Gärtnern ohne Torf

Ein wirksamer Beitrag zum Moor- und Klimaschutz

Moorzerstörung für den Garten (Bild: R. Diemer)
Moorzerstörung für den Garten (Bild: R. Diemer)

Wer in Gartencentern oder Baumärkten Blumenerde kaufen möchte, findet ein riesiges Angebot. Doch diese "Erden" bestehen meist nahezu ausschließlich aus Torf. Manchmal mit dem Zusatz "Bio" oder "hergestellt aus nachwachsendem Rohstoff". Vielen Hobbygärtnern ist nicht bewusst, dass sie damit zur Zerstörung von Mooren beitragen - alleine in Deutschland auf über 30.000 Hektar.

 

Torf entsteht nur in intakten Mooren durch das Wachstum von Torfmoos. Es dauert 1.000 Jahre bis 1 m Torfschicht entstanden ist. Allein für den Freizeitgartenbau werden in Deutschland alljährlich ca. 3 Mio. m³ Torf abgebaut. Wir haben für Sie die besten Tipps für torffreies Gärtnern zusammengestellt.

 

Außerdem wird durch den Torfabbau das im Moor gebundene Kohlendioxid freigesetzt. Torfabbau befeuert den Treibhauseffekt. Für Deutschland entspricht dies rund 4,5% der gesamten Treibhausgasemission. Dieser Wert erhöht sich noch, wenn man bedenkt, dass ein zunehmender Teil des in Deutschland verbrauchten Torfes aus den baltischen Ländern stammt und mit LKWs transportiert wird.

 

Diese immense Umweltzerstörung muss nicht sein. Wie gärtnerische Lehr- und Forschungsanstalten z.B. an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf nachweisen, sind torffreie Substrate genauso gut. Diese bestehen aus einer Mischung von Kompost, Rindenhumus, Holzfasern und gelegentlich auch Kokosfasern und alle namhaften Hersteller von Blumenerden bieten in ihrem Sortiment torffreie Erdsubstrate an.


LBV stellt torffrei Erde auf Allgäuer Gartentagen vor

Der LBV informiert über torffreie Erde. (F: D. Sänger)
Der LBV informiert über torffreie Erde. (F: D. Sänger)

11.04.13 - Die LBV Kreisgruppe Kempten/Oberallgäu präsentierte sich vergangenes Wochenende auf den Gartentagen in Waltenhofen mit dem Thema "Torffreie Erde" Unter großem Zuspruch der Besucher stellte der LBV eine neue torffreie Erde aus dem Allgäu vor. Die Allgäuer Moorallianz, zu deren Partnern auch der LBV zählt, hat diese umweltfreundliche Erde auf den Markt gebracht. Viele Hobbygärtner ließen sich vom LBV beraten und können sich gut vorstellen in ihrem Garten von nun an torffreie Erden zum Schutz unserer Moore und des Klimas zu verwenden.


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