Alles rund um die Stunde der Wintervögel in Bayern
FAQ Stunde der Wintervögel in Bayern
Häufige Fragen & Antworten zur Aktion
Du hast noch weitere Fragen zur Aktion? Wir haben die häufigsten Fragen & Antworten zur Stunde der Wintervögel in Bayern für dich zusammengefasst.
Die Aktion findet vom 09. bis 11. Januar 2026 statt. Wir haben diese Tage gewählt, damit Familien und Vogelfreund*innen deutschlandweit gemeinsam mitmachen können. Das Online-Meldeformular schalten wir ab dem 9. Januar frei. Beobachtungen vom Zählwochenende können dann bis 19. Januar eingegeben werden.
Man kann Vögel zu einer beliebigen Tageszeit während des Aktionswochenendes zählen. Wichtig ist, dass man eine Stunde lang ununterbrochen zählt.
Sie benötigen einen Block mit Stift und eine Stunde Zeit. Manchmal ist es gut, ein Fernglas oder ein Bestimmungsbuch bereit zu legen. Oder Sie laden sich als Hilfe den Meldebogen/Zählhilfe mit Fotos der häufigsten Vögel herunter. Nach der Zählung geben Sie die Beobachtungen hier auf dieser Seite direkt ein oder schickt uns den Erfassungsbogen per Post zu. Mehr Infos dazu gibt es hier. hier.
Auf unseren Webseiten finden Sie die Steckbriefe der 25 häufigsten Wintervögel. Schauen Sie sich die Vögel an und vergleichen Sie sie mit denen in Ihrem Garten. Bilder der häufigsten Gartenvögel finden Sie auch im Meldebogen oder in der Zählhilfe (siehe PDF-Downloads). Wenn Sie Arten beobachten, die Sie nicht kennen, ziehen Sie bitte ein Bestimmungsbuch zu Rate (z. B. im LBV-Shop erhältlich).
Notieren Sie von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die im Lauf einer Stunde gleichzeitig zu sehen war. Zählen Sie alle Vögel, die Sie sehen, also auch außerhalb Ihres Gartens bzw. die Ihren Garten überfliegen. Da vermutlich dieselben Vögel in einer Stunde immer wieder an eine Futterstelle kommen, melden Sie bitte nur die Maximalzahl an Individuen jeder Art, die Sie zeitgleich sehen.
Zum Beispiel: Kommen zunächst 2 Amseln, später 3 Amseln und am Ende der Stunde noch mal 1 Amsel, melden Sie bitte 3 Amseln, da sie so viele Amseln gleichzeitig gesehen haben.
Die „Stunde der Wintervögel“ legt den Fokus bewusst auf den Siedlungsraum – also Orte wie Garten, Balkon, Park, Friedhof oder Innenhof – und nicht auf Wälder oder Feldfluren. Ebenso wie bei der Mitmach-Aktion der “Stunde der Gartenvögel” am zweiten Mai-Wochenende werden Daten über die häufigen Vögel rund um Häuser und in Siedlungen gesammelt, also über Arten wie Meisen, Finken, Spatzen oder Amseln.
Über das Vorkommen und die Verbreitung dieser Arten wissen wir zum Teil weniger genau Bescheid als über manche Seltenheit in der Vogelwelt. Durch den Fokus auf Gärten und Parks wird sichergestellt, dass die Ergebnisse für diese Lebensräume vergleichbar, aussagekräftig und wissenschaftlich auswertbar sind.
Der Luftraum zählt übrigens auch dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei- oder drüber fliegt, solange Sie ihn eindeutig bestimmt können.
Ja, denn nur wenn die Beobachtungszeit bei allen Meldern und Melderinnen gleichlang ist, sind die Daten vergleichbar und somit wissenschaftlich auswertbar. Wir haben als Zeitraum eine Stunde gewählt, da sich gezeigt hat, dass in dieser Zeitspanne eine entsprechende Stichprobe der vorhandenen Arten an einem Zählort gewonnen werden kann. Gleichzeitig lässt sich eine Stunde für Teilnehmende gut an einem Wochenende einplanen. Und je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
Am besten geben Sie Ihre Beobachtungen hier online über das Formular auf dieser Webseite ein, das am 9. Januar freigeschaltet wird. Das Formular funktioniert auch übers Handy. Diese Eingabe ist am einfachsten und spart Porto, Transportwege und eine nachträgliche Digitalisierung von Meldebögen.
