Bayerns Plus für den Naturschutz reicht nicht, wenn Europa kürzt

Pressestatement des LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer zum Doppelhaushalt 2026/2027

Moor | © Dr. Olaf Broders © Dr. Olaf Broders
Um Moore und andere Lebensräume zukünftig wirksam zu schützen, braucht es künftig höhere Investitionen.

„Dass der Naturschutzhaushalt in Bayern nicht gekürzt wird, sondern ein leichtes Plus erhält, ist ein Erfolg und ein wichtiges Signal für Naturschützer und Landnutzer in Bayern. Wir begrüßen, dass die Staatsregierung hier unseren Forderungen gefolgt ist und die Bedeutung des Naturschutzes anerkennt. Gleichzeitig machen die Zahlen deutlich: Die vorgesehenen zusätzlichen zehn Millionen Euro pro Jahr werden bei weitem nicht ausreichen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ob Biotopverbund, Moorschutz, Artenhilfsprogramme oder Streuobstpakt – für eine wirksame Umsetzung braucht es in Zukunft deutlich höhere Investitionen.

Hinzu kommt eine wachsende Unsicherheit auf europäischer Ebene. Aktuelle Vorschläge für den EU-Haushalt lassen befürchten, dass künftig weniger Mittel für den Naturschutz zur Verfügung stehen werden und alleine dadurch höhere Ausgaben auf Landesebene anstehen als bisher. Gerade für Bayern hätte das erhebliche Auswirkungen auf zentrale Programme des kooperativen Naturschutzes und die Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe und Projekte vor Ort.

Umso wichtiger ist jetzt ein klares politisches Signal: Wir erwarten, dass sich die Bayerische Staatsregierung auf EU-Ebene entschieden für einen starken und verbindlichen Naturschutzhaushalt einsetzt. Gleichzeitig muss Bayern die eigenen Spielräume nutzen und den kooperativen Naturschutz im Land so ausstatten, dass bestehende Programme verlässlich fortgeführt und die ambitionierten Ziele tatsächlich erreicht werden können.“

von Franziska Back | lbv.de,

Rebhuhn Kücken im Gras | © Ralph Sturm © Ralph Sturm
© Ralph Sturm

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