmenu Vella und Landwirtschaftskommissar Phil Hogan betont, dass eine Koexistenz von Mensch und Wolf in Europa nur gelingt, wenn Agrar- und Umweltressort an einem Strang ziehen.

Blumenkasten "Bienen-Restaurant" | © Birgit Helbig © Birgit Helbig

LBV-Tipp: Naturparadies Balkon

Millionen Balkone gibt es im Freistaat, Millionen Bayern nutzen sie, auf der Suche nach Luft und Sonne und einem Stück Natur. Doch der Balkon kann mehr als nur Abstellplatz für ein paar Gartenstühle und den Grill sein. Balkone haben ein riesiges Potenzial, möglichst viel Natur in den Siedlungsraum zu holen. Davon profitiert nicht nur der Mensch, sondern auch die Natur und sogar das Stadtklima.

Zwei Weißstörche bei der Paarung im Horst | © Frank Derer © Frank Derer

Weißstorch-Saison schon in vollem Gange

Die Weißstorch-Saison 2019 ist schon in vollem Gange: Die einen brüten schon, die anderen kommen erst noch zurück aus ihren Winterquartieren. Dieses Jahr gibt es auch wieder viele Neuansiedlungen, einige davon jedoch auf ungeeigneten Standorten wie zum Beispiel beheizten Kaminen oder Strommasten. Nicht alle Weißstörche finden einen brauchbaren Nistplatz, so dass es immer wieder Kämpfe um bereits besetzte Nester gibt.

35 tote Stare liegen auf einem Holzboden | © Dr. Andreas von Lindeiner © Dr. Andreas von Lindeiner

Schon wieder Vögel bei Cham vergiftet

Zwei tote Mäusebussarde und 35 tote Stare zählen seit wenigen Wochen zur immer länger werdenden Liste illegal getöteter Wildvögel im Oberpfälzer Landkreis Cham. Von den nun aufgefundenen Vögeln haben wir Proben zur toxikologischen Untersuchung an ein Münchner Universitätslabor geschickt. Das Ergebnis: bei allen Tierproben wurden Rückstände von Carbofuran, einem hochtoxischen Kontaktgift, nachgewiesen und als Todesursache bestimmt.

Feldlerche sitzt auf einem abgehackten Stamm, an dem ein gelbes Schild mit der Aufschrift Schutzzone 1, Betreten nicht erlaubt, angebracht ist | © Henning Werth © Henning Werth

Freilaufende Hunde gefährden Wiesenvögel

Osterferien, Frühlingssonne, die ersten blühenden Wiesen. Naturfreunde und Erholungssuchende fühlen sich jetzt wieder von der beginnenden Farbenpracht und Artenvielfalt feuchter Wiesen und Moore angezogen. Aber Bekassine, Kiebitz und andere vom Aussterben bedrohte Vogelarten nutzen diese Feuchtgebiete derzeit zur Brut und ziehen dort ihren Nachwuchs groß.

Osterfeuer | © Christiane-Geidel © Christiane-Geidel

Osterfeuer können für Tiere zum Scheiterhaufen werden

Gerade in diesem Jahr, wo Ostern in die späte Frühlingszeit fällt, appelliert der LBV beim traditionellen Osterfeuer an Igel und Vögel zu denken, um den schönen Brauch nicht zu einer gefährlichen Falle für Tiere werden zu lassen. Denn: Viele bedenken nicht, dass der aufgeschichtete Holzhaufen ideale Versteckmöglichkeiten für zahlreiche Wildtiere und Brutplätze für Vögel bieten.

Amsel | © Hans Schaffelhofer © Hans Schaffelhofer

Stunde der Gartenvögel Plus am Muttertagswochenende vom 10. bis 12. Mai

Wer fliegt und piept in Bayerns Gärten und Parks? Das soll die 15. Stunde der Gartenvögel zeigen. Der LBV und sein bundesweiter Partner NABU rufen gemeinsam vom 10. bis zum 12. Mai dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden

Wiedehopf steht auf einer Wiese | © Herbert Henderkes © Herbert Henderkes

Wiedehopfe auf dem Durchzug!

In den letzten Tagen wurden uns aus Mittelfranken und Niederbayern insgesamt gleich drei durchziehende, vom Aussterben bedrohte Wiedehopfe gemeldet. Auf dem Durchzug ist alles möglich. Letztes Jahr wurde ein Wiedehopf am Stadtrand von München beobachtet, als er auf einem Gartenstuhllehne eine Pause einlegte. Der Wiedehopf kann derzeit also auch völlig unvermittelt in bayerischen Hausgärten auftauchen.

Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassen ehrt Eveline Schmidt | © Irene Bugar © Irene Bugar

1. Bayerische Gebäudebrüterberaterin

Als Dank für ihre herausragende Arbeit beim Gebäudebrüterschutz hat die Stadt Erlangen der LBV-Aktiven Eveline Schmidt den Ehrenamtstitel „Gebäudebrüterberaterin der Stadt Erlangen“ verliehen. Zum ersten Mal überhaupt hat eine bayerische Stadt diese Auszeichnung vergeben.

Eine Rauschwalbe sitzt auf einem Ast und sieht mit leicht nach oben gedrehtem Kopf in die Kamera | © Andrea Kammer © Andrea Kammer

Von der Sahara nach Bayern: Willkommen Schwalben!

Schwalben sind eigentlich Sympathieträger. Früher galten sie als Boten des Glücks, die das Haus vor Feuer und Blitz sowie das Vieh im Stall vor Krankheiten bewahrten. Grundsätzlich fühlen sich die Vögel in einer vom Menschen geprägten Umgebung auch wohl, aber es werden von Jahr zu Jahr weniger.

Kuckuck im Flug | © Gunther Zieger © Gunther Zieger

Kuckuck, wo bist du?!

Wenn der unverwechselbare Ruf des Kuckucks erklingt, ist der Frühling endlich auch in Bayern angekommen. Die ersten der beliebten Vögel sind bereits wieder im Freistaat zu hören. Der LBV ruft deshalb bereits zum 12. Mal alle Bayern dazu auf, ihren ersten Kuckuck des Jahres zu melden.

Gerhard Koller

Neue Doppelspitze für den LBV

Zum 1. April übergibt LBV-Geschäftsführer Gerhard Koller seinen Posten nach 38 Jahren an ein Nachfolger-Duo. Die neue Doppelspitze besteht aus dem bisherigen stellvertretenden Geschäftsführer Helmut Beran als Geschäftsführer Naturschutzpolitik und dem bisherigen Marketingleiter Alf Pille als Geschäftsführer Verbandsentwicklung.

Igel an einer Wasserstelle | @ Ralph Sturm @ Ralph Sturm

Igel in Bayern - Ab sofort wieder mitzählen!