Derzeit können Sie aber auch noch Ihren Meldebogen per Post an uns schicken:
LBV, Postfach 1380, 91157 Hilpoltstein
Sowohl das Online-Formular als auch der Meldebogen haben ein extra Freifeld, in das Sie zusätzliche, nicht aufgelistete Arten eintragen können.
Ihrem Engagement sind bei der Aktion keine Grenzen gesetzt. Wer Zeit und Gelegenheit hat, im Laufe der drei Tage mehrfach zu zählen, kann das gerne tun. Wichtig ist aber bitte, dass Sie an verschiedenen Orten zählen – zum Beispiel zuerst ums eigene Haus, dann im entfernt gelegenen Schrebergarten – und dass jede Beobachtungsstunde getrennt gemeldet wird.
Nur so können die Daten in die Auswertung einfließen. Über die Jahre dürfen Sie gerne an demselben Zählort mitmachen. Diese Beobachtungen liefern soogar besonders wertvolle Daten, da sie eine direkte Veränderung der Vogelwelt an einem Ort zeigen.
Das stimmt nicht, die gesammelten Daten sind sehr wohl auswertbar, auch wenn die wenigsten Teilnehmenden an der „Stunde der Wintervögel“ eine ornithologische oder wissenschaftliche Ausbildung haben. Entscheidend ist die große Zahl an Teilnehmenden und dass alle nach den gleichen, einfachen Regeln zählen.
So lassen sich Trends zu Vorkommen und Verbreitung häufiger Arten über viele Jahre erkennen: Werden bestimmte Arten häufiger oder seltener gemeldet? Verändert sich ihre Verbreitung im Siedlungsraum? Solche großflächigen Entwicklungen kann man nur mit Hilfe von Citizen-Science-Aktionen feststellen.
Es kann gut vorkommen, dass in einzelnen Gärten oder Parks tatsächlich nur wenige Vögel während der Zählstunde zu sehen sind. Die Zählstunde gibt uns eine Momentaufnahme, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. Entscheidend ist aber nicht die einzelne Beobachtung, sondern die Summe von sehr vielen Zählungen. Dadurch werden die Vögel flächendeckend erfasst, was die natürliche Verteilung der Arten recht gut widerspiegelt.
Jede einzelne Zählung trägt zum Gesamtbild bei. Erst durch die vielen Beobachtungen aus unterschiedlichen Gärten und Parks entsteht ein verlässliches Bild darüber, welche Vögel im Winter im Siedlungsraum in Bayern vorkommen und in welchen Regionen.
Außerdem ist die „Stunde der Wintervögel“ eine einfache Möglichkeit, Natur direkt vor der eigenen Haustür zu erleben und vielleicht sogar Neues zu entdecken. Laden Sie gerne auch Freunde und Freundinnen, Bekannte und Verwandte zum Mitmachen ein!
Das Wetter beeinflusst tatsächlich das Verhalten der Vögel und kann sich regional stark unterscheiden. Für die Auswertung der Daten sind allerdings vor allem langfristige Trends über viele Jahre entscheidend. Dabei gleichen sich kurzfristige Wettereinflüsse, wie etwa Kälte, Schnee oder Sonnenschein, durch die große Zahl an Meldungen aus.
Diese Trends lassen sich also auch ohne individuelle Wetterangaben zuverlässig erkennen. Zusätzlich stehen den Auswertenden allgemeine Wetterdaten (z. B. von Wetterdiensten) zur Verfügung, die bei Bedarf in die Interpretation der Ergebnisse einbezogen werden können. Und für viele der Wintergäste in Bayern, wie z.B. Bergfink oder Erlenzeisig, ist eher die Wetterlage in den nordischen Brutgebieten ausschlaggebend dafür in welcher Zahl sie in den Süden, nach Bayern, fliegen.
Ziel der Aktion ist es, gemeinsam mit unserer Partnerorganisation NABU ein sowohl deutschlandweites als auch regional möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends einzelner Vogelarten zu ermitteln. Dazu werden Meldungen über viele Jahre verglichen.
Im Gegensatz zur „Stunde der Gartenvögel“ im Mai, bei der die Brutvögel beobachtet und gemeldet werden, lassen sich im Winter auch Erkenntnisse über Gäste gewinnen, die aus nördlichen, kälteren Regionen zu uns kommen. Zudem kann man über die Jahre erkennen, wie sich das Zugverhalten mancher bei uns brütender Arten ändert. Einige „klassische Zugvögel“ verbringen seit ein paar Jahren auch den Winter bei uns in Bayern.
