Ende der Förderungen von Schneekanonen ist ein wichtiges Signal
Erste Schritte zum besseren Schutz der bayerischen Alpen – Langfristiges Ziel muss Verbot von neuen Seilbahnen in unerschlossenen Gebieten sein
Der LBV setzt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv dafür ein, dass umwelt- und klimaschädliche Subventionen wie die Förderung von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen abgeschafft werden. Die Tatsache, dass bei der nun verkündeten Verlängerung der Seilbahnförderrichtlinie zukünftig Beschneiungsanlagen nicht mehr förderfähig sind, bewertet der LBV als wichtiges Signal.
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„Diese Entscheidung war überfällig. Beispiele wie das Aus des Skibetriebs am Jenner zeigen, dass Investitionen in die Ski-Infrastruktur trotz massiver staatlicher Förderung keine Zukunftsperspektive für unsere bayerischen Alpen darstellen“, erklärt LBV-Geschäftsführer Helmut Beran.
Ein weiterer wichtiger Zwischenschritt zum Schutz der Berge im Freistaat ist der Beschluss, künftig den Neubau von Seilbahnen nicht mehr zu fördern. „Damit wird einer weiteren Erschließung unberührter Bereiche des bayerischen Alpenraums ein Riegel vorgeschoben. Dies kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Langfristig muss das Ziel zum Schutz des einzigartigen Naturraums Alpen sein, den Neubau von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen in bisher unerschlossenen Gebieten grundsätzlich zu verbieten“, betont LBV-Geschäftsführer Beran.
Kritisch am Beschluss des Tourismusministeriums zur Seilbahnförderung sieht der LBV, den Ganzjahresbetrieb als Voraussetzung für eine Förderung. „Gerade ein Ausbau des Sommerbetriebs führt zu einer zusätzlichen Störung in der Brutzeit und der Zeit der Jungenaufzucht“, erklärt Beran.
Die Alpen sind das herausragende Naturjuwel Bayerns. Ihr Schutz ist von bundesweiter Bedeutung. Die Alpenregion muss vor allem im Zuge des Klimawandels zukunftsfähig bleiben. „Eventtourismus, große Infrastruktur-Vorhaben und eine stetige Erhöhung der Tourismuskapazitäten haben dort deshalb keine Zukunft. Die Alpen müssen als Naturraum bewahrt werden. Nur ein sanfter Tourismus sichert letztendlich auch das wirtschaftliche Potenzial des Alpentourismus für die kommenden Jahrzehnte“, so LBV- Geschäftsführer Helmut Beran.