Die immer wärmeren Temperaturen locken derzeit die ersten Igel im Freistaat aus ihren Winterquartieren. Deshalb heißt es ab sofort für alle bayerischen Naturfreunde wieder: Igel beobachten und dem LBV melden. Seit 2015 finden die Naturschützer mit dem erfolgreichen Citizen-Science-Projekt „Igel in Bayern“ mehr über den heimlichen Gartenbewohner heraus

Uhu sitzt auf einem dicken Ast eines Baumes, rechts von ihm sind die EU-Sterne in einem Ring zu sehen | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Europas erfolgreichstes Naturschutzgesetz wird 40: Die EU-Vogelschutzrichtlinie

Anlässlich des Inkrafttretens der EU-Vogelschutzrichtlinie vor 40 Jahren zieht der LBV eine gemischte Bilanz. Am 02. April 1979 legte die Richtlinie den Grundstein für einen europaweiten Naturschutz. Doch trotz vieler bisheriger Erfolge müssen auch zukünftig weitere Anstrengungen erfolgen, um einen flächendeckenden Vogelschutz zu garantieren. 

Zwei Grünfinken sitzen am Rand einer hängenden Vogelfutterstelle, ein anderer Vogel kommt gerade herangeflogen | © Ingo Rittscher © Ingo Rittscher

Gartenvögel füttern erlaubt!

Das bald anstehende Brutgeschäft, die Jungenaufzucht und die anschließende Mauser sind für die Vögel mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Wer Spaß daran hat, kann deshalb unsere heimischen Vögel im Garten sowohl jetzt als auch das ganze Jahr über mit Futter anlocken. 

Zwei Haussperlinge sitzen in einer Beerenhecke | © Dieter Hopf © Dieter Hopf

Kein Platz für den Spatz? Weltspatzentag am 20. März

Es gibt immer weniger Platz für den Spatz und der bayerische Charaktervogel ist bedroht. Zum Weltspatzentag am 20. März will der LBV deshalb besonders darauf aufmerksam machen, dass das fröhliche Spatzentschilpen in vielen bayerischen Städten am Verstummen ist.

Bunte Blumenwiese im Ackerland ist, man sieht rechts einen Feldweg, auf der anderen Seite genutztes Ackerland | © Werner Kuhn © Werner Kuhn

Blühstreifen ja, aber richtig

Seit dem überwältigenden Erfolg des „Volksbegehrens Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, für das über 1,7 Millionen Wahlberechtigte im Freistaat unterschrieben haben, werden seit Anfang Februar bayernweit Angebote von Landwirten zu Blühpatenschaften für Bürger beworben. Die Patenschaftsangebote sind gut gemeint aber fraglich für den Artenschutz – LBV fordert Einhaltung fachlicher und finanzieller Kriterien.

Eisvogel sitzt auf einem Ast, darunter steht #PROTECTWATER in großen Lettern | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

375.386 Menschen fordern starkes EU-Recht für sauberes Wasser

In einem Bündnis haben zahlreiche europäische Umwelt- und Naturschutzverbände in den letzten Monaten für eine breite Beteiligung an einer öffentlichen EU-Konsultation zur Bewertung des geltenden EU-Wasserrechts geworben.

Ein Wolf liegt auf Waldboden, den Kopf hat er in die Höhe gestreckt | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Aktionsplan Wolf veröffentlicht

Der heute veröffentlichte „Bayerische Aktionsplan Wolf“ ist aus unserer Sicht eher ein Wolfsabwehr- und -vergrämungsplan als ein praxisorientierter Umgang mit dem nach Bayern zurückkehrenden Beutegreifer. Der Aktionsplan Wolf beinhaltet deutlich zu wenige konkrete Empfehlungen und Optionen für Tierhalter zur Prävention, zu Abläufen im Schadensfall und zum Prozedere bei der Entnahme von Wölfen.

Star sitzt auf einem Nistkasten und hat eine Blume im Schnabel | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Jetzt schnell noch Nistkästen aufhängen

Die Tage werden wieder länger und vielerorts ist das Gezwitscher morgens nicht mehr zu überhören: Mit lautem Gesang haben die Singvögel ihre alljährliche Balz angestimmt. Und damit beginnt auch die Suche nach einem geeigneten Nistplatz für die kommende Brutsaison. Auf ihrer Suche nach einer passenden Bleibe haben viele Vögel zunehmend mit Wohnungsnot zu kämpfen, denn natürliche Brutplätze sind rar.

Junger Luchs schleicht durch den dichten Wald | © Henning Werth © Henning Werth

Luchstötungen: Fall Leo+Leonie strafrechtlich abgeschlossen

Naturschützer anerkennen erfolgreiche Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft und begrüßen Anklage gegen tatverdächtigen Jäger. 2015 entdeckte ein Mitarbeiter des Luchsprojektes  im Bayerischen Wald vier abgetrennte Luchspfoten in der Nähe von Fotofallen.

Steht Artenschutzzentrum auf der Kippe?

In seiner ersten Regierungserklärung hatte der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Frühjahr 2018 ein Leuchtturmprojekt im Naturschutz angekündigt: In Augsburg sollte ein hochwertiges Artenschutzzentrum entstehen.

Zwei Weißstörche im Horst, der gerade von ihnen gebaut wird | © Hans-Peter Schönecker © Hans-Peter Schönecker

Störche noch keine Frühlingsboten

Es klappert wieder von den Dächern: In rund 20 Orten sind die ersten Weißstörche zurückgekehrt. Dieses Klappern zeigt den Besitzanspruch am Nest an und soll Partner anlocken. Allerdings handelt es sich um vorzeitig zurückgekehrte Störche, die wahrscheinlich nur in Spanien überwintert haben.

Haussperlinge bei der Paarung auf einem Ast | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Zum Valentinstag: Vögel und die Liebe

Die Vogelwelt ist ebenso bunt wie die Liebesgewohnheiten ihrer Bewohner. Tatsächlich sind die meisten Vögel ihrem Partner treu und leben biologisch gesehen monogam. Doch genau genommen gehen die meisten nur eine monogame Partnerschaft auf Zeit ein, für einige Jahre oder sogar nur für eine Brutsaison.

Man blickt vom Boden in den Himmel durch die Baumkronen der Nadelbäume hindurch | © Claudia Becher © Claudia Becher

LBV fordert mehr Mittel für Naturschutz

Das Ergebnis der Landtagswahl 2018 und der Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ spiegeln den Wunsch der Bevölkerung Bayerns nach mehr Naturschutz im Freistaat wider. Daher erwartet der LBV bei der heutigen Beratung über den Doppelhaushalt 2019/2020 ein deutliches Signal der bayerischen Staatsregierung für mehr Naturschutz.

