Bayerns letzte Wiedehopfe

Früher war der Wiedehopf weit verbreitet - heute ist er vom Aussterben bedroht. Neben geeigneten Brutplätzen mangelt es dem Höhlenbrüter vor allem an Insektennahrung. Der Wiedehopf ist auf offene Landschaften und kurzer Vegetation angewiesen. Sein Lebensraum sind nachhaltig bewirtschaftete Weideflächen, Weinberge, Streuobstwiesen oder Sandgruben. Auf dem Speiseplan des Wiedehopfs stehen Grillen, Engerlinge und größere Schmetterlingsraupen. Der Schlüsselfaktor für sein Überleben ist also das Zusammenspiel von Lebensraum und Nahrung.
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Demnach haben Nisthilfen vor allem dort Erfolg, wo beispielsweise Großinsekten wie die Maulwurfsgrille oder Feldgrillen vorkommen. Diese Insekten bilden laut einer Untersuchung knapp 70 Prozent der Nahrung für Jungvögel. Vor allem unsere Ortsgruppen in Mainfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz haben in der Vergangenheit viele Nisthilfen angebracht.

Parallel dazu bringen wir verschiedene Akteure zusammen, die den Wiedehopf gemeinsam schützen. So haben wir mit Unterstützung des „Bayerischen Landesamts für Umwelt“ eine Zusammenarbeit mit den „Bundesforsten“ umgesetzt. Diese sind zuständig für die Truppenübungsplätze, die für den Wiedehopf geeignete Lebensräume und Nahrung bieten.

Nisthilfen

Nisthilfen | © P. Pria © P. Pria
Nisthilfen für den Wiedehopf

In Mainfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz haben wir in den vergangenen Monaten zahlreiche Nisthilfen angebracht. Der Wiedehopf war hier früher häufig und die ehemaligen Brutplätze sind gut bekannt. Vor allem Sreuobstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum.

Optimal sind nach Süd-Ost ausgerichtete Böschungen mit Nisthilfen. Durch Menschen verursachte Störungen beeinflusst aber das Brutverhalten des Wiedehopfs. Er reduziert dadurch seine Fütterungsflüge und weniger Jungvögel überleben die Aufzucht. Während der Brutzeit sind Störungen absolut zu vermeiden.

Flächenankauf und -pflege

Streuobstwiese | © P. Pria © P. Pria
Flächenankauf schafft Lebensraum

Flächenankauf ist nach wie vor das beste Mittel, um Lebensräume dauerhaft zu schützen. Im Rahmen unseres Arche Noah Fonds kaufen wir deshalb laufend Biotopflächen in Bayern an. Finanziert werden diese Ankäufe durch Spenden und Zuschüsse. Auf all unseren Flächen hat die Natur Vorrang, das heißt hier gibt es kein Gift und keine Düngung! So können wir langfristig unsere bedrohte Umwelt erhalten - auch für die nächsten Generationen.

In den letzten 30 Jahren konnte der ARCHE NOAH FONDS über 3.000 Hektar durch Kauf und Pacht schützen. Aber nicht nur der Ankauf ist wichtig, sondern auch die Pflege und Betreuung der Schutzgebiete. Darunter sind viele Flächen mit Magerrasen, Streuobstwiesen oder Waldränder mit Höhlenbäumen, der der Wiedehopf als Brutplatz nutzt.

Vogelauffangstation Regenstauf

Regenstauf | © W. Nerb © W. Nerb
Vogelauffangstation Regenstauf

In der Vogelauffangstation des LBV werden verletzte Vögel gesund gepflegt und verwaiste Jungvögel aufgezogen. Unser Ziel ist, die Tiere baldmöglichst wieder in die Freiheit zu entlassen. Unser "Vogel-Krankenhaus" gibt es in Regenstauf seit über 25 Jahren. Rund 1.000 Patienten haben wir alleine im letzten Jahr versorgt.

Die Verbindung einer Vogelauffangstation mit einer staatlich anerkannten Umweltstation ist bayernweit einmalig! Hier können unsere Besucher die Arbeit des LBV unmittelbar kennenlernen. Sie erfahren, warum bestimmte Vogelarten immer seltener werden und was der Mensch dagegen tun kann.

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Wiedehopf | © H. Henderkes © H. Henderkes
Im Einsatz für den Wiedehopf
  • Mit 30 Euro können wir einen Nistkasten im Jahr betreuen und kontrollieren.
  • Mit 60 Euro können wir einen alten Streuobstbaum pflegen und erhalten.
  • Mit 250 Euro können wir rund 125 Quadratmeter wertvoller Biotopflächen ankaufen.

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LBV-Spendenkonto:

DE28 7645 0000 0750 9060 34

Verwendungszweck: Wiedehopf

Alexander Stark

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