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Mopsfledermaus

Barbastella barbastellus

Mopsfledermaus | © Thomas Stephan © Thomas Stephan

Die Mopsfledermaus ist mittelgroß und sehr dunkel gefärbt, fast schwarz. Sie hat ein langes seidiges Fell mit hellen Haarspitzen und bekommt dadurch einen silbernen Schimmer. Ihre Ohren sind kurz und breit und berühren sich auf der Stirn, was ihr einen mopsartigen Gesichtsausdruck verleiht. Die Ortungsrufe wechseln zwischen höheren (um 35 - 40 kHz) und tieferen Rufen (um 25 - 28 kHz).  

Lebensraum:

  • Jagdgebiet: Wälder und Waldränder, jagt oft entlang von Baumkronen.
  • Sommerquartier: Spalten mit Bauch- und Rückenkontakt an Gebäuden (z.B. hinter Fensterläden und Holzverkleidungen) oder hinter abstehender Rinde an absterbenden Bäumen.
  • Winterquartier: Höhlen oder unterirdische Gewölbe alter Festungsanlagen, Keller und Stollen.

Verbreitung in Bayern:

In Nord- und Ostbayern sowie in den Alpen regelmäßig anzutreffend, sonst vielerorts noch selten. In ganz Bayern sind nur etwa 40 Wochenstuben bekannt. Viele dieser Kolonien wurden erst in den letzten Jahren in Ostbayern entdeckt.

Besonderheiten:

Das größte in Mitteleuropa bekannte Winterquartier der Mopfsfledermaus - mit neuerdings wieder über 500 Tieren - liegt in einem Stollen im Bayerischen Wald. 1960 waren hier noch knapp 4000 Tiere zu finden. Die Spezialisierung auf Rindenquartiere bewirkt, dass die Mopfsfledermaus im Sommer nur in Wäldern mit hohem Alt- und Totholzanteil leben kann.

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