Bachstelze

Motacilla alba

Porträt einer Bachstelze | © Markus Gläßel © Markus Gläßel
Bachstelze (Motacilla alba)

Volkstümliche Namen
Aufenthaltsgebiete und Verhaltensmerkmale kennzeichnen manche Mundartausdrücke: Wasserstelza, Ackermännle oder Wippsterzen wurde sie früher genannt. In der Oberpfalz galt: Sieht ein Mädchen im Frühjahr erstmals eine einzelne Bachstelze, wird es ledig bleiben, ist es ein Paar, heiratet das Mädchen im selben Jahr.

Kennzeichen
Schwarz-weißes, kontrastreiches Gefieder, schnell trippelnder Gang mit wippendem, langen Schwanz. Der Gesang ist ein gedehnter, oft zweisilbiger Laut wie „dschewitz”, von exponierten Warten wie Gebäudegiebeln vorgetragen. Wellenförmiger Flug.

Vorkommen
März bis November, selten überwinternd

Nest
Halbhöhlenbrüter, in Felsspalten, Abbrüchen, Wurzeltellern oder Kopfweiden zu finden. Auch in Gebäudenischen, Dachträgern und Mauerlücken.

Nahrung
Insekten, Spinnen, auch Springschwänze, Flohkrebse und bis zu 35 mm lange Fischchen. Die Nahrung wird auf offenen Flächen mit kurzer oder fehlender Vegetation durch Ansitzjagd, hinterher rennen usw. gefangen.

Verhalten
Luftfeinde werden mitunter heftig mit Zwitschergesang verfolgt, wobei sich mehrere Individuen zusammenschließen können.

Info
Kommt in offenem Gelände vor, meist in Wassernähe. Ursprünglich wohl an Flussufern und Fluss-Schotterbänken beheimatet, heute Kulturfolger in dörflichen Siedlungen mit Viehhaltung, aber auch an Industrieanlagen.

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes); Unterordnung: Singvögel (Passeri); Familie: Stelzen und Pieper (Motacillidae); Gattung: Stelzen (Motacilla); Art: Bachstelze.

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