Erster Bayerischer Wintervogelatlas
Unterstützung für die finale Saison 2026/27 gesucht
Um mehr über die Verbreitung unserer heimischen Vögel in der Winterzeit zu erfahren, schaffen wir zusammen mit der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. (OG) ein Mitmachprojekt für Vogelbegeisterte. Ziel ist es, mehr über unsere heimischen Vögel im Winter zu erfahren. In unserem Online-Anmeldeformular können Sie sich ab sofort eine Fläche in Bayern zum Kartieren reservieren. Zudem können Sie seit diesem Jahr erstmal die Ergebnisse auf einer Karte ansehen.
Was ist der Bayerische Wintervogelatlas?
Wer gezielt Vögel schützen will, braucht konkrete Informationen!
Ornithologische Erfassungen konzentrieren sich meist auf das Sommerhalbjahr und auf Brutvögel. Über die in Bayern vorkommenden Vogelarten zur Winterzeit ist dagegen – bis auf einzelne Arten wie Wasservögel oder Kormorane – erstaunlich wenig bekannt. Häufige Arten sind bei den Erfassungen zudem meist unterrepräsentiert. Klimawandel und Lebensraumverluste werfen aber zunehmend neue Fragen auf. Effektive Schutzmaßnahmen fußen auf genauen Erkenntnissen, unter anderem zu Zug- und Überwinterungsverhalten und damit einhergehenden Überlebensbedingungen.
Daher haben der LBV gemeinsam mit der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. 2023 das Projekt „Erster Bayerischer Wintervogelatlas“ ins Leben gerufen. Dieses deutschlandweit einmalige Mitmachprojekt geht 2026/27 in die Endrunde und wir suchen noch engagierte Naturbegeisterte, die Lust auf Vogelbeobachtung zur Winterzeit haben.
Besonders dringlich ist in der letzten Saison die Mobilisierung aller Kräfte, um die Flächen zu kartieren, die bislang noch gar nie erfasst wurden. Wer also örtlich flexibler ist, kann sich beim Schließen dieser Lücken am sinnvollsten einbringen (siehe auch Wie kann ich am sinnvollsten helfen?).
Danke an alle, die bereits mitgewirkt haben!
Das Projekt wird seit 2024 vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.
Wer kann mitmachen?
Jede und jeder, der oder die sich für die heimische Vogelwelt interessiert, die häufigsten Arten unterscheiden kann und sich fit fühlt für einen Spaziergang in der Winterlandschaft ist herzlich willkommen mitzumachen! Doch Achtung: Vogelbeobachtung kann süchtig machen und trägt nachgewiesenermaßen zum Wohlbefinden bei!
Es ist nicht schlimm, nicht jeden Vogel erkennen zu können. Vielmehr geht es gerade auch um die häufigen Arten, die bei vielen Meldungen weniger Beachtung finden. Daher: Nur Mut, wir freuen uns über alle Beobachtungen!
Für noch Unsichere bieten wir auch Einführungsveranstaltungen an und jede Menge Tipps zur Vogelbestimmung.
Übersicht über die 30 häufigsten Wintervögel
Online-Kurs: 12 häufige Wintervögel kennenlernen
Wie kann ich Beobachtungen melden?
Online per Website oder App
Über die gesamte Wintersaison von 15. November bis 15. Februar können beobachtete und verhörte Vogelarten ohne Voranmeldung einfach über Ornitho.de oder die NaturaList-App gemeldet werden. In diesem Zeitraum fließen alle Meldungen der beiden Plattformen in den Wintervogelatlas.
Die NaturaList-App findet sich kostenfrei im Google-Play- und Apple-Store und eine Anleitung zur NaturaList-App gibt es hier: Anleitung NaturaList
Per Papiererfassung
Alternativ können auch die hier zum Herunterladen verfügbaren Papiererfassungsbögen ausgedruckt und mit Angabe der Kartierfläche (= Quadranten), in dem die Arten beobachtet worden sind, ausgefüllt werden. Eine Kopie der Bögen (Original bitte behalten) kann an wintervogelatlas@lbv.de oder per Post versendet werden an:
LBV - Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.
Lisa Schenk
Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
Wichtig ist, dass die Meldungen zu einem Datum, Uhrzeit und einem Standort (Quadranten) zugeordnet werden können. Die Zuordnung funktioniert bei Ornitho.de und NaturaList automatisch über den Standort der Meldung.
