Feuersalamander | © Dr. Olaf Broders © Dr. Olaf Broders

Artenhilfsprogramm für den Feuersalamander in Bayern

Der Feuersalamander ist in Bayern auf Grund des Verlustes seiner Lebensräume stark gefährdet. In Laub- und Mischwäldern mit natürlichen Quellbereichen von Mittelgebirgen sowie in alpinen Bereichen lebt das markante Tier. Zusätzlich bedroht nun auch noch der eingeschleppte Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) diese schillernde heimische Salamanderart und könnte sogar zu seinem Aussterben führen. In den Niederlanden, wo der Pilz bereits 2013 nachgewiesen wurde, ist der Bestand des Feuersalamanders mittlerweile um rund 98 Prozent eingebrochen.

2020 wurden im Steigerwald und im Unterallgäu erstmals von Bsal befallene Feuersalamander in Bayern nachgewiesen. Der Feuersalamander ist ein wichtiger Indikator für eine intakte Natur. Angesichts des Klimawandels und anhaltender Trockenheit wird der Lebensraum des Feuersalamanders immer begrenzter.

Über fast vier Jahre von Frühjahr 2021 bis Sommer 2024 haben wir zusammen mit dem BN (BUND Naturschutz in Bayern e.V.) und LARS (Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern e.V.) im Rahmen eines facettenreichen Artenhilfsprogramms (AHP) für den bedrohten Feuersalamander eingesetzt. In acht Projektgebieten von der Rhön bis ins Alpenvorland wurde gebaggert und geschaufelt, um den Lebensraum des markanten Lurchs zu erhalten.

Material zum Feuersalamander

Im Rahmen des Artenhilfsprogramms wurde Bildungs- und Informationsmaterial zum Feuersalamander erstellt:

Mehr über das Projekt

Abschlussbilanz Artenhilfsprogramm Feuersalamander

Man sieht einen schwarzen Salamander mit gelben Flecken auf grünem Moosbett. | © Andreas Hartl © Andreas Hartl
Gefleckter Feuersalamander

Fast vier Jahre für den Feuersalamander: Von 2021 - 2024 führten die Naturschutzverbände LBV, BN und LARS das Artenhilfsprogramm Feuersalamander in Bayern durch. Neben Erfolgen ist aber klar: Schutzmaßnahmen bleiben weiterhin notwendig.

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Projekthintergrund Feuersalamander

Feuersalamander kriecht durch das Moos | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz

Im gemeinsamen Projekt Feuersalamander in Bayern von LBV, BN und Lars werden bis August 2024 haupt- und ehrenamtliche Artenschützer*innen in acht verschiedenen Schwerpunktgebieten Bayerns die Larven des Feuersalamanders in den bekannten Laichgebieten zählen, um einen Überblick über den Status quo zu bekommen und Bestandseinbrüche frühzeitig zu erkennen.

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Feuer- und Alpensalamander - Praktische Schutzmaßnahmen

Feuersalamander | © Christoph Bosch © Christoph Bosch

Der Feuer- aber auch der Alpensalamander sind in Bayern auf Grund des Verlustes ihrer Lebensräume stark gefährdet. Zusätzlich bedroht sie nun auch noch der eingeschleppte Hautpilz Bsal. Das könnte sogar zu seinem Aussterben führen. Um die Situation nicht zusätzlich zu Verschärfen, sind ein paar Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen zum Schutz der Amphibienart hilfreich.

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Machbarkeitsstudie Feuersalamander

In Rahmen des Projekts Feuersalamander haben LBV, BN und LARS eine Machbarkeitsstudie bei den Experten von Frogs & Friends in Auftrag gegeben, die nun zeigt: Um die genetische Vielfalt der Feuersalamander zu sichern, müssen Tiere in menschliche Obhut genommen werde:

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