Grünes Heupferd

Tettigonia viridissima

Grünes Heupferd | © A. Schaefer © A. Schaefer

Um Heupferde auszuspüren, ist keine aufwändige Expedition nötig. Dank ihres weit tragenden Gesangs könnte man Heupferde bei geöffnetem Fenster vom Auto aus kartieren, oder, eben etwas umweltfreundlicher, vom Fahrrad aus.

Mit gut 70 in Deutschland vorkommenden Arten sind Heuschrecken die ideale Artengruppe, um in die Entomologie (Insektenkunde) einzusteigen. Insgesamt kommen in Deutschland mehr als 30.000 Insektenarten vor, das ist deutlich unübersichtlicher.

Unter den Heuschrecken ist das Grüne Heupferd eine echte Anfänger-Art, denn es ist kaum zu übersehen und ganz bestimmt nicht zu überhören. Mit dem Zwitscherheupferd und dem Östlichen Heupferd gibt es noch zwei ähnliche Arten, die bei etwas näherem Hinschauen aber recht einfach zu unterscheiden sind.

Das steht auf dem Speiseplan
Heupferd mag Tettigonia viridissima heißen, weil es recht groß ist oder weil sein Kopf von der Seite entfernt an ein Pferd erinnert. Mit der Ernährung hat der Name aber wenig zu tun. Heu ist nicht so sehr des Heupferds Sache.

Es knabbert zwar gelegentlich an weichen Pflanzenteilen, hauptsächlich ist es aber Insektenjäger und -fresser. Damit ist auch schon die Frage beantwortet, ob Heupferde denn eher schädliche oder nützliche Tiere sind: Für Blattläuse (Lieblingsnahrung), Käferlarven, Fliegen und kleine Heuschrecken ist das Heupferd sehr schädlich, was manche Menschen wiederum recht nützlich finden.

So gemächlich Heupferde scheinen, für den Nahrungserwerb nutzen sie auch ihre enorme Sprungkraft und erbeuten so Kleintiere, die sie mit den Vorderbeinen festhalten.

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