Links Online-Meldung
Veranstaltungen zum Einstieg
Online-Termine:
- Einstieg– Wie mitmachen?
(Inkl. Einführung NaturaList-App zur Eingabe von Beobachtungen)
- Dienstag, 10.11.2026, 19:00
- Freitag, 27.11.2026, 19:00
- Online-Sprechstunde
- Donnerstag, 19.11.2026, 19:00-19:30
- Donnerstag, 26.11.2026, 19:00-19:30
- Freitag, 04.12.2026, 19:00-19:30
- Freitag, 11.12.2026, 19:00-19:30
- Donnerstag, 17.12.2026, 19:00-19:30
- Individuelle Termine auf Anfrage
Anmeldung über wintervogelatlas@lbv.de
Nach der Anmeldung erhalten Sie per E-Mail zeitnah einen Link zur Teilnahme.
Präsenztermine:
- Geführte Exkursion Wintervogelatlas
Samstag, 07.11.2026, um 09:00 Uhr. Regensburg, Seidenplantage auf den Winzerer Höhen
Anmeldung über thomas.aumer@lbv.de
Wie kann ich am sinnvollsten helfen?
Als Grundlage für den Wintervogel-Atlas ist die Erfassung der Anwesenheit (Präsenz) einer Art in Bayern in sogenannte Quadranten (quadratische Flächen von 1 x 1 km unterteilt). Im letzten Projektwinter 2026/27 liegt unser Hauptaugenmerk auf den „Blankstellen“, also Flächen, die bislang kaum oder gar nicht begangen wurden, um möglichst flächendeckende Ergebnisdaten zu erhalten. Dort wäre Unterstützung für diese Flächen am hilfreichsten! Machen Sie also mit bei der „Jagd“ zum Schließen der Lücken und beobachten Sie täglich online Ihre Wirkung!
Beteiligen können Sie sich über zwei Wege: Entweder ohne ein festes Gebiet oder über die Bearbeitung und Reservierung eines Quadranten. Es steht Ihnen natürlich auch frei, beide Varianten zu kombinieren.
Wer ohne festes Gebiet draußen unterwegs ist und eine Vogelbeobachtung macht, kann diese einfach melden (siehe Wie kann ich Beobachtungen melden?). Das gilt sowohl für Meldung einzelner Arten, in den Gebieten wo Artnachweise fehlen, als auch für sogenannte Beobachtungslisten, die für uns besonders wertvoll sind.
Warum sind Beobachtungslisten so wichtig?
Eine Beobachtungsliste ist eine Liste von Arten, die in einem Gebiet an einem angegebenen Tag zwischen Start- und Endzeit erfasst worden sind.
Dafür werden über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde alle beobachteten und gehörten Vogelarten gemeldet – also auch die häufigen Arten, wie Buchfink, Amsel und Kohlmeise, die einzeln oft nicht gemeldet werden und für die deswegen noch die meisten Verbreitungsdaten fehlen.
Wo kann überall gemeldet werden?
Einzelmeldungen und Beobachtungslisten können überall in Bayern gemeldet werden. Um zu sehen, wo noch dringend Daten gebraucht werden und ob es in Ihrer Nähe noch Datenlücken gibt, lohnt es sich, in die verlinkte Karte der Zwischenergebnisse im jeweiligen Regierungsbezirk zu sehen, um auf die Jagd nach den Lücken zu gehen. In manchen Regionen fehlen noch Nachweise zu den häufigsten Arten.
Die verlinkten Karten zeigen tagesaktuell farblich, wo bisher seit 2023 wie viele Arten gemeldet worden sind (dunklere Färbung = mehr gemeldete Arten). Klickt man auf eine Kartierfläche (Quadranten), bekommt man zusätzlich Textinformationen, welche Arten vor Ort schon erfasst worden sind:
Zeitaufwand: zwei Begehungen zu je 5 – 6 Stunden pro Quadrant im
- Frühwinter (15. November – 31. Dezember) und im
- Hochwinter (1. Januar – 15. Februar)
Dafür können Sie auf der Bayernkarte einen (oder gerne auch mehrere) grünen Quadranten (Kartierflächen) auswählen, den Sie in der kommenden Zeit zweimal begehen. Teilbegehungen ohne Reservierungen sind jederzeit überall in Bayern möglich (siehe Variante 1: jederzeit und überall ohne festes Gebiet).
