Volksbegehren Artenvielfalt

Wir haben es geschafft, das Volksbegehren ist Gesetz!

Mooshummel an einer Blüte mit dem Logo des Volksbegehrens drauf: 31.1. bis 13.02. eintragen. Volksbegehren Artenvielfalt jetzt | © Monika Graf © Monika Graf
Nicht nur Bienen, sondern unsere gesamte Artenvielfalt in Bayern ist stark bedroht (Foto: Mooshummel)

Hintergrund

Das Volksbegehren ist ein Mittel der direkten Demokratie. Es ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern die Einbringung eines Gesetzentwurfs in den Bayerischen Landtag. Dazu müssen sich 10 Prozent der Wahlberechtigten – rund 1 Million Menschen – mit ihrer Unterschrift für das Volksbegehren aussprechen.

Diese Hürde wurde von dem Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! mit großem Erfolg genommen: vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 haben sich über 1,7 Millionen Wahlberechtigte persönlich in den Rathäusern in Listen eingetragen.

Am 3. April hat die Bayerische Staatsregierung angekündigt, den Gesetzentwurf anzunehmen.  und ab 1. August traten die neuen Änderungen in Kraft. Mehr über den Ablauf des Volksbegehrens Artenvielfalt in Bayern.

Zum Trägerkreis des Volksbegehrens Artenvielfalt – Rettet die Bienen! gehören die Ökologisch-Demokratische Partei Bayern (ÖDP), der LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern), Bündnis 90/Die Grünen Bayern und die Gregor Louisoder Umweltstiftung.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis von über 200 Organisationen, Unternehmen, Verbänden und Parteien unterstützt diese direktdemokratische Initiative für ein neues Naturschutzgesetz in Bayern.

Wozu ein Volksbegehren?

In Bayern verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten, das ist wissenschaftlich belegt. Wir sind Zeuge des größten Artensterbens seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Diese Entwicklung müssen wir stoppen. Es geht dabei auch um unser Überleben: Wenn es keine Bienen und Hummeln mehr gibt, wer bestäubt dann unser Obst und Gemüse?

  • 54% aller Bienen sind bedroht oder bereits ausgestorben!
  • 73% aller Tagfalter sind verschwunden!
  • über 75% aller Fluginsekten sind nicht mehr da!
  • in Bayern leben nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren!

Das neue Naturschutzgesetz – eine Lebensversicherung für die Artenvielfalt

Feldlerche schaut frontal in die Kamera und hat ein größeres Insekt im Schnabel | © Peter Lindel © Peter Lindel
Gerade Wiesenvögel wie die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019 - haben es immer schwerer
  • eine bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere schaffen
  • Hecken, Bäume, kleine Gewässer in der Landwirtschaft erhalten
  • Blühende Randstreifen an allen Bächen und Gräben
  • die ökologische Landwirtschaft massiv ausbauen
  • 10% aller Wiesen in Blühwiesen umwandeln
  • alle staatlichen Flächen pestizidfrei bewirtschaften
  • Naturschutz als Teil der Ausbildung von Land- und Forstwirten

Der Artenschutz und die Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden. Beide Seiten – Natur und Bauern – müssen gewinnen. Landwirte müssen fair bezahlt werden, damit sie sich überhaupt noch um die Natur kümmern können.

Mehr dazu unter
www.volksbegehren-artenvielfalt.de
www.facebook.com/VolksbegehrenArtenvielfalt
#volksbegehrenartenvielfalt #rettetdiebienen

Mehr Infos zum Thema:

Was das neue Naturschutzgesetz bringt

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Mit einer Beteiligung von 18,3 Prozent aller Stimmberechtigten hat das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ das beste Ergebnis aller Zeiten in Bayern erzielt. Wir sagen Ihnen, was sich nun konkret zum Besseren für Bayerns Natur verändert.

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Volksbegehren Artenvielfalt: Eine Chronologie

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Bürgerpower, Regierung, Runder Tisch – Eine Chronologie der dramatischen Ereignisse vom Volksbegehren Artenvielfalt 2019 in Bayern.

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Ökolandbau erreicht Discounter

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Jan Niessen ist Professor für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche und Studiengangsleiter für Management in der Biobranche an der Technischen Hochschule Nürnberg. Wir wollten von ihm wissen, ob 30 Prozent Ökolandbau bis 2030 wie im Volksbegehren gefordert möglich sind und was der Verbraucher dazu beitragen kann.

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Für den Erhalt unserer Wiesenbrüter und ihrer Lebensräume sind die Vorgaben und Ergänzungen des Volksbegehrens Artenvielfalt wichtige Stützen. Doch auch darüber hinaus muss noch mehr für diese hochbedrohten Arten getan werden.

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Warum die Insekten verschwinden

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Die Lebensräume für Insekten sind in unserer Landschaft generell sehr klein geworden, und manche Vorkommen sind derart isoliert, dass der überlebenslebenswichtige genetische Austausch zwischen den Populationen fehlt.

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Wir brauchen eine neue Agrarpolitik!

© Natascha Neuhaus

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Ihre 114 € für eine bessere Agrarpolitik

58 Milliarden Euro Agrarsubventionen fließen jedes Jahr in die Landwirtschaft, dass sind 114 € von jedem EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon wird für Natur- und Verbraucherschutzmaßnahmen ausgegeben. Das muss sich jetzt ändern - mit einer Reform der EU-Agrarpolitik!

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