Waldkauzpaar im Wald. Einer sitzt in einer Baumhöhle, der andere davor auf einem Ast | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Eulen und Co. auf Brautschau

Mit den ersten Sonnenstrahlen des Jahres erwachen bei den ersten Vögeln schon Frühlingsgefühle: die Balz von Eulen und Greifvögeln hat begonnen. Besonders am Abend können Spaziergänger in diesen Wochen die Rufe der heimischen Eulen hören und erleben. Zurzeit ist besonders der Waldkauz aktiv.

Toter Seeadler auf Strommast | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Noch immer unnötiges Vogelsterben an gefährlichen Strommasten

Zusammen mit dem NABU und der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE e. V.) fordern wir die Umweltministerien der Bundesländer auf, gegenüber den Netzbetreibern durchzusetzen, eine ordnungsgemäße und flächendeckende Sicherung aller vogelgefährlichen Mittelspannungsmasten nach aktuellem Stand der Technik durchzuführen. 

Große Hufeisennase hängt von einer felsigen Decke herab | © Rudi Leitl © Rudi Leitl

„Fledermaushaus Hohenburg - Große Hufeisennase in der Oberpfalz“ ausgezeichnet

Das „Fledermaushaus Hohenburg“ und das Life+-Projekt „Große Hufeisennase in der Oberpfalz“ werden gemeinsam als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Getragen wird das Projekt vom LBV und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Hohenfels, in enger Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach (LPV A.S. e.V.).

Haussperling sitzt auf einem dünnen, schneebedeckten Ast | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Endergebnis Stunde der Wintervögel 2019 in Bayern: Haussperling erobert Platz 1

Zum ersten Mal seit sieben Jahren landete der Spatz (Haussperling) im Freistaat wieder auf Platz 1 bei der 14. „Stunde der Wintervögel“ von LBV und NABU. Insgesamt haben rund 30.500 bayerische Teilnehmer über 827.600 Vögel bei der Mitmachaktion gemeldet Als besonderer Wintergast besuchte der Erlenzeisig Bayern in großer Anzahl und überraschte viele Gartenbesitzer. 

Weißstorch umgeben von einem Hauch Schnee. Er steht auf einem Bein. | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Bayerische Störche im Schnee

Seit Jahren beobachtet der LBV, dass die Zahl der in Bayern überwinternden Weißstörche zunimmt. Im Schnee stehende Störche irritieren immer wieder verdutzte Anwohner. Kälte und Schnee machen den Großvögeln aber kaum etwas aus, da sie die Wärme viel besser speichern können als zum Beispiel kleine Singvögel wie Meisen. Verschlechtert sich das Wetter oder finden die Störche keine Nahrung mehr, weichen sie in einer Winterflucht unterschiedlich weit Richtung Süden aus. Wer einen überwinternden Storch sieht, kann diesen dem LBV melden. Derzeit verbringen rund 300 Weißstörche den Winter im Freistaat.

Ein Wolf steht im Schnee, es schneit | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Erster Wolf in Bayern von Zug überfahren

Wölfe nehmen Fahrzeuge nicht als Gefahr oder Bedrohung war. Dies wurde nun auch einem kürzlich im nördlichen Landkreis Regensburg gefundenen Wolf zum Verhängnis. Nach ersten Untersuchungen des bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) handelt es sich bei dem Totfund an einer Bahnstrecke um einen Wildunfall.

Ein Erlenzeisig scheint im Flug einen Feldsperling anzugreifen, der auf einem Ast sitzt | © Carl-Peter Herbolzheimer © Carl-Peter Herbolzheimer

Zwischenbilanz Stunde der Wintervögel 2019 in Bayern

Der kurzfristige Wintereinbruch im Freistaat hat in den vergangenen Tagen viele Vögel auf der Suche nach Futter in die bayerischen Gärten gebracht. Nach einer ersten Zwischenbilanz liefern sich derzeit Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise ein knappes Rennen um den Spitzenplatz. Auffällig ist ein starker Einflug von Erlenzeisigen.

Ein Rotkehlchen sitzt auf einem verschneiten Baumstumpf | © Frank Derer © Frank Derer

Keine Vögel im Garten?

Wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, etwas für den Naturschutz zu tun, kann den Vorsatz kommendes Wochenende in die Tat umsetzen: vom 4. bis 6. Januar findet die „Stunde der Wintervögel“ in Bayern bereits zum 14. Mal statt. Zusammen mit unserem bundesweiter Partner NABU hoffen wir auf möglichst viele Teilnehmer bei der Vogelzählung.

Sprecher des Volksbegehrens: Richard Mergner (BN), Norbert Schäffer (LBV), Agnes Becker (ÖDP), Ludwig Hartmann (Grüne) | © Matthias Luy © Matthias Luy

Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! nimmt Fahrt auf

Der Startschuss für die zweite Phase des Volksbegehrens Artenvielfalt ist gefallen. Der Trägerkreis ist gegründet, mehr als 100 Bündnispartner haben ihre Unterstützung zugesichert und bayernweit formieren sich derzeit 80 Aktionsbündnisse.

Riedberger Horn im Sommer, der Berg ist grün |  © Henning Werth © Henning Werth

Positive Signale für den Naturschutz

Mit Spannung verfolgte der LBV die Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder, der nach der Wahl angekündigt hatte, deutlich mehr für die Natur im Freistaat zu tun. Die Naturschützer begrüßen die eindeutige Erklärung, die Änderung im Alpenplan rückgängig zu machen und den Alpenplan in Zukunft nicht mehr anzurühren sowie die Ankündigung, das Vertragsnaturschutzprogramm zu verdoppeln.

Rotkehlchen auf einem dicken Ast | © Heinrich Jupke © Heinrich Jupke

Bayerische Schüler kennen keine Vögel mehr

Die Vogelartenkenntnis bayerischer Gymnasiasten ist in den vergangenen zehn Jahren noch schlechter geworden. Das haben Wissenschaftler vom Institut für Didaktik der Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgefunden. Die nun veröffentlichte Studie an knapp 2.000 bayerischen Schülern zwischen 10 und 19 Jahren zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Freistaat immer weniger einheimische Vogelarten erkennen.

Großer Brachvogel steht im Wasser | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Das langsame Sterben der Wiesenvögel

Noch bis zum 14. Dezember verhandeln 190 Staaten über die Umsetzung des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens. Steigende Temperaturen und Wassermangel – die Folgen des Klimawandels treffen nicht nur uns Menschen, sondern auch eine Vielzahl an heimischen Tier- und Pflanzenarten in Bayern. Vor allem Wiesenbrüter, also in Wiesen oder Grünland brütende Vogelarten wie der Große Brachvogel, das Braunkehlchen oder der Kiebitz, haben schwer zu kämpfen.

