Insektenhotel selber bauen

Das Hotel zur Wilden Biene - Wie Sie ein Insektenhotel bauen

Nicht nur in der freien Natur, sondern gerade auch in Gärten helfen die vielen nützlichen Insekten dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Denn sie ernähren sich oft von Schädlingen oder deren Larven, andere wiederum bestäuben die Blüten der Nutzpflanzen und tun das auch dann, wenn Honigbienen aufgrund niedriger Temperaturen nicht fliegen. Hier finden Sie Tipps und außerdem ein kostenloses Faltblatt zum Thema Insektenhotel

Bienenhotel | © R. Wittmann © R. Wittmann
Ein 5-Sterne-Insektenhotel - selbstgebaut.

Darüber hinaus sind sie interessant zu beobachten, und ihr Gesumm und Gebrumm gehört für viele Naturfreunde einfach zu einem Sommer dazu. Wie können Sie Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer im Garten oder auf dem Balkon am besten helfen? Natürlich gehört eine entsprechende Umgebung dazu, also beispielsweise ein Garten, der über einen langen Zeitraum (heimische) Blüten beherbergt und giftfrei ist. Darüber hinaus kann aber auch ein Insektenhotel gute Dienste leisten, denn hier finden viele verschiedene Arten Möglichkeiten zur Eiablage und sind sehr gut zu beobachten.

Und so wird's gemacht

Insektennistkasten | P. Bria P. Bria
Auch so kann ein Insektenhotel aussehen.

Am besten ist das Insektenhotel fest an einer sonnigen, windgeschützten Stelle mit freier "Einflugschneise" angebracht. Lassen Sie es auch im Winter draußen. Zum Abhalten der Vögeln kann man Nisthilfen mit einem Maschen- bzw. Kaninchendraht oder Netz schützen. Die einfachste Möglichkeit ist es, einige abgestorbene Stängel und Ranken stehen zu lassen, zum Beispiel von Königskerze, Disteln, Brombeere, etc. oder diese - auch gemischt - zu bündeln und aufzuhängen. Dafür eignen sich Konservendosen ohne Deckel und Boden. Gerade Kindern macht es Spaß, diese mit den Stängeln zu füllen. Damit kein Wasser eindringen kann, bitte an einem regensicheren Standort anbringen, z.B. unter einem Dachvorsprung.

Sehr effektiv wirkt auch eine durchgetrocknete Baumscheibe eines heimischen Hartholzes, am besten Esche, in die Sie verschieden große Löcher bohren. Hier siedeln sich in kurzer Zeit hohlraumbewohnende, einzeln lebende Wildbienenarten an. Grundsätzlich wird ins Längsholz gebohrt. Der Bohrlochdurchmesser sollte drei bis acht Millimeter betragen. Lassen sie genug Platz zwischen den Löchern, um Risse zu vermeiden. Die Bohrtiefe entspricht der jeweiligen Bohrerlänge. Das Holzstück darf nicht ganz durchbohrt werden. Den Bohrer solange hin und her bewegen, bis die Wände glatt sind und Bohrmehl durch Ausklopfen entfernen. Mit diesen beiden Grundbausteinen lassen sich nun beliebig große Hotels bauen: Einfach ein Regal aufstellen, mit den Baumscheiben bestücken, und die Zwischenräume mit Schilf- und anderen Halmen ausfüllen, die Sie vorher auf die passende Tiefe der Regalbretter geschnitten haben. Ein zusätzliches Dach schützt vor Regen.

Tipps zur Pflege

 

Die Insekten reinigen benutzte Gänge im Insektenhotel bei Bedarf selbst. Sie nehmen uns also die Arbeit der Pflege weitgehend ab.

Dennoch kann man kleinere Wartungen am Insektenhotel vornehmen:

  • Spinnennetze können entfernt werden
  • Herausgefallene Halme ersetzen
  • Holzstücke mit Bohrungen nach einigen Jahren durch neue ersetzen, um Pilzbefall zu vermeiden
  • angewitterte Halme austauschen

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Nützliche Tipps rund um das Thema Insektenhotel.

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