Details und Erfahrungen
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- Ganzjahresbeweidung seit 2000 mit Heckrindern
- Komplette Organisation und Betreuung über Weideprojekt Leonie e.V.
- Aktuell 83 ha eingezäunt, davon 53 ha Weidefläche im VNP extensive Beweidung
- Aktueller Besatz bezogen auf VNP-Weidefläche liegt bei 0,67 GV/ha, weitere Reduzierung vorgesehen
- Antiparasitika werden nur nach Bedarf und jährlicher Kotprobenanalyse eingesetzt, das ist bei ca. 20 % der Tiere der Fall
- Zusätzlich 6 Pferde auf der Weide
- Früher konnten trotz eines höheren Beweidungsdruckes (0,9 GV/ha) die Schlehen nicht zurückgedrängt werden und das Grünland wurde gleichzeitig zu stark beweidet, daher wurde der Besatz schrittweise wieder verringert. Ausbreitung der Schlehen wird durch Rinder verzögert aber nicht aufgehalten, es muss regelmäßig nachgearbeitet werden.
- Jakobskreuzkraut ist vorhanden und tendenziell in Ausbreitung, wird in einzelnen Aktionen manuell ausgerissen und entsorgt (2021: 700 kg). JKK kann bei Beweidung wegen entstehender Rohbodenstellen immer zum Problem werden. Tiergesundheit (Akkumulation Giftstoffe) muss beachtet werden, es gab hier bisher keine Probleme. Eintrag von Naturschutzflächen auf landwirtschaftliche Flächen zur Heuproduktion führt zu Konflikten.
- Zusätzlich zu den Rindern waren verschiedene Pferde auf der Weide, hier gab es viele Probleme. Przewalski-Pferde waren scheu und aggressiv, die folgenden Exmoor-Ponies waren sehr scheu und dadurch sehr schwierig in der Handhabung bei notwendigen tierärztlichen Behandlungen.
- Wandel bei der Einstellung bzgl. Antiparasitika: Tiere sollen in gewissem Maß mit Parasiten leben, dadurch bleiben sie robust. Es werden nur die stark befallenen und gesundheitlich beeinträchtigten Tiere behandelt.
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