Tag 2 bei der Stunde der Gartenvögel: Mauersegler und Schwalben lassen weiter auf sich warten

Gute Nachrichten von den Finken

Auch am zweiten Tag waren die Wetterbedingungen bei der Stunde der Gartenvögel 2026 in Bayern für die Beobachtung der Vögel im Garten sehr gut. Die Vögel sind aktiv und viele sind durch ihre regen Gesangsaktivitäten nicht zu überhören. Über 2.100 engagierte Teilnehmende (Stand: 17:30h) haben uns schon ihre Beobachtungen mitgeteilt und weiterhin erreichen uns Meldungen.

Sechs Mehlschwalben sammeln am Ufer einer Wasserstelle Lehm | © Tino Dietrich © Tino Dietrich
Die Mehlschwalbe ist bisher außerhalb der Top Ten auf Platz 14

Keine guten Nachrichten für Schwalben und Mauersegler

Mauersegler im Flug | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Beim vergleichenden Blick auf das Vorjahr fällt auf, dass bis jetzt noch relativ wenige Mauersegler gezählt wurden. Vielleicht sind manche noch unterwegs aus ihren Winterquartieren zurück zu uns. Eigentlich ein sicherer Kandidat für die Top-Ten der am häufigsten beobachteten Gartenvögel, rangiert er derzeit nur auf Platz 12. Ähnliches gilt auch für die Mehlschwalbe. Auch sie liegt aktuell klar außerhalb der Top-Ten (14.).

Im Vergleich zu gestern holen sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben zumindest etwas auf, was möglicherweise am Wetter liegen könnte. Bei Sonne aber niedrigem Luftdruck fliegen die Schwalben niedrig und werden vermehrt gesehen. Insgesamt sind das jedoch keine guten Nachrichten, da die drei Arten seit Jahren einen abnehmenden Trend aufweisen und als Insektenfresser durchaus zu den Sorgenkindern gehören.

Die Top 3 nach dem ersten Tag

Grünfink auf einem grünen Ast | © Carl-Peter Herbolzheimer © Carl-Peter Herbolzheimer
Grünfinken verzeichnen dieses Jahr ein leichtes Plus

Den Finken hingegen scheint es in Bayern gut zu gehen. Sowohl Grün- als auch Buchfink und Stieglitz verzeichnen ein leichtes Plus, was uns vorsichtig optimistisch stimmt. Es scheint also keine Gefahr von vermehrten Infektionen mit Trichomonaden zu geben.

An der Spitze der am häufigsten beobachteten Vögel tummeln sich die üblichen Verdächtigen. Der Haussperling hat klar den Schnabel vorn. Dahinter liegt die Amsel (2.) knapp vor dem Star (3.). Danach folgen mit etwas Abstand Kohlmeise und der Feldsperling.

Auch noch Melden am Muttertag möglich

Morgen ist der letzte Zähltag und noch einmal soll das Wetter ideal zur Vogelbeobachtung werden. Zum Muttertag also am besten gemeinsam mit der Familie eine Stunde Zeit nehmen und nach den Vögeln im Garten Ausschau halten und uns die Beobachtungen melden.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

Rebhuhn Kücken im Gras | © Ralph Sturm © Ralph Sturm
© Ralph Sturm

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