Vogelbeobachtung ist spaßig und lehrreich

Hilfreiche Expertentipps des LBV rund um das Birdwatching

Vogelbeobachtung wird immer populärer, kein Wunder bei solchen Anblicken (F: M. Bosch)
Vogelbeobachtung wird immer populärer, kein Wunder bei solchen Anblicken (F: M. Bosch)

Ort und Zeit: Vogelbeobachtung als Freizeitbeschäftigung ist zum Glück an keinen Ort gebunden. Ob auf der Gartenterrasse, in heimatlichen Wäldern oder auf der fernen Südseeinsel, Vögel präsentieren sich Ihnen überall. Vor allem Städte konnten in letzter Zeit viel "Vogeleinwanderung" verzeichnen, da dort keine Insektizide eingesetzt werden. In Berlin etwa gibt es erstaunliche viele Arten von Singvögeln, mehr als an vielen anderen Orten. In Bayern sind die Feuchtwiesen des Murnauer Mooses ein heißer Tipp, dort sind seltene Arten wie der Wachtelkönig oder den Karmingimpel zu erspähen. Landwirtschaftliche Monokulturen dagegen sind eher artenarm.

Am aktivsten sind Singvögel morgens und abends. Frühaufstehen brauchen Sie trotzdem nicht. Im Sommer singen Vögel bis ca. 10 Uhr und zwei, drei Stunden vor der Abenddämmerung sind Vögel ebenso gut wie am Morgen zu sehen. Eigene Flugstunden haben dämmerungs- und nachtaktive Eulen sowie Greifvögel, die vorzugsweise mittags und nachmittags unterwegs sind.

Ein Fernglas ist ein Muss (F: H. Albrecht)
Ein Fernglas ist ein Muss (F: H. Albrecht)

Fernglas und Kleidung: Das Fernglas sollte mindestens eine 8-fache Vergrößerung und einen Objektivdurchmesser von 40 mm haben. Die Lichtstärke eines Glases sollte 3,5 (Objektivdurchmesser/ Vergrößerung) nicht unterschreiten. Dann ist auch bei bedecktem Himmel ein Beobachten der Vögel möglich. Auch eine reflektionsmindernde Beschichtung ist günstig. Hochwertige Ferngläser erhalten sie etwa bei Swarovski Optik. Für circa 150 Euro sind gute Mittelmaß-Ferngläser zu ergattern. Camouflage-Kleidung benötigen Sie nicht denn Vögel reagieren nicht auf Farben, sondern auf Bewegung.

Bienenfresser-Dreigestirn (Foto: Z. Tunka)
Bienenfresser-Dreigestirn (Foto: Z. Tunka)

Bestimmungsbücher: Gute Bestimmungsbücher zeichnen sich durch eine genaue Beschreibung der Arten und detaillierte Zeichnungen aus. Auch Gefieder-unterschiede von Jung- und Altvögeln, bzw. zwischen den Geschlechtern sollten darin enthalten sein. Größe, Gestalt und besondere Gefiedermerkmale werden zur Bestimmung der Arten genutzt. Referenzwerk ist der Vogelführer von Lars Svensson, der alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens beschreibt. Nützlich ist eine Vogelstimmen-CD: Manche Arten hört man, bevor man sie sehen kann. Oder man bekommt sie überhaupt nur schwer zu Gesicht. Da ist es hilfreich, wenn man die Vogelstimmen auf CD noch einmal anhören kann. Ebenso hilft eine Vogelstimmen-App für das Smartphone, der Vogelstimmen-Trainer von Nature-Lexicon für rund zehn Euro bietet sich hier an.

Notizbuch und Stift oder Diktiergerät: Wenn man eine Vogelart beobachten konnte, möchte man das Ganze auch detailliert festhalten. Auch der Standort, die Wetterlage und das Biotop sollten festgehalten werden. Und natürlich der Name der beobachteten Vogelart und welches Verhalten beobachtet werden konnte. Je länger man beobachtet, desto mehr entwickelt man ein Gespür für die Tiere. Man weiß, auf welche Details man achten muss, welche Unterschiede zwischen den Arten vorhanden sind und wo welche Arten vorkommen. So lernt man fast spielerisch unsere Tier- und Pflanzenwelt kennen. Viele Vogelfans stellen Listen und Fotos von gesichteten Arten ins Internet. Beim Club 300 gibt es sogar eine Rangliste wer die meisten Arten zu Gesicht bekommen hat.
 

Lehrreiches Hobby (F: LBV Fürstenfeldbruck)
Lehrreiches Hobby (F: LBV Fürstenfeldbruck)

Auch für Kinder: Gerade Kinder sind begeisterte Beobachter. Nehmen Sie doch mal Ihre Familie mit auf eine Vogel-Exkursion oder auf eine Vogel-Rallye. Sie werden staunen, was man da so alles beobachten kann. Viele LBV-Gruppen bieten solche Touren an, gerade auch im Zusammenhang mit der "Stunde der Gartenvögel". Auch spezielle Kinder-Aktionen sind geplant.


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