Naturschutz zwischen Bayerischem Wald und Spessart

Nachhaltige Forstwirtschaft für den Wald in Bayern

Mehr als ein Drittel der Landesfläche Bayerns ist mit Wald bedeckt. Dem Wald kommt damit eine wichtige Funktion als Lebensraum und Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere. Um dieser Funktion gerecht zu werden, sind klare Richtlien für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder notwendig.

Buchenwald | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer
Buchenwald

Wir fordern, dass in mindestens 5% der bayerischen Waldfläche die Nutzung eingestellt wird. Die Vielfalt von Waldgesellschaften und Nutzungsformen sollen für die Zukunft erhalten werden. In den Wirtschaftswäldern sollte der Totholzanteil erhöht werden. Die Baumarten sollen einheimisch sein, und besonders alte Bäume sollten geschont werden. Allgemein sollte auf den Einsatz künstlicher Bodenverbesserung und standortverändernder Maßnahmen verzichtet werden.

In Schutzgebieten sollte Forstwirtschaft und Jagd auf die Naturschutzziele ausgerichtet werden. Die Jagd sollte so ausgerichtet sein, dass eine natürliche Waldentwicklung mit Naturverjüngung möglich ist. Die Förderung für von Maßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes muss flexibler gestaltet und ausgeweitet werden.

LBV-Positionspapier Wald

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Mit der Suche nach einem 3. Nationalpark wird in Bayern erstmals seit langem wieder über Großschutzgebiete gesprochen. „Bayern muss wieder den Mut haben, Vorreiter im Naturschutz zu werden, denn das ist verloren gegangen“, forderte der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer auf der Delegiertenversammlung am 22. und 23. Oktober 2016 deshalb. „Große Schutzgebiete sind ein Weg.“

Mit der Verabschiedung eines Positionspapiers zum Thema „Wald“ machten sich die LBV-Delegierten unter anderem stark für mehr ungenutzte Waldflächen, Artenschutz im Wald durch Horstschutzzonen und Erhalt von Biotopbäumen sowie eine Beschränkung der Erschließung durch weitere Wegen, die meist zu mehr Störungen durch Freizeitaktivitäten führen.

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