Fichtenwaldmonokultur | © Peter Bria © Peter Bria

LBV-Tipps für umweltfröhliche Weihnachten

Es weihnachtet wieder in Bayern und wie jedes Jahr quellen danach Mülltüten, Tonnen und Container über: Berge von Geschenkpapier, Lametta und Plastik wandern in den Abfall. Der LBV gibt Tipps für abfallärmere Feiertage und zeigt, dass umweltfreundliche Weihnachten gar nicht so schwierig sind.

Ein Grünfink, ein Kleiber und zwei Feldsperlinge sitzen auf einem Ast | © Kurt Metz © Kurt Metz

LBV ruft zur Wintervogelzählung auf

Nach dem diesjährigen Jahrhundertsommer und Ausbruch des Usutu-Virus in Bayern dürfte die 14. „Stunde der Wintervögel“ besonders spannend werden. „Bisher können wir mangels Daten nur spekulieren, wie sich die Dürre und das Usutu-Virus auf die Vogelwelt ausgewirkt hat. Je mehr Meldungen wir deshalb bei der LBV-Mitmachaktion vom 4. bis 6. Januar 2019 bekommen, umso genauer können wir uns ein Bild von der Lage machen“, sagt Martina Gehret, die LBV-Citizen-Science Beauftragte.

Alter, dicker Baum mit Moos bewachsen im Steigerwald | © Thomas Stephan © Thomas Stephan

Schutzloser Steigerwald: Das Fällen der Starkbäume geht weiter

Zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern, Greenpeace Bayern, der Gregor Louisoder-Stiftung, dem WWF Deutschland und dem Verein Nationalpark Steigerwald kritisieren wir die aktuell begonnenen Holzeinschläge im Hohen Buchenen Wald massiv. Das ist ein Skandal!

Ehrenamtliche auf einer Streuobstwiese | © Thomas Staab © Thomas Staab

Tag des Ehrenamts: Mit Herz und Hand für die Natur vor der Haustür

Zum 32. Mal wird in diesem Jahr am 5.12. der Internationale Tag des Ehrenamtes gefeiert. Im Naturschutz aktiv zu sein, ist für viele Menschen in Bayern Ehrensache. Unseren Ehrenfrauen und Ehrenmännern – um es mit dem Jugendwort des Jahres 2018 zu sagen – ist der Schutz der Naturschätze in Bayern ein Herzensanliegen, für das sie viel Zeit und oft auch viel Geld investieren.

Kalktuffbach im Wald mit wasserfallähnlichen Stufen (LBV-Archivbild) | © Anne Schneider © Anne Schneider

Wertvoller Lebensraum mutwillig zerstört

In einem Wald bei Dittenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde an einem streng geschützten Kalktuffbach der natürliche Quellablauf auf einer Länge von fast 100 Meter zerstört. Die zerstörte Kalktuffquelle zählt zu den wertvollsten der südlichen Frankenalb. Dies hat fatale Konsequenzen für die dort lebende Tier- und Pflanzenwelt.

Hummel | © Michael Schiebelsberger © Michael Schiebelsberger

LBV wird Träger des Volksbegehrens gegen das Artensterben

Wir haben beschlossen, das Volksbegehren „Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben“ intensiv zu unterstützen, nachdem das bayerische Innenministerium dieses am 15. November zugelassen hat. Wir sehen dieses Volksbegehren als einmalige Chance, eine Trendwende beim Artensterben in Bayern herbeizuführen. So würden in Zukunft endlich Hecken, Feldraine und Kleingewässer in unserer bayerischen Landschaft umfassend gesetzlich geschützt werden.

Sperber im Landkreis Cham geschossen

Im Landkreis Cham ist der Polizei erneut ein angeschossener Greifvogel gemeldet worden. Wie das Röntgenbild zeigt, wurde mit einem Luftgewehr auf den Sperber geschossen. Wegen seiner schweren Verletzung der Bauchhöhle musste der Vogel eingeschläfert werden. Aufgrund der Munition geht der LBV davon aus, dass der Jungvogel von einer Privatperson ohne Jagdschein mit einem Luftgewehr angeschossen wurde, vermutlich aus Ärger über den Sperber im Garten.

Banner Egal war gestern | © LBV © LBV

"egal war gestern" Projekte starten

Seit Anfang dieses Schuljahres läuft die zweite Runde des Projekts „egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen“. Aus nahezu allen bayerischen Regierungsbezirken beteiligen sich insgesamt 8 Schulen.  „Mit einer Vielfalt an Projekten starten die Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen aktiv die Umgestaltung ihrer Schule hin zu mehr Nachhaltigkeit“, sagt Laura Ensinger, Projektverantwortliche des LBV.

Schwarze Silhouette eines Mannes auf einem Stand Up Paddling Brett im Sonnenuntergang auf einem See | © pixabay © pixabay

Stand Up Paddling (SUP) gefährdet überwinternde und rastende Wasservögel

Die Trendsportart Stand Up Paddling (SUP) wird immer beliebter und stellt gleichzeitig eine massive Störung von überwinternden und rastenden Wasservögeln dar. Dies zeigt eine vom LBV in Auftrag gegebene Masterarbeit, deren Ergebnisse in Kürze veröffentlicht werden. Zum ersten Mal in ganz Europa wurden dazu wissenschaftliche Daten erhoben und ausgewertet.

Riedberger Horn im Winter, es liegt überall Schnee | © Henning Werth © Henning Werth

LBV und BN beantragen Klageverfahren zur Alpenplanänderung ruhen zu lassen

Im neuen Koalitionsvertrag haben CSU und Freie Wähler vereinbart: Die Änderungen im Alpenplan werden wir rückgängig machen. LBV  und der Bund Naturschutz hatten nach Inkrafttreten der Alpenplanänderung im März 2018, welche die umstrittene Skischaukel am Riedberger Horn ermöglichen sollte, Normenkontrollklage beim bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt. 

Ein Wolf liegt auf Waldboden, den Kopf hat er in die Höhe gestreckt | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Bejagung des Wolfs ist kein Herdenschutz

Wir begrüßen die kürzlich getroffene Entscheidung der EU, Herdenschutz und Kompensation nun zu 100 Prozent fördern zu können. Jetzt ist die bayerische Staatsregierung am Zug, die Herdenschutz-Förderung für betroffene Tierhalter schnellstmöglich und unkompliziert zu ermöglichen.

Eine Haubenmeise kurz vor dem Abflug mit einem Kern im Schnabel an einer Futtersäule | © Ludwig Holl © Ludwig Holl

So füttern Sie Vögel im Winter richtig

Mit den ersten Schneeflocken des Jahres beginnen viele Menschen wieder, die heimischen Vögel in ihren Gärten zu füttern. Für viele Naturfreunde ist es eine liebgewonnene Tradition, aber auch die Vögel freuen sich über ein zusätzliches Nahrungsangebot. „Gerade nach frostigen Nächten suchen Meisen, Finken und Spatzen nach einfachen Futtermöglichkeiten, um ihre über Nacht verlorenen Energiereserven schnell wieder aufzufüllen“, erklärt Martina Gehret vom LBV.

