Der Klimawandel in den Alpen

Auswirkungen und Folgen

Der Alpenraum hat sich seit dem späten 19. Jahrhundert doppelt so stark erwärmt wie der globale Durchschnitt, sodass die Alpen besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Die Folgen davon sind verheerend.

vBerchtesgadener Alpen mit Schnee und Wald | © Thomas Duerst © Thomas Duerst
Die Berchtesgadener Alpen

Abtauende Gletscher

Negative Auswirkungen für den Wasserhaushalt in den Tallagen.

Verlust an Permafrost

Permafrost ist eine Schicht aus Sediment, Fels und Erde, die ganzjährig durchgehend gefroren bleibt und dadurch die Felsen stabilisiert. Zusammen mit höheren Niederschlägen erhöhen sich Steinschläge und Felsstürze. Alm-/Alphütten sacken ab, weil sich der Boden darunter bewegt.

Weniger Schnee

Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschläge. Im Sommer weniger Niederschläge (Modellprognosen um 30%) und im Winter um 5-10% zunehmen. Durch den Temperaturanstieg Abnahme der Schneefallmenge, Anzahl der Schneetage und Verschiebung der Schneegrenze nach oben.

Starkregenereignisse

Folge von Starkregenereignissen sind Überschwemmungen in den Tallagen, Schlammlawinen und Murenabgänge (Hangrutschungen).

Veränderung der Artenzusammensetzung und Verschiebung der Areale von Tier- und Pflanzenarten und zum Verlust von Arten

Murmeltier auf einem Felsen | © Henning Werth © Henning Werth
Auch Murmeltiere werden es in den Bergen immer schwerer haben

Wenn die Durchschnittstemperatur ansteigt verschieben sich die idealen Klimazonen für Arten und Lebensräume in höhere Lagen. Beispiele für betroffene Arten:

  • Murmeltiere: Wärmeempfindliche Art. Durch die Temperaturerhöhung müssen sie in höhere Regionen abwandern. Dort reicht irgendwann sie Humusschicht nicht mehr aus, um ausreichend tiefe Höhlen für den Winterschlaf zu graben.
  • Schneehase: ebenfalls wärmeempfindliche Art. Abwandern nach oben nur begrenzt möglich.
  • Edelweiß, Bayerische Enzian, Gletscher-Hahnenfuß, Moos-Steinbrech: Werden von Pflanzenarten die nach oben wandern verdrängt, da diese oftmals größer sind bekommen die kleinen Arten zu wenig Licht. Ein Abwandern nach oben ist ebenfalls nicht möglich, da sie bereits in den Hochlagen wachsen.

Ausführliche Infos über die Veränderung der Tier- und Pflanzenwelt durch den Klimawandel

Verschiebung der Baumgrenze in höhere Lagen

Lebensraumverlust von Offen- und Grasland und deren Arten. Verschiebung der Baumgrenze in den italienischen Alpen.

Aktuell liegt die Baumgrenze bei 1500-1600 m NN. In den Jahren 2010-2039 wird sich die Baumgrenze um 195 m und im Zeitraum 2070-2099 um 354 m nach oben verschieben. Dadurch wird eine Abnahme der Schneehuhnhabitate um 28,12% bis 49,11% prognostiziert.

Da deren Lebensraum heute schon in den Hochlagen liegen haben sie keine Möglichkeit auf noch höhere Lagen auszuweichen. Auch verliert der Steinadler seine Jagdgebiete.

Unterstützen Sie unsere Arbeit:

Wir wollen den Klimawandel bremsen und seine Auswirkungen so gering wie möglich halten. Darum unterstützen wir Fridays for Future und kaufen und renaturieren u.a. Moore als lokale CO2 Speicher. Helfen auch Sie mit! 

LBV-Spendenkonto:

DE28 7645 0000 0750 9060 34

Verwendungszweck: Klimaschutz

Klimawandel und seine Folgen

Die Zwillingskrise: Artensterben & Klimawandel

© Dr. Christoph Moning

Zunehmend rücken zwei Themen immer mehr ins Bewusstsein vieler Menschen und auf die Titelseiten der Medien: Artensterben und Klimawandel. Wir stellen uns dieser Zwillingskrise in unserer Arbeit – und könnten dabei mehr Unterstützer finden als jemals zuvor. 

Weiterlesen

Veränderung der Tier- und Pflanzenwelt

© Dr. Olaf Broders

Der Klimawandel beeinflusst schon heute den Lebensrhythmus und die Verbreitung vieler unserer Tier- und Pflanzenarten. Große Sorge um die Artenvielfalt ist trotz mancher Neuansiedlungen auf alle Fälle angebracht. Der Mensch muss handeln, wenn er nicht selber zur aussterbenden Art werden will.

Weiterlesen

Naturlebensräume stärken - Klimawandel bremsen

© Dr. Eberhard Pfeuffer

Die Klimakatastrophe und der weltweite Verlust an Biologischer Vielfalt sind eine Zwillingskrise, die in vielerlei Hinsicht miteinander verwoben sind und zusammen gelöst werden müssen. Für den LBV stehen diese Themen daher seit Jahren im Zentrum seiner Arbeit und sie werden das auch in Zukunft tun.

Weiterlesen

Folgen des Klimawandels für Vögel

© Henning Werth

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel zukünftig auf unsere heimische Vogelwelt? Für manche Arten könnte ein weiterer Anstieg der Temperaturen das Aus bedeuten.

Weiterlesen

Klimaschutz durch Moorschutz

Unsere letzten Moore sind durch Entwässerung, Abbau oder intensive landwirtschaftliche Nutzung bedroht. Wir kämpfen seit Jahren für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums und zur Verbesserung unseres Klimas. Wie das aussehen kann zeigen wir am Beispiel der Niedermoorlandschaft Wittislinger Ried.

Weiterlesen

Flächenankauf ist Klimaschutz

© J. Römheld

Ihm Rahmen des ARCHE NOAH FONDS kauft der LBV laufend Biotopflächen an. Hier hat die Natur absoluten Vorrang. Moorflächen gehören zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Welt. Unterstützen Sie uns beim Flächenankauf!

Weiterlesen

Der Garten im Klimawandel

© Birgit Helbig

In Hitzesommern ist Wassermangel zum Problem geworden. Wir geben Tipps, wie man kostbares Wasser spart und seinen Garten auf trockene Zeiten vorbereitet.

Weiterlesen

Newsletter

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ist mit Freistellungsbescheid des Zentral-Finanzamtes Nürnberg, Steuer-Nr. 241/109/70060, als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt und gem. § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer freigestellt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Mehr