Die ersten Eindrücke der Stunde der Gartenvögel 2026
Haussperling schnappt sich die Führung und die ersten Mauersegler sind zurück in Bayern
Pünktlich zum Start der „Stunde der Gartenvögel“ zeigt sich das Wetter in Bayern wieder von seiner freundlichen Seite: Viel Sonne und angenehme Temperaturen bieten ideale Bedingungen, um die heimische Vogelwelt im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten. Bereits am ersten Zähltag haben mehr als 1.000 Naturfreundinnen und Naturfreunde mitgemacht und dabei viele Vögel aus Bayerns Gärten gemeldet. Insgesamt gingen bislang Meldungen aus über 500 Gärten mit rund 14.600 beobachteten Vögeln ein.
© Richard Straub
Spannend ist die Rückkehr der ersten Mauersegler nach Bayern. Ihre Ankunft fällt oft genau in die Zeit der „Stunde der Gartenvögel“ und begeistert viele Vogelfans jedes Jahr aufs Neue. Gleichzeitig gehören Mauersegler und auch Schwalben weiterhin zu den Arten, die uns Sorgen bereiten. Beide Arten zeigen seit Jahren rückläufige Trends, darauf weisen auch die bisherigen Meldungen aus diesem Jahr hin. Als Insektenjäger leiden sie nicht nur unter dem Rückgang ihrer Nahrung, sondern finden auch immer seltener geeignete Nistplätze an Gebäuden. Wer selbst helfen möchte, kann dort wo die Vögel vorkommen spezielle Nisthilfen anbringen und den eigenen Garten naturnah gestalten. Besonders ein Gartenteich lockt Insekten und bietet Schwalben gute Jagdmöglichkeiten.
Die Top 3 nach dem ersten Tag
© Dieter Hopf
An der Spitze des bisherigen Rankings gibt es keine Überraschungen: Wie schon in den vergangenen Jahren führen Haussperling, Amsel und Star die Liste der häufigsten Gartenvögel an. Besonders erfreulich ist dabei ein leichtes Plus beim Haussperling. Zwar ist der Spatz seit Jahren der am häufigsten beobachtete Vogel bei der Zählaktion, doch gerade in Städten hat er in den letzten Jahren stark abgenommen. Hecken zum Verstecken fehlen vielerorts ebenso wie geeignete Nischen und Brutplätze für seine Kolonien. Umso schöner ist es, dass sich die Zahlen nach dem ersten Zähltag stabil zeigen.
Noch bis einschließlich Sonntag kann jede und jeder eine Stunde lang Vögel zählen und melden. Bis zum Ende des Zählwochenendes kann sich das Ranking also noch deutlich verändern. Auch wenn nur wenige oder gar keine Vögel gesehen werden, bitten wir alle Vogelfreundinnen und Vogelfreunde, ihre Meldung abzugeben. Gerade solche Meldungen sind wichtig, um ein möglichst genaues Bild von der Situation unserer Gartenvögel zu bekommen.
Hinweis: Aufgrund technischer Probleme gab es heute Morgen zeitweise Schwierigkeiten mit dem Meldeformular. Wer seine Beobachtungen noch nicht eintragen konnte, kann dies jetzt problemlos nachholen.
von Franziska Back | lbv.de,