Zwei Fahrzeuge planieren eine Straße | © Thomas Staab © Thomas Staab

Flächenverbrauch in Bayern hat weiter zugenommen

Die Bayerische Staatsregierung kündigt bereits seit Jahren eine Reduzierung des Flächenverbrauchs an. Freiwillige Maßnahmen alleine bringen dabei jedoch keinen Erfolg, wie die neusten Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen: der tägliche Flächenverbrauch ist 2017 sogar noch gestiegen, auf knapp 12 Hektar gegenüber 10 Haktar 2016.

Gipfel des Riedberger Horns Richtung Grasgehren | © Henning Werth © Henning Werth

LBV begrüßt Rücknahme der Alpenplanänderung

Die zukünftige bayerische Staatsregierung scheint den Wunsch der Bevölkerung nach mehr Natur- und Umweltschutz erkannt zu haben. So begrüßt der LBV die im Koalitionsvertrag angekündigte Rücknahme der Alpenplanänderung. „Der LBV hat sich stets für den Alpenplan eingesetzt, daher freuen wir uns über eine Wiederherstellung der Schutzzone C“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

Schulgartenwettbewerb des Referats Umweltbildung | © LBV © LBV

Neues Leben für den Schulgarten

Wir rufen im Schuljahr 2018/2019 zu einem vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Schulgartenwettbewerb auf. Denn nirgends ist der Kontakt mit der Natur so intensiv wie im eigenen Garten: Selbst etwas pflanzen, pflegen und ernten ist eine prägende Erfahrung für jeden Menschen, vor allem für Kinder. Der Wettbewerb richtet sich an alle bayerischen Schulen.

Grünspecht sitzt auf einer grünen Wiese | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

10 Modellgemeinden für Biodiversitätsprojekt ausgewählt

Für das Modellprojekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt – Bayerische Kommunen setzen auf Biodiversität“ sind zehn Teilnehmergemeinden nach einheitlichen Bewertungskriterien ausgewählt worden. Eine Jury, besetzt aus Vertretern der Projektträger, hat 36 Bewerbungen von Gemeinden aus allen Teilen Bayerns geprüft, die sich für den Schutz und die Förderung der Biodiversität auf kommunaler Ebene einsetzen wollen. Am Modellprojekt können nun folgende zehn Gemeinden teilnehmen, für die bis Ende des Jahres 2021 kommunale Biodiversitätsstrategien entwickelt und Maßnahmen umgesetzt werden

Alpenlandschaft beim Murnauer Moos | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

Koalition: Bayerns Natur braucht klare Bekenntnisse

Freie Wähler und CSU verhandeln in den Koalitionsgesprächen am 25.10.2018 über die Themen Natur- und Umweltschutz. Wir fordern klare Bekenntnisse und effektive Maßnahmen zum Schutz der Biologischen Vielfalt in Bayern. Die Rücknahme der Alpenplanänderung, die Ausweisung nutzungsfreier Großschutzgebiete und die Anpassung der Agrarumweltmaßnahmen wären ein starkes Signal, dass die Parteien nicht nur den Wunsch der Bevölkerung nach mehr Naturschutz erkannt haben, sondern sich auch ernsthaft für den Erhalt der einzigartigen Landschaft und Natur in Bayern einsetzen wollen“, so Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender

Ein Bach im Wald mit tief, über dem Wasser hängenden Nadelbäumen | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

So wertvoll können unsere Gewässer sein

Zusammen mit dem Bayerischen Gemeindetag haben wir eine neue Praxisbroschüre für den Schutz von kleineren Fließgewässern im Freistaat vorgestellt. Wir wollen mit diesem Leitfaden ganz praxisnah den bayerischen Kommunen Wege aufzeigen, sowohl etwas für den Erhalt der Biodiversität als auch für den vorsorgenden Hochwasserschutz zu tun.

Jetzt für den Titel „Umweltschule in Europa“ bewerben

Noch einen Monat lang können sich bayerische Schulen wieder um die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ für das laufende Schuljahr 2018/2019 bewerben. Die Schulen sollen dabei zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten und darstellen, wie das Thema Nachhaltigkeit gegebenenfalls noch darüber hinaus im Schulleben verankert ist.

LBV-Delegiertenversammlung 2018 | © Hermann Rupp © Hermann Rupp

LBV im Aufwind

Auf unserer heutigen Delegiertenversammlung in Oberstdorf haben wir eine erfreuliche Zunahme auf nun 95.000 Unterstützer bekanntgegeben. Darüber hinaus bestätigten die über 200 anwesenden LBV-Delegierten auf ihrer Jahreshauptversammlung den bisherigen Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer in seinem Amt.

Igel im Laub | © M. Wagner © M. Wagner

6 Tipps fürs Igel-Winternest

Herbstzeit ist Gartenzeit. Mit ein paar Tipps vom LBV kann jeder Naturfreund für den Igel ein heimeliges Nest für den Tag und vor allem für den anstehenden Winterschlaf vorbereiten. Die stacheligen Gartenbewohner verstecken sich tagsüber in Schlafnestern aus Laub und Gras.

Sonnenstrahlen fallen durch die Bäume in einen Wald | © Frank Derer © Frank Derer

Nach Wahl: Naturschutz in Bayern im Aufwind

Die Ergebnisse der Landtagswahl zeigen, dass Natur- und Umweltpolitik in der bayerischen Bevölkerung stark an Bedeutung gewonnen haben. Wir fordern deshalb von der zukünftigen Landesregierung, diesem Wählerauftrag endlich gerecht zu werden

Igel melden leicht gemacht – Per App

Gerade bei den aktuell so warmen Herbsttemperaturen sind derzeit viele Igel in Bayern unterwegs. Sie sind auf der Suche nach Nahrung, um sich genügend Speck für den anstehenden Winterschlaf anzufressen. Ab sofort kann wieder jeder, der einen Igel sieht, egal ob lebendig oder tot, diesen ganz schnell und einfach mit der Smartphone-App „Igel in Bayern“ dem LBV melden

Feldlerche steht auf sandigem Untergrund und ist gut getarnt | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

Zusammen mit unserem bundesweiter Partner NABU haben wir die Feldlerche (Alauda arvensis) zum „Vogel des Jahres 2019“ gewählt. Mit der Auswahl verbinden wir die Forderung nach einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik. Auf den Star, Vogel des Jahres 2018, folgt ein weiterer Vogel der Agrarlandschaft.

