Auf Pestizide im Garten verzichten

Gärtnern ohne Gift sorgt für gedeckten Tisch

Pestizide | © Thomas Staab © Thomas Staab
Für Schädlingsbekämpfung im Garten keine Lösung: Pestizideinsatz

Falls sich in Ihrem Naturgarten Schädlinge einmal stark vermehren, sollten Sie unbedingt auf den Einsatz der "chemischen Keule" verzichten. Denn über vergiftete Insekten, Samen und Früchte gelangt das Gift in die Nahrungskette und reichert sich im Fettgewebe der Vögel an. Dadurch kann es zur Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit der Vögel und zu Störungen des Immun- und Nervensystems kommen.

Jedes Jahr im Frühling kommt es naturgemäß zu einem vermehrten Auftreten von Raupen - es ist kein Zufall, dass Vögel gerade jetzt ihre Jungen großziehen! Der Einsatz von Giften gegen die Raupen kommt also einem Vergiften der Jungvögel gleich! Am besten beugt man dem gesteigerten Aufkommen von Schädlingen vor, indem man gezielt Nützlinge fördert, d.h. ihnen Lebensraum bietet. Diese Voraussetzung ist meist durch einen naturnahen Garten schon gegeben. Sie können aber auch zusätzlich Nützlinge kaufen und in Ihrem Garten freilassen. Schädlinge können Sie auch mit der Hand absammeln oder Sie setzen Schädlingsfallen ein.

Gärtnern ohne Gift

Ameisengift | © Peter Bria © Peter Bria

Während sich die Lebensraumbedingungen in der freien Landschaft für den Grünspecht eher verschlechtern, findet er zunehmend geeignete Reviere in unseren Siedlungsräumen. Vor allem naturnahe Gärten sind als Lebensraum geeignet. Helfen auch Sie dem Grünspecht, indem Sie Ameisen im eigenen Garten dulden, auf die Düngung Ihres Rasens oder Ihrer Wiese verzichten und indem Sie keine Pestizide verwenden.

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