Wer alleine oder gemeinsam mit anderen einen Quadranten bearbeiten möchte, kann sich in der interaktiven Bayernkarte durch Anklicken einen (oder auch gerne mehrere) grünen Quadranten reservieren und kartieren (siehe Wie kann ich eine Kartierfläche für mich reservieren?).
Wie genau und wann soll kartiert werden?
Man sollte sich für die Kartierung jeweils im Frühwinter (15. November – 31. Dezember) und im Hochwinter (1. Januar – 15. Februar) mindestens 5-6 Stunden Zeit je Quadrant nehmen. Bevorzugt im Dezember und Januar, da dann sehr späte Wegzügler und frühe Rückzügler nicht erfasst werden. Eine Kartierung aufgeteilt auf verschiedene Tage ist möglich. Genaue Termine sind aber nicht vorgegeben, um auf die Witterung Rücksicht nehmen zu können. Im gewählten Quadranten sollten alle größeren Lebensräume begangen werden. Gibt es im Quadranten z.B. Gewässer, Sieglung, Wald und Offenland, sollte die Kartierung zumindest anteilig in diesen Bereichen stattfinden. Die jeweiligen Routen kann man dabei selbstverständlich selbst wählen.
Hier ein Beispiel für mögliche Routen durch die verschiedenen Lebensräume innerhalb eines Quadranten:

Wie soll gemeldet werden?
Die Erfassungen für Quadranten werden als Beobachtungslisten gemeldet.
Eine Beobachtungsliste ist eine Liste von Arten, die in einem Gebiet an einem angegebenen Tag zwischen Start- und Endzeit erfasst worden sind. Dafür werden über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde alle beobachteten und gehörten Vogelarten gemeldet – also auch die häufigen Arten, wie Buchfink, Amsel und Kohlmeise, die einzeln oft nicht gemeldet werden und für die deswegen noch die meisten Verbreitungsdaten fehlen. Die Listen geben uns im Unterschied zu Einzelmeldungen zusätzlich Informationen darüber wie häufig welche Vogelarten wo in Bayern anzutreffen sind.
Nach etwa einer Stunde Begehung sollte die Liste abgeschlossen werden und eine neue Beobachtungsliste angelegt werden – damit auch neu begonnen werden, alle gesehenen Arten einzutragen. Mehrere Listen mit mindestens einer Stunde Länge liefern mehr und bessere Daten als eine einzelne lange Beobachtungsliste, weil z.B. bei zehn Listen die Häufigkeiten der Arten und räumliche Unterschiede zwischen Listen verglichen werden können. Eine Beobachtungsliste muss an dem Tag, an dem sie begonnen worden ist, abgeschlossen werden. Eine Begehung für einen Quadrant kann aber auf mehrere Tage und damit mehrere Beobachtungslisten aufgeteilt werden.
Wie kann ich eine Kartierfläche für mich reservieren?
Die Kartierung fußt auf den amtlichen Topographischen Karten (TK 1.25:000) Bayern, die in Viertel (Quadranten) aufgeteilt wurden. Auf der Bayernkarte unten sind diejenigen Quadranten grün markiert, für die noch Kartierende fehlen. Für die Flächenauswahl zoomen Sie einfach in die Karte und wählen einen freien Quadranten aus, den Sie gerne übernehmen wollen. Wenn Sie auf einen entsprechenden Quadranten klicken, können Sie im sich öffnenden Formular eine Reservierung für diese Fläche vornehmen. Sie erhalten umgehend eine Mail, die Sie bitte bestätigen (ggf. Junk- und Spamordner kontrollieren). Sobald Sie die Bestätigung verschickt haben, ist der Quadrant an Sie vergeben. Sollten Sie den Link nicht innerhalb 24 Stunden bestätigen, verfällt die Reservierung.
Hier Quadranten reservieren
Wenn Sie sich für Variante 2 entschieden haben können Sie in der untenstehende Bayernkarte einen Quadranten reservieren. Wir haben die Beobachtungsflächen farblich unterschieden in freie (grüne) und vergebene (rote) Flächen.
- Zoomen Sie in die Karte und klicken Sie auf einen Quadranten, den Sie gern kartieren möchten.
- Es öffnet sich ein Formular, wo Sie Ihre persönlichen Daten eintragen und abschicken können.
- Sie erhalten umgehend eine E-Mail zur Bestätigung (bitte auch im Spam- oder Junk-Ordner nachsehen).