Eine Honigbiene auf einer gelben Blüte | © Andreas Hartl © Andreas Hartl

Insektenschutz – Bayerns Politik ist gefordert

Der LBV begrüßt die heutigen Vorschläge von Bundesumweltministerin Schulze für ein spezielles Insektenschutzprogramm. „Auch in Bayern muss die Politik endlich handeln“, fordert der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Das Problem des Insektensterbens ist mittlerweile in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen.

Ein wilder Bach mit vielen Steinen im herbstlichen Wald | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

#ProtectWater: Verbände in allen EU-Ländern starten Kampagne für den Erhalt der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Hundert europäische Umwelt- und Naturschutzverbände, darunter auch der LBV, starten heute bis zum 4. März 2019 eine gemeinsame Kampagne, um Bürgerinnen und Bürgern in allen EU-Mitgliedsstaaten den Wert einer starken europäischen Gesetzgebung zum Schutz unserer Gewässer und unseres Grundwassers mit alltagsnahen Botschaften und Bildern vor Augen zu führen.

LBVler auf der Demo Mia ham's satt mit vielen Bannern und Beachflags vom LBV in blau | © LBV © LBV

18.000 Menschen bei Großdemonstration Mia ham's satt

Unter dem Motto „Mia ham’s satt“ demonstrierten eine Woche vor der Landtagswahl 18.000 Menschen auf Münchens Straßen gemeinsam mit einem Bündnis aus über 80 Organisationen für eine ökologische, tiergerechte, bäuerliche Landwirtschaft und gesundes Essen, für nachhaltige Mobilität, für saubere Luft und Klimaschutz, lebenswerte Städte und den Erhalt unserer vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.

Starenschwarm im Abendrot | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Naturschauspiel Starenschwärme

Derzeit ist der herbstliche Vogelzug in vollem Gange und so bietet sich fast täglich die Gelegenheit, Schwalben, Drosseln oder mit Glück auch mal Kraniche auf der Durchreise durch Bayern in die südlichen Überwinterungsquartiere zu sehen. Die spektakulärsten Flugformationen bilden die Stare, deren riesige schwarze Schwärme aus etwas Entfernung wie eine große, synchron-wabernde Wolke aussehen.

Wie viel Natur steckt in Bayerns Politik?

Insektensterben, Flächenverbrauch, Alpenschutz – Die Natur in Bayern steht vor großen Herausforderungen. Der LBV hat deshalb beim Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) unter Leitung von Prof. Werner Weidenfeld eine Analyse der Wahlprogramme der größten neun Parteien in Auftrag gegeben. Die Studie hat untersucht, wie ernst die Parteien, die um den Einzug in den bayerischen Landtag kämpfen, ihre Verantwortung für Natur und Artenvielfalt nehmen.

Riedberger Horn im Sommer | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Nächster Angriffsversuch aufs Riedberger Horn

Die Versuche, den Skitourismus im geschützten Gebiet am Riedberger Horn weiter voranzutreiben nehmen kein Ende. Nun hat das Landratsamt Oberallgäu den Neubau der Hörnlebahn im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn genehmigt. Dies stellt einen neuerlichen Angriff auf die Natur und Artenvielfalt in einem ökologisch einzigartigen Gebiet dar.

Sechs Weißwangengänse im Flug am blauen Himmel | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

Höhepunkt des Vogelzugs erleben

Rund um das erste Wochenende im Oktober am 05. und 06.10. lädt der LBV bayernweit zum Birdwatch ein. Auf 27 Exkursionen können Naturfreunde im gesamten Freistaat das Schauspiel des jährlichen Vogelzugs live miterleben. Im Mittelpunkt dieses größten Vogelbeobachtungsereignisses der Welt stehen etwa 200 Millionen deutsche Brutvögel, die sich alljährlich auf den Weg nach Südeuropa oder Afrika machen.

Fertiger Staren-Nistkasten liegt auf einem Tisch, darauf steht ein Name (Mayla) und ein gemalter Star | © memo AG © memo AG

LBV und memo AG beschließen Partnerschaft

Der LBV und die memo AG arbeiten in Zukunft als Kooperationspartner zusammen. Mit dem gemeinsamen Ziel, der aktuellen und zukünftigen Generation wichtige Kompetenzen und Werte zugunsten von mehr Umwelt- und Naturschutz zu vermitteln, stellen die beiden Partner das Thema Umweltbildung für Kinder und Erwachsene in den Mittelpunkt. Startschuss für die Zusammenarbeit war ein Umweltbildungstag für die Kinder der memo Mitarbeiter am 21. August.

Mia ham's satt!

Eine Woche vor der Landtagswahl – am 6. Oktober – geht der LBV gemeinsam mit den bayerischen Bürgerinnen und Bürgern in München auf die Straße. Weil Naturschutz und Nachhaltigkeit in der Landtagswahl so gut wie keine Rolle spielen, demonstrieren wir für eine ökologische, tiergerechte und bäuerliche Landwirtschaft und gesundes Essen; für saubere Luft und Klimaschutz, lebenswerte Städte und den Erhalt unserer vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.

Neuntöter-Jungvogel auf einem Ast | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

LBV-Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

Wie ernst nehmen die Parteien des Bayerischen Landtags ihre Verantwortung für Natur und Artenvielfalt? Dies hat eine vom LBV in Auftrag gegebene Studie untersucht. Bewertungsgrundlage sind die 7 Forderungen für die Natur in Bayern, die der LBV anlässlich der Landtagswahlen an die Parteien gestellt hat. Auf der Podiumsdiskussion mit ihren Vertretern wird der LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer über diese Ergebnisse sprechen.

Rauchschwalben sitzen auf einer Stromleitung | © Nadia Baumgart © Nadia Baumgart

Auf Wiedersehen Schwalben

Nach einem alten Sprichwort heißt es „An Maria Geburt fliegen alle Schwalberl furt“. Maria Geburt ist am 8. September und so können Naturfreunde seit einigen Tagen tatsächlich beobachten, wie sich die Rauch- und Mehlschwalben in ganz Bayern sammeln. Bald lassen sie den Freistaat hinter sich und ziehen Richtung Afrika. 

Eine Nachtaufnahme einer Waldbirkenmaus nahe dem Riedberger Horn | © Jonas Gillich © Jonas Gillich

Spektakulärer Nachweis der Waldbirkenmaus nahe Riedberger Horn

Nach vielen tausend Auslösungen durch Kleintiere und Vögel fotografierte eine Wildtierkamera am 13.8.2018 eine Waldbirkenmaus (Sicista betulina) im Gebiet des Riedberger Horns. Die Waldbirkenmaus zählt deutschlandweit zu den seltensten Kleinsäugerarten und ist vom Aussterben bedroht.

