Vogelwilderei ist Millionengeschäft
Der illegale Zugvogelfang an Ägyptens Mittelmeerküste
bleibt ein einträgliches Geschäft und ein ernstes Problem
für den Zugvogelschutz. Nach einer Studie im Auftrag der
LBV-Dachorganisation BirdLife International ist davon aus-
zugehen, dass während des Herbstzugs von Mitte August
bis Ende Oktober etwa zwölf Millionen Zugvögel in Netzen
entlang der Mittelmeerküste gefangen werden, die einem
Handelswert von etwa 40 Millionen Euro entsprechen. Be-
sonders betroffen sind demnach Wachteln, Turteltauben,
Wachtelkönige, Ziegenmelker, Pirole und Neuntöter.
3 I 16
VOGELSCHUTZ
9
GEZWITSCHER
KURZMELDUNGEN
Uhus werden immer häufiger in Städten beobachtet.
Foto: Hans-Joachim Fünfstück/
www.5erls-naturfotos.deFehlerteufel
• Der Leserbrief in der Ausgabe 02/16 „Die Natur braucht
den Menschen nicht“ stammte nicht wie abgedruckt von
Patrick Schwan, sondern von Franz Reichart. Der Leser-
brief „Es war der Erlenzeisig“ wiederum wurde von Hedwig
Pitscheneder eingesandt.
• Der vom LBV betreute Steinbruch bei Kulmain in der
Oberpfalz gehört zur Gemeinde Zinst und heißt nicht wie in
der Ausgabe 01/16 fälschlicher Weise geschrieben Zingst
wie das Ostseebad. Die Redaktion
- ANZEIGE -
V
o
g
e
l
d
e
s
J
a
h
r
e
s
2
0
1
6
S
t
i
e
g
l
i
t
z
Einzigartige
Samen-Mischungen mit
heimischen Wildblumen
•
Freuen Sie sich an fröhlich-bunter
Blütenpracht.
•
Wählen Sie aus 4 verschiedenen
Samen-Mischungen für nachhaltige
Nützlingsförderung.
Entdecken Sie mehr über Ihre Gartengäste auf
www.neudorff-wildgaertner.deFolgen Sie uns auf
NaturschutzKombi_WG Freude_Gartenstars_94x138_2-16 10.03.16 08:40 Seite
Neue Rote Liste veröffentlicht
In der neuen „Roten Liste der Brutvögel in Bayern“ finden sich
auch viele bekannte Vogelarten wieder. Am kritischsten steht es
aufgrund der intensiven Landnutzung um Vögel der Äcker und
Wiesen: Die Bekassine (Foto), der Große Brachvogel und das
Braunkehlchen stehen im Freistaat kurz vor demAussterben (Ge-
fährdungsgrad 1), und auch der ehemals weit verbreitete Kiebitz
ist stark gefährdet (2). Neben der Feldlerche gelten nun auch
Mauersegler und Mehlschwalbe als gefährdet (3). Die Kulturfol-
ger Rauchschwalbe und Haussperling stehen neuerdings auf der
Vorwarnliste.
Naturtourismus im Nationalpark
Das Ergebnis einer Studie der Universität Würzburg zeigt,
dass die deutschen Nationalparke wichtige Ziele auf dem
deutschen Naturtourismusmarkt darstellen. Nationalparke
(Foto: Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayr. Wald) leisten
neben ihrer hauptsächlichen Funktion im Bereich Natur-
schutz einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Ent-
wicklung einer Region. Die 15 deutschen Nationalparke
zählen durchschnittlich rund 53 Millionen Besuchstage pro
Jahr, mit einem Bruttoumsatz von 2,78 Milliarden Euro. Vom
hieraus entstehenden Einkommen können mehr als 85.000
Menschen im Umfeld der Nationalparke leben.
Ägyptens Küste: Fangnetze soweit das Auge reicht.
Foto: R. Rößner
Foto: H. Schulz
Foto: W. Lorenz