- Bestätigen Sie den Link in der E-Mail und die Fläche ist nun an Sie vergeben.
- Wenn Sie den Link nicht innerhalb von 24 Stunden klicken, läuft ihre Reservierung ab und die Fläche ist wieder frei.
Falls Sie weitere Fragen haben sollten, melden Sie sich unter wintervogelatlas@lbv.de
Welche Zwischenergebnisse sind bisher herausgekommen?
Die Zwischenergebnisse aus den Jahren seit 2023 sind interaktiv auf den folgenden verlinkten Karten zu sehen.
Klicken Sie dafür einfach auf den Namen des Regierungsbezirks oder auf der Karte auf den jeweiligen Regierungsbezirk, der Sie interessiert und Sie kommen zur Regierungsbezirkskarte. Standardmäßig werden farblich die Anzahl gemeldeter Arten pro Quadranten gezeigt. Durch Anklicken eines Quadranten erhalten sie detailliertere Informationen zu den dort gemeldeten Arten. Sie können mithilfe der Buttons oben nach speziellen Interessengebieten wie einzelnen Arten, Früh- und Hochwinter, Winterjahren oder anderen Themen filtern. So kann man beispielsweise Häufigkeiten oder Verteilungen zwischen den Winterjahren vergleichen etc. Für die kommende Saison gibt es hier tagesaktuelle Zwischenergebnisse.
FAQ zum Wintervogelatlas in Bayern
Die häufigsten Fragen haben wir hier im folgenden FAQ beantwortet. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne direkt an wintervogelatlas@lbv.de
In den Bayerischen Wintervogelatlas fließen Daten, die im Zeitraum von 15. November bis 15. Februar in Bayern über Ornitho.de und die NaturaList-App gemeldet werden. Zusätzlich übernehmen wir für Personen, die uns ausgefüllter Papiermeldebögen zusenden die Eingabe in Ornitho.de.
Zum Mitmachen ist grundsätzlich keine Anmeldung notwendig. Man kann direkt z.B. mit der NaturaList-App ab 15. November starten, Vögel zu erfassen. Das Wichtigste ist, in der letzten Erfassungssaison noch möglichst viele Lücken zu schließen, Nachweise häufiger Arten dort, wo sie noch fehlen, zu erbringen und die Datenlage in wenig besuchten Regionen zu verbessern. Jede Unterstützung bis einschließlich 15. Februar 2027 hilft!
Wer einen Quadranten eigenständig bearbeiten möchte durch eine Kartierung mit Beobachtungslisten, kann sich einen eigenen Quadranten vorab reservieren.
Sofern Sie nicht um eine Neuvergabe des Quadranten gebeten haben, ist dieser in der Regel noch auf Ihren Namen reserviert. Die Reservierungsübersicht dient vor allem dazu, zu sehen, welche Quadranten im Projektzeitraum noch nie reserviert waren. Auch wenn Quadranten nur einen Winter lang bearbeitet wurden, bleiben sie daher als „reserviert“ markiert.
Sind Sie sich trotzdem unsicher, können Sie gerne unter wintervogelatlas@lbv.de nachfragen, ob bei einem Quadrant Ihr Namen hinterlegt ist.
Kartiert werden kann zu jeder Tageszeit.
Für vollständige Beobachtungslisten oder Übernahme ganzer Quadranten empfehlen wir, die häufigsten 30 – 50 Vogelarten erkennen zu können.
Die automatische Bestimmung von Vogelarten hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und kann eine sinnvolle Unterstützung sein, wenn man sich bei einer Bestimmung unsicher ist.
Wir bitten darum, Ergebnisse von Vogelstimmen in jedem Fall zu prüfen, in dem man die eigene Aufnahme mit Beispielaufnahmen vergleicht (z.B. über https://xeno-canto.org/) und prüft, ob das vorgeschlagene Ergebnis in diesem Lebensraum plausibel ist.
Von einem dauerhaften ungeprüftem „Mitlaufen-lassen“ der KI während des Spaziergangs bitten wir abzusehen. Die Qualität der KI-Ergebnisse unterscheiden sich stark, unter anderem je nach Mikrofon - durch unterschiedliche Smartphonemodelle. Sie gibt immer noch falsch positive Meldungen aus – also Arten, die nicht vorkommen z.B. durch missinterpretierte Geräusche, wie Straßenverkehr, und verzerrt damit die Ergebnisse. Zudem geben viele Vogelarten im Winter vor allem Rufe und keinen Gesang von sich, der bei vielen Arten schwieriger zu unterscheiden ist.