Trister Acker | © Natascha Neuhaus © Natascha Neuhaus

Eigentumspakt schwächt Naturschutz

Der LBV kritisiert den „Pakt zum land- und forstwirtschaftlichen Eigentum“, der gestern von der Bayerischen Staatsregierung sowie land- und forstwirtschaftlichen Interessensvertretern unterzeichnet wurde. Der Naturschutz wird mit diesem Pakt massiv geschwächt.

Gelbbauchunke im Wasser | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Wie überleben Wechselkröte und Co. ohne Regen?

Unter dem extremen Sommer dieses Jahr hat besonders eine der in Bayern wohl am stärksten bedrohten Tiergruppen gelitten: Amphibien. Beinahe dreiviertel der 20 im Freistaat vorkommenden Amphibienarten stehen auf der Roten Liste. Neben Lebensraumverlust, illegal ausgesetzten Fressfeinden und Pestiziden, hatten die bayerischen Amphibien dieses Jahr auch mit der wochenlangen Trockenheit und Hitze zu kämpfen.

Gelbhansekopf bei Balderschwang | © LBV © LBV

Gigantisches Bike-Valley in Balderschwang geplant

Nach dem beabsichtigten Bau eines Schneiteichs im sensiblen Moorgebiet bei Grasgehren soll es nun auch der anderen Balderschwanger Talseite in Sichtweite des Riedberger Horns an den Kragen gehen. So liegen dem LBV aktuell Pläne zum Bau eines gigantischen Bike-Parks am Gelbhansekopf / Balderschwang vor. Geplant ist der Trassenausbau von mindestens 25 Kilometern.

Rauhhaut-Fledermaus auf der Hand | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

Batnight 2018: Die Herrscher der Nacht hautnah erleben

Rund um das letzte Augustwochenende am 25. und 26.08. lädt der der LBV bereits zum 22. Mal im Rahmen der Europäischen Batnight dazu ein, die Welt der nächtlichen Himmelsstürmer mit allen Sinnen kennenzulernen und dabei mehr über die Tiere zu erfahren. Bei den insgesamt 31 verschiedenen bayernweiten Veranstaltungen ist garantiert für jeden etwas dabei: Exkursionen mit dem Bat-Detektor, Fledermausinfostände oder Feste mit Spiel und Spaß für Groß und Klein.

Singende Amsel auf Ast | © Karl Stolz © Karl Stolz

Vogelvirus in Großraum Nürnberg nachgewiesen

Seit Ende Juli werden uns vermehrt tote Amseln, aber auch andere Singvögel im Großraum Nürnberg gemeldet. Nun hat sich die Vermutung bestätigt, dass es sich um einen Ausbruch des Usutu-Virus handelt. 

Schwarz Alpensalamander steht auf einem Stein | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning

Natur- und Klimaschutz wird weggebaggert

Das Landratsamt Oberallgäu hat nun überraschend den Bau eines neuen Speicherbeckens für die Kunstschneeproduktion im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn genehmigt. Die Planungen sind dabei nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht kritisch zu bewerten, da das Projekt in einem sensiblen Moorgebiet realisiert werden soll. Es wird somit massive Auswirkungen auf schützenswerte Lebensräume und Arten wie das Birkhuhn oder den Raufußkauz haben.

Zwei Ackerhummeln sitzen sich an einer Blume gegenüber | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Erste Bilanz zum zweiten Teil des Insektensommers

Die Ackerhummel führt aktuell die bayerische Liste der am häufigsten gemeldeten Insekten beim zweiten Teil der Mitmachaktion „Insektensommer“ von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU im August an. Auf Platz zwei bis fünf folgen die Honigbiene, der Kleine Kohlweißling, der Große Kohlweißling und der Kleine Fuchs.

Junger Mauersegler mit Albinismus sitzt auf dem Boden | © Sonja Dölfel © Sonja Dölfel

Vogel-Sensation: Albino-Mauersegler

Die Mauersegler-Kolonie am Schloss Ratibor in Roth (Mittelfranken) hat eine echte Sensation zu vermelden. Dort wurde jetzt bei den regelmäßigen Nestkontrollen durch den LBV ein Albino-Mauersegler entdeckt. Seit der Ansiedlung der Zugvögel dort vor 34 Jahren ist der komplett weiße Jungvogel der erste seiner Art.

Wassergraben in strukturreichen Ufern | © Ralph Sturm © Ralph Sturm

10 Punkte Programm für Bayerns Gewässer

Nach wie vor sind Gewässer und Grundwasser in Bayern nicht in einem Zustand, wie es die Wasserrahmenrichtlinie und die Nitratrichtlinie der EU vorsehen.  Gemeinsam haben die Bayerischen Flussallianzen, der BUND Naturschutz, der LBV, der Landesfischereiverband und WWF Deutschland einen aktuellen Forderungskatalog erarbeitet.

eine Gruppe von Weißstörchen auf Nahrungssuche auf einer frisch gemähten Wiese | © Heidi Källner © Heidi Källner

Wohin fliegen Bayerns junge Weißstörche?

Die ersten jungen Weißstörche stehen bereits in den Startlöchern für ihre erste Reise von Bayern in das Winterquartier. So sind die Zugvögel derzeit öfter in Gruppen auf Feuchtwiesen zu beobachten. Mithilfe von Satellitensendern will der LBV herausfinden, wohin die bayerischen Jungstörche fliegen. Seit 2014 werden deshalb regelmäßig junge Störche besendert.

Graues Langohr (Fledermaus) wird mit einem Handschuh getragen | © Andreas Zahn © Andreas Zahn

Fledermäuse und Hitze

Die hochsommerlichen Temperaturen bedeuten eine Leidenszeit für viele Fledermäuse in Bayern. Als Auswirkung der Hitzewelle können jetzt wieder verunglückte Jungtiere gefunden werden. Wie 2015 sind dabei vor allem Fledermäuse betroffen, die an oder in Gebäuden ihr Quartier haben und dort in tödliche Hitzefallen geraten.

Wespe sitzt links auf einigen Waben | © Manfred Waldhier © Manfred Waldhier

Mit Wasserzerstäuber gegen lästigen Wespenbesuch

Die bisherige Trockenheit und Hitze sind für ein gutes Wespenjahr verantwortlich. Doch erst jetzt ab August steuern die gelb-schwarzen Insekten verstärkt immer häufiger vor allem Obstkuchen, Saft und Eis an. Der Genuss von süßen Speisen unter freiem Himmel kann deshalb schnell unangenehm werden. Aber: die Begegnung mit den ungebetenen Gästen ist kein Grund zur Panik. Der LBV gibt hilfreiche Tipps, wie man sich bei Wespenbesuch richtig verhält und sich effektiv vor Stichen schützen kann.

Königssee in Berchtesgaden | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Nationalpark als Erfolgsmodell für den Naturschutz

Der Nationalpark Berchtesgaden repräsentiert mit seinem 40-jährigen Bestehen ein Erfolgsmodell für den bayerischen Naturschutz. Diese Flächen sind ein unverzichtbarer Baustein beim Schutz unserer biologischen Vielfalt und zeigen zugleich Bayern von seiner besten Seite.

