Natur am Balkon - Die "hängenden Gärten"

Blumenkasten "Bienen-Restaurant" | © Birgit Helbig © Birgit Helbig
Mit den richtigen Tipps und Tricks kann man seinen Balkon in einen Lebensraum verwandeln.

Möchten Sie sich ganz einfach ein reich blühendes Paradies für Vögel, Schmetterlinge, und Hummeln zaubern? Hätten Sie gerne Tagpfauenauge und Aurorafalter zu Gast am Haus? Dann verwandeln sie Ihren Balkon in eine Zuflucht für die heimische Tierwelt - auch in dicht bebauten Innenstädten eine leichte Übung. Alles was Sie dazu brauchen sind Wildblumensamen, heimische Sträucher und ein paar Blumenkästen oder Töpfe.

Ungleich einer herkömmlichen Balkonbepflanzung handelt es sich um eine winterfeste, ganzjährige Bepflanzung. Die Pflanzen können die kalte Jahreszeit über draußen bleiben, denn sie widerstehen Frost und Schnee. Besonders geeignet ist der Wild-Balkon also für Naturfreunde, die sich aus Zeitmangel nicht dauerhaft um ihre Flora kümmern können. Wer gern viel Zeit draußen verbringt und nicht so gern am Bildschirm, kann sich auch unser kostenloses Faltblatt zum Thema Gärtnern am Balkon bestellen. Damit haben Sie alle wichtigen Infos kompakt, handlich und zum Weitergeben an den Nachbarn schnell zur Hand.

Die passenden Pflanzen für Ihren Balkon finden

Säen Sie die Wildblumensamen in die Kästen oder Töpfe aus. Die Sträucher pflanzen Sie ebenfalls in Töpfe passender Größe. Zu empfehlen sind preiswerte 60- bis 80-Liter-Mörtelwannen aus dem Baumarkt. Bohren Sie ausreichend Abzugslöcher in die Unterseite. Achten Sie darauf, dass Sie Erde mit der Aufschrift "torffrei" verwenden, nur so schützen sie wertvolle Moorlandschaften. Nach kurzer Zeit trifft sich ein kunterbuntes Potpourri von Tieren auf Ihrem Balkon: Vögel, Schmetterlinge, Hummeln, Falter, Grashüpfer, Wildbienen und Käfer.

Heimische Arten

Balkonkasten | © C. Bria © C. Bria
Artenvielfalt am Balkon.

Beim Kauf der Wildblumensamen sollten Sie auf eine blütenreiche Mischung aus heimischen Arten zurückgreifen: Nektarreiche Wildblumen, die Hummeln und Schmetterlinge anlocken, sind zum Beispiel Wiesenflockenblume, Wiesensalbei und Gewöhnlicher Dost. Wichtige Raupenfutterpflanzen sind Hornklee und Brennnessel. Geheimtipps unter den Schmetterlingspflanzen sind die Nachtviole und der Färberwaid. Deren Blätter sind eine Leibspeise der leuchtend grünen Raupen des Aurorafalters. Auch der Lein ist eine geeignete Balkonpflanze.

  • Von Minze und Hohlzahn ernährt sich der Minzkäfer, ein prachtvoller, metallisch blau schimmernder Blattkäfer.

  • Auch bei den Sträuchern sollte es sich nur um heimische Arten handeln. Ein einzelner Faulbaum-Strauch genügt, um einen kleinen leuchtend-dunkelblau gefärbten Schmetterling anzulocken: den Faulbaum-Bläuling.

  • Bei Vögeln erfreuen sich die Beeren der Eberesche großer Beliebtheit.

  • Eine besondere Bedeutung für Wildbienen, speziell für die Große Holzbiene, haben die Halbsträucher Färberginster und Besenginster.

  • Für den Blütenreichtum sorgt der Sommerflieder (obwohl nicht ursprünglich heimisch), wobei besonders die Sorten Buddleja davidii "Black Knight" und Buddleja davidii "Pink Delight" auf Schmetterlinge und Hummeln eine magische Anziehungskraft ausüben.

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