Zwei neue Bartgeier für Bayern!

Neue Jungvögel für das Auswilderungsprojekt im Nationalpark Berchtesgaden

Das französische Küken  |© Cen Haute Savoie © Cen Haute Savoie
Wir dürfen euch hier Bilder des Kükens aus Frankreich präsentieren, dass in naher Zukunft zu uns nach Berchtesgaden kommen wird. Dieses Bild wurde kurz nach dem Schlupf Ende März aufgenommen.

Wir dürfen voller Freude verkünden, dass das bayerische Wiederansiedlungsprojekt für den Bartgeier geht im sechsten Jahr erfolgreich weiterläuft. Auch in diesem Sommer werden im Nationalpark Berchtesgaden erneut zwei junge Bartgeier ausgewildert. Damit wächst die Zahl der seit Projektbeginn im Jahr 2021 freigelassenen Vögel auf insgesamt zwölf – ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der gefährdeten Art in den Alpen.

Nachwuchs aus Belgien und Frankreich

Das französische Küken  |© Cen Haute Savoie © Cen Haute Savoie
Hier eine Aufnahme wenige Tage nach dem Schlupf im Rahmen einer Nestkontrolle. BG1315 ist der vierte Nachkomme des 2018 geformten Paares, jedoch das erste, das direkt von seinen Eltern großgezogen wird.
Die beiden Jungvögel stammen in diesem Jahr erstmals aus einer Zuchteinrichtung und einem Zoo in Frankreich und Belgien. Ihre Herkunft macht wieder mal deutlich, wie eng der Bartgeierschutz europaweit vernetzt ist. Im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms werden Jungvögel gezielt dort eingesetzt, wo sie den größten Beitrag zum Aufbau einer stabilen Population leisten können. Dass Bayern regelmäßig Bartgeier aus unterschiedlichen Ländern aufnehmen kann, ist ein Zeichen des großen Vertrauens in das Projekt.

Bewährter Auswilderungsort im Klausbachtal

BG1315 wird von der Mutter gefüttert  |© Cen Haute Savoie © Cen Haute Savoie
Die Bildung des Elternpaares war schon von Schwierigkeiten begleitet, welche sich auch heuer forstsetzten. Nach der vorläufigen Trennung kümmert sich Bina wieder vorbildlich um das Küken.
Wie in den vergangenen Jahren erfolgt die Auswilderung in der bewährten Felsnische im Klausbachtal. Sie bietet den Jungvögeln optimalen Schutz in der sensiblen Anfangsphase. Dort verbringen die Bartgeier mehrere Wochen, bis sie kräftig genug sind, um selbstständig ihre ersten Flüge zu unternehmen. Während dieser Zeit werden sie intensiv betreut und beobachtet, um einen sicheren Start in die Freiheit zu gewährleisten.
Der Nationalpark Berchtesgaden bietet mit seinen großflächigen, störungsarmen Lebensräumen und einem reichhaltigen Nahrungsangebot ideale Bedingungen für junge Bartgeier. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass sich die Vögel hier gut entwickeln und nach dem Ausfliegen erfolgreich im Alpenraum zurechtfinden.
 
 

Ein weiterer, wichtiger Schritt für den Bartgeier in den (Ost-)Alpen

Die Halsgrube im Mai 2026  |© Dana Mauch © Dana Mauch
Die Halsgrube im Mai 2026 bei einem kurzen Besuch eines Teils unseres neuen Teams. Wir freuen uns schon sehr auf die kommende Saison!
Noch vor rund 140 Jahren galt der Bartgeier in Bayern als ausgerottet. Heute gehören Sichtungen über den Gipfeln des Nationalparks Berchtesgaden schon beinahe wieder zum Landschaftsbild. Die kontinuierlichen Auswilderungen der vergangenen Jahre tragen dazu bei, dass die aktuell noch zu geringe Population in den Ostalpen in Zukunft bessere Chancen für eine selbstständige, positive Entwicklung besitzt.
Langjährige Auswilderungen und kontinuierliche Schutzbemühungen sind bei einer Spezies wie dem Bartgeier essentiell, damit die einst komplett ausgerottete Art wieder Fuß fassen kann.

Link zur Pressemitteilung

Hier könnt ihr die aktuelle Pressemitteilung im Detail nachlesen.

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