Die deutschlandweite Aktion entwickelt sich immer mehr zu einer länderübergreifenden Mitmachaktion in Mitteleuropa, die wichtige Daten zur winterlichen Vogelwelt in verschiedenen Regionen sammelt. Neben Deutschland werden auch in Tschechien, Slowakei, Österreich, der Schweiz, Slowenien und Polen Vögel im Winter gezählt. Diese länderübergreifenden Daten sind besonders wertvoll, um große Trends in der Vogelwelt zu erkennen – zum Beispiel, wie Arten auf Klimaveränderungen, Futterangebote oder Lebensraumverlust reagieren.
Nein, die Aktion liefert keine exakten Zahlen zur Gesamtzahl der in Bayern vorkommenden Vögel. Die Meldungen zeigen aber, wie häufig bestimmte Vogelarten in Gärten und Parks vorkommen und wie sich diese Häufigkeit über die Jahre verändert. Genau diese Trends sind besonders wertvoll, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt Naturschutzmaßnahmen zu planen.
Die gemeldeten Beobachtungen gehen in unsere langjährige Datenbank der Vogelbeobachtungen ein und können so wissenschaftlich ausgewertet werden. So lässt sich erkennen, welche Vogelarten in Gärten und Parks häufig sind. Kommen neue Arten hinzu? Verschwinden Arten? Leben bestimmte Arten eher im Dorf als in der Stadt?
Die Ergebnisse fließen in die Naturschutzarbeit des LBV, in wissenschaftliche Analysen und in die Öffentlichkeitsarbeit ein. Sie helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen, gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln und auf die Situation unserer heimischen Vögel aufmerksam zu machen.
Außerdem werden die Resultate auf unserer Webseite, unserem Mitgliedermagazin sowie in Pressemitteilungen veröffentlicht, Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhält eine Auswertung per Newsletter. So können alle Teilnehmenden sehen, wie Ihre Meldung dazu beiträgt, das Gesamtbild zu vervollständigen.
Viele Kreisgruppen geben Tipps zum Beobachten oder veranstalten weitere Aktionen wie Infostände und Führungen. Fragen Sie Vorort einfach nach. Auch für Kinder bietet die LBV Naturschutzjugend NAJU einige Aktivitäten. Eine Auflistung aller bayernweiten Aktionen finden sich in unserer Termindatenbank.
Die Auslosung der Preise des Gewinnspiels im Rahmen der Stunde der Wintervögel findet nach der Aktion statt, wenn alle Meldungen bei uns eingegangen und digitalisiert sind. Die jeweiligen Gewinner und Gewinnerinnen werden schriftlich benachrichtigt, in der Regel per E-Mail oder über die bei der Meldung angegebene Adresse.
Bitte haben Sie etwas Geduld, denn die Auslosung und Benachrichtigung kann einige Zeit nach der Zählaktion in Anspruch nehmen. Wenn Sie bis Ende Februar keine Nachricht erhalten haben, hat es dieses Mal leider nicht geklappt.
Ihre persönlichen Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Daten können jedoch für LBV-eigene Informations- und Werbezwecke verwendet werden. Sie können dieser Nutzung jederzeit schriftlich oder per E-Mail (mitgliederservice@lbv.de) widersprechen.
Ja, die Herkunft der Teilnehmenden ist beliebig, solange an einem Ort in Bayern gezählt wird. Wichtig ist, dass die Beobachtungen an dem offiziellen Aktionswochenende gemacht werden und man genau angibt, wo gezählt wurde. Auch hier gilt, dass von jedem Zählort bitte nur einmal gemeldet wird. Sie können gerne gemeinsam mit Ihren Freunden Vögel beobachten und eine gemeinsame Meldung abgeben
Ja, man kann während der Aktion überall in Deutschland zählen. Wichtig ist, dass die Beobachtungen an dem offiziellen Aktionswochenende gemacht werden und man genau angibt, wo gezählt wurde. Auch hier gilt, dass von jedem Zählort bitte nur einmal gemeldet wird. Sie können gerne gemeinsam mit Ihren Freunden Vögel beobachten und eine gemeinsame Meldung abgeben. Außerbayrische Meldungen werden automatisch an den NABU weitergeleitet.