Erneuerbare Energien

Ausbau nur auf naturverträglichen Standorten

Windpark | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz
Windpark

Der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie wird vom LBV unterstützt. Für den Ausbau der regenerativen Energien fordert der LBV, dass die Themen Nachhaltigkeit und Erhalt der Biodiversität eine herausragende Rolle spielen. Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen nicht zu Lasten der Biodiversität gehen.

Die Energiewende bietet große Chancen, gerade weil sie weitgehend dezentral - unter Einbindung der Kommunen und Bürger - gestaltet werden kann. Drei wesentliche Anstrengungen sind erforderlich, bieten aber gleichzeitig Investitionen in die Heimat und damit in lokale Arbeitsplätze: Energiesparen, Energieeffizienz und der umwelt- und naturverträgliche Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Die Energiewende erfordert neben technischen Lösungen zur Effizienzsteigerung, dass wir zu einer neuen Wertschätzung der Ressource Strom kommen - insbesondere beim Umgang mit energieintensiven Waren, Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Windenergie kann einen großen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten. Dazu ist allerdings eine naturverträgliche Planung notwendig. Denn es besteht die Gefahr, dass Windräder Tierarten gefährden: durch Kollisionen, Störung, Verdrängung oder Verlust des Lebensraums, Meidung und Barrierewirkung. Vor allem Fledermäuse und Vögel sind davon betroffen.

Windkraftanlagen bedrohen vor allem Arten, die in der Umgebung vorkommen. Aber auch Größe, Lage und Gestaltung des Windrads bzw. des Windparks spielen eine Rolle. Der LBV sieht die Windenergie als flächen- und energieeffizienteste Form regenerativer Energiegewinnung zum Schutz des Klimas an und begrüßt grundsätzlich den weiteren Ausbau. Das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, bis zum Jahr 2021 etwa 1.000 bis 1.500 weitere Windkraftanlagen (WKA) errichten zu lassen, wirft speziell im Zusammenhang mit Vorkommen besonders betroffener Großvogelarten wie Rotmilan Seeadler oder Wiesenweihe einige Probleme auf. Lesen Sie hier über die Grundlagen für die Bewertung des Kollisionsrisikos sowie über die aktuell geführte Diskussion um das Thema Windkraft und Vogelschutz.

Der Artikel ist aus der Zeitschrift ANLiegen Natur, Ausgabe 36 (1) entnommen.

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Dr. Andreas von Lindeiner

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