Nein, im Unterschied zu verschiedenen Monitoringprogrammen ist keine Zuordnung notwendig und auch nicht möglich. Alle Daten, die von 15. November bis 15. Februar aus Bayern über Ornitho und NaturaList gemeldet werden, fließen in den Wintervogelatlas ein.
Die Zuordnung für den Quadrant funktioniert automatisch über Standort der Meldungen. Meldungen von Papiermeldebögen tragen wir in die angegebenen Quadranten ein.
Der Funktionsumfang der NaturaList für iPhone ist im Vergleich zur NaturaList für AndroidGeräte etwas eingeschränkt. Die Basisfunktionen für Einzelmeldungen und Beobachtungslisten stehen aber auch für iPhone zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen zu Ornitho finden Sie hier. Die Fragen können oben im Suchfeld nach Begriffen durchsucht werden.
Eine Anleitung für NaturaList finden Sie hier.
Zusätzlich bieten wir Online-Einführungsveranstaltungen an, bei denen wir auch die grundlegenden Funktionen zur Meldung über NaturaList erklären.
In unseren Zwischenergebnissen werden Meldungen, die als „geschützte Beobachtung“ eingetragen worden sind, nicht angezeigt.
Gebirge, wie der Bayerische Wald oder die Allgäuer Hochalpen, bergen im Winter besondere Gefahren von Unterkühlung über erschwerte Orientierung bis hin zu Lawinenabgängen. Wir bitten daher alle Kartierenden ausdrücklich, sich für unsere Erfassung nicht in Gefahr zu begeben. Hinzu kommen potenzielle Störungen für die Tierwelt in dieser sehr sensiblen Zeit.
All jene, die zu dieser Zeit aber ohnehin draußen unterwegs und sicher in der Einschätzung der Risiken sind (Skitouren, Schneeschuh- und Winterraumwanderungen), möchten wir gerne ermuntern, alle Vögel mitzuerfassen, die gesichtet oder gehört wurden.
Bei jedem Spaziergang bei kalten Temperaturen empfehlen wir zudem eine Vertrauensperson über den Aufenthaltsort und die ungefähre Zeit der Rückkehr zu informieren. Berücksichtigen Sie bitte aktuelle Informationen zur Wetterprognose und Lawinenwarnstufen.
Sollten Sie sich grundsätzlich für das Monitoring in den Alpen interessieren können Sie sich hier am Monitoring Hochgebirgsvögel beteiligen.
In der letzten Saison 2026/27 sind pauschale Aufwandsentschädigungen über 100 € für vorausgewählte Quadranten möglich, die abgelegen sind und in den letzten Saisonen noch nicht kartiert wurden. Diese Quadranten werden vor Saisonbeginn in der Reservierungskarte visuell hervorgehoben: Bei Fragen bitte an wintervogelatlas@lbv.de wenden.
Voraussetzung für die Auszahlung:
- mindestens 10 vollständige Beobachtungslisten (= Erfassung aller gesehenen und gehörten Vogelarten, siehe Beschreibung)
- Beobachtungszeitraum pro Liste jeweils mindestens eine Stunde
- davon 5 Listen im Zeitraum 15. November bis 31. Dezember2026 und 5 Listen im Zeitraum 1. Januar 2027 bis 15. Februar 2027
- Eingabe entweder über Ornitho.de, Naturalist-App oder die vorgegebenen Erfassungsbögen zum Download (Versand per Mail, bei Postversand bitte zur Sicherheit Original behalten und Kopie versenden).
Bitte halten Sie sich bei Begehungen an lokale Betretungsverbote und Wegegebote. Bei jedem Spaziergang bei kalten Temperaturen empfiehlt sich zudem eine Vertrauensperson über den Aufenthaltsort und die ungefähre Zeit der Rückkehr zu informieren. Berücksichtigen Sie bitte aktuelle Informationen zur Wetterprognose und Lawinenwarnstufen. Sie erhalten diese Informationen auch per Mail nach Bestätigung der Reservierung.
WICHTIG: Finanzielle Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten können bis zu einem Freibetrag von 960 € pro Jahr und Person steuerfrei erhalten werden. Beträge darüber hinaus können nur an freiberuflich Tätige ausgezahlt werden.
