Besserer Hitzeschutz für Städte braucht EU-Renaturierungsverordnung
LBV: Mehr Bäume und Grünflächen gegen Hitze in Städten – Kein Verständnis für Blockade der Staatsregierung gegen EU-Gesetz
Die aktuelle Hitzewelle zeigt aus Sicht des LBV mit aller Schärfe, wie dringend Städte Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen brauchen. „Bei fast 40 Grad wird das Leben in zubetonierten Städten zur ernsthaften Gesundheitsgefahr. Wer schon auf einem glühenden Asphaltparkplatz stand und dann wenige Schritte weiter im Schatten einer Baumgruppe spürbare Abkühlung gefunden hat, erlebt den Kühlungseffekt intakter Natur hautnah. Genau dieses Mehr an Grün brauchen unsere Städte jetzt schnell“, so Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.
Für den LBV ist es deshalb nicht nachvollziehbar, dass die Bayerischen Staatsregierung diesem Ziel Widerstand entgegensetzt. Die EU-Renaturierungsverordnung verpflichtet Mitgliedstaaten unter anderem dazu, städtische Grünflächen und Baumüberschirmung ab 2031 schrittweise auszubauen – ab sofort darf es keine weitere Schrumpfung mehre geben. „Die Verordnung ist damit ein zentrales Instrument für lebenswerte Städte im Klimawandel“, sagt Schäffer weiter.
Die EU- Wiederherstellungsverordnung darf nicht aussetzen!
Umso besorgniserregender ist das Verhalten der Bayerische Staatsregierung: Seit Monaten arbeitet Bayern aktiv auf eine Aussetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung hin. Im Bundesrat versuchte die Staatsregierung bereits, auf eine vollständige Abschaffung hinzuwirken – ohne Erfolg. Erst letzte Woche legten CSU und Freie Wähler im Bayerischen Landtag mit einem Dringlichkeitsantrag nach und forderten erneut die Abschaffung.
von Kristin Machmer | lbv.de,