Mittelspecht | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Verpasste Chance für Bayerns Natur

Der bayerische Ministerrat hat heute auf der Zugspitze zur Ausgestaltung der von Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung angekündigten „Naturoffensive“ getagt. Die angekündigten Millioneninvestitionen sind aber keine Verbesserung für Bayerns bedrohte Artenvielfalt.

Zeugnis Markus Söder

Zwischenzeugnis für den Ministerpräsidenten

Am Tag, an dem Millionen bayerischer Schüler ihr Zeugnis erhalten, stellen auch wir dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ein Zwischenzeugnis im Auftrag der Natur in Bayern aus. Insgesamt mühte sich der Regierungschef zwar in verschiedenen Bereichen, Punkte für die biologische Vielfalt zu sammeln, doch war er damit meist nicht erfolgreich.

Tote Rohrweihe auf einem Feld, daneben das vergiftete Fleischstück | © Franz Wagner © Franz Wagner

Rohrweihe mit gefährlichem Giftköder getötet

Schon wieder ist ein seltener Greifvogel in Bayern Opfer von Artenschutzkriminalität geworden. Östlich von Wallersdorf-Altenbuch im Landkreis Dingolfing-Landau wurde dem LBV eine tote Rohrweihe gemeldet. Die Weihe starb einen qualvollen Erstickungstod durch das hochtoxische Kontaktgift Carbofuran.

Goldfische im Teich | © Birgit Helbig © Birgit Helbig

Ausgesetzte Tiere gefährden heimische Artenvielfalt

Da sich viele Haustierhalter nicht rechtzeitig darum kümmern, steigt gerade zu Beginn der Ferienzeit die Anzahl der Tiere, die die heimische Artenwelt unfreiwillig ergänzen und dabei teils ernsthaft gefährden. Kurz vor der Abreise in den Urlaub werden im Freistaat auch Haustiere wie Goldfisch oder Schildkröte flugs ausgewildert und richten dann großen Schaden unter den heimischen Tierarten an.

Schwalbenschwanz an einer roten Blüte, man sieht ihn seitlich | © Günter Kaufmann © Günter Kaufmann

Zweiter Teil des Insektensommers startet

Das große Krabbeln und Flattern, Teil zwei, startet: Vom 3. bis zum 12. August ruft der LBV und sein deutschlandweiter Partner NABU unter dem Motto „Zählen, was zählt“ zur zweiten Aktionswoche der bundesweiten Insektenzählung auf. Kernarten sind die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, der Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Ackerhummel, die Holzbiene, die Libellenart Blaugrüne Mosaikjungfer, die Heuschrecke Grünes Heupferd und die Streifenwanze.

32 Kindertageseinrichtungen ausgezeichnet

Die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Kerstin Schreyer hat 32 nordbayerische Kindertageseinrichtungen mit dem Titel „ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ ausgezeichnet. Das Projekt „ÖkoKids“ wird vom LBV bereits seit acht Jahren mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Umweltministeriums durchgeführt.

Banner Egal war gestern | © LBV © LBV

Erfolgreicher Abschluss des ersten Projektjahres „Egal war gestern“

Das schulische Müllsystem neuorganisieren, die Coffee-to-go-Becher abschaffen, einen nachhaltigen Pausenverkauf auf die Beine stellen, Nisthilfen bauen oder eine "chill out"-Ecke aus Upcycling-Materialien errichten: so vielfältig sind die Nachhaltigkeitsprojekte, die im Schuljahr 2017/18 von den Teilnehmerschulen des LBV-Umweltbildungsprojekts „egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen“ in die Tat umgesetzt werden.

Amsel im Wasserbat | © Adalbert Birkhofer © Adalbert Birkhofer

Badespaß für Vögel

Sommer, Sonne und auch die kommenden Tage kaum Regen weit und breit - perfektes Badewetter für ganz Bayern. Doch wie ergeht es bei dieser andauernden Hitze unseren heimischen Gartenvögeln? Durch das anhaltend heiße und trockene Wetter sind viele natürliche Wasserstellen wie Pfützen und Gräben ausgetrocknet. Eine Tränke bietet Trink- und Bademöglichkeit. Der LBV gibt Tipps und wichtige Grundregeln.

Gänsegeier im Flug | © Henning Werth © Henning Werth

Gänsegeier wieder über Bayern gesichtet

Nach dem erfolgreichen Aufstieg das Gipfelpanorama bei einer guten Brotzeit genießen, was gibt es schöneres? Ganz klar, ein Gipfelpanorama mit einer Gruppe Gänsegeier die über einen hinwegfliegen. So geschehen am Samstag in den Allgäuer Hochalpen rund um das Nebelhorn.

Betonflut statt Naturvielfalt - Volksbegehren Flächenfraß unzulässig

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof sein Urteil zum Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“ bekannt gegeben. Aus formalen Gründen lehnten die Richter den vorgeschlagenen Gesetzesentwurf als unzulässig ab. Ein schwarzer Tag für Bayerns Natur.

Brachvogel im Flug mit Sender | © Wolfgang Nerb © Wolfgang Nerb

Mit Hightech-Solarrucksack auf Reisen

Der Große Brachvogel ist in Bayern vom Aussterben bedroht. Noch knapp 500 Brutpaare des unscheinbar gefärbten Vogels mit dem langen, gebogenen Schnabel sind im Freistaat zuhause. Dass der Rückgang nicht noch dramatischer ausfällt, liegt einzig daran, dass Brachvögel sehr alt werden können. Der so wichtige Bruterfolg hingegen ist in vielen Gebieten besorgniserregend gering.

Rotvieh mit Kalb | © Julia Römheld © Julia Römheld

Marktplatz der biologischen Vielfalt

Im neuen Modellprojekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt – Bayerische Kommunen setzen auf Biodiversität“ sollen zehn Gemeinden bis Ende 2021 bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer eigenen kommunalen Biodiversitätsstrategie unterstützt werden. Alle kreisangehörigen Gemeinden, Märkte und Städte sind aufgerufen, am Projekt teilzunehmen.

Igel im Gras bei Nacht | © Norbert Parmantye © Norbert Parmantye

Tödlicher als der Sensenmann

Bayerns Igel leben gefährlich. Selbst in ihren „Schlafzimmern“ im Garten sind sie nicht mehr sicher. Ihre übermächtigen Gegner: motorisierte Gartenwerkzeuge wie Mähroboter und Fadenmäher. Durch Rasenroboter haben kleine Säugetiere wie Igel, aber auch Blühpflanzen, Insekten, Amphibien und Spinnentiere keine Chance im Garten zu überleben.