Gezwitscher Weitere Solarpark-Pläne im Donaumoos eingrenzen LBV und BN begrüßen das 200 Millionen schwere Moorrenaturierungs-Projekt der Bayerischen Staatsregierung im Donaumoos. Zum Ärger der Verbände steht dort derzeit jedoch nicht diese dringend notwendige Maßnahme gegen den Klimawandel und den Artenschwund im Mittelpunkt, sondern der Bau von Fotovoltaikanlagen. Die beiden Naturschutzverbände betonen, dass die Grundwasseranhebung das zentrale Ziel sein muss. Fotovoltaik in der Freifläche kann grundsätzlich nur eine untergeordnete Rolle spielen und darf auf Niedermoorflächen nur mit einer derartigen Anhebung stattfinden. Angesichts der Vielzahl aktueller Solarpark-Planungen fordern LBV und BN deshalb die Erstellung eines Gesamtkonzeptes und die Reduzierung der Planungen auf ein natur- und moorverträgliches Maß. K U R ZME L DUNG E N Lebenszeichen nach zwei Monaten Funkstille Erleichterung beim gemeinsamen Bartgeierteam von LBV und Nationalpark Berchtesgaden: Der seit dem 24. November verstummte GPSSender von Bavaria ist seit Mitte Januar wieder aktiv. Zwar bestand kein Grund zur Annahme, dass es ihr nicht gut geht, trotzdem hofften die Verantwortlichen immer auf ein Lebenszeichen. Zumindest konnten die Solarzellen des zwischenzeitlich vollkommen entladenen Akkus wieder einen Ladestand aufbauen. Die bisherigen Flüge der zusammen mit Bavaria im Sommer 2021 zweiten ausgewilderten Bartgeierdame Wally konnten dagegen weitgehend lückenlos aufgezeichnet werden. Beiden Bartgeiern geht es gut. Alle ihre Flugrouten können weiterhin mitverfolgt werden unter www.lbv.de/bartgeier-auf-reisen. VOGELSCHUTZ 1|22 9 UmweltBank unterstützt Rainer Wald Der Rainer Wald ist mit rund 245 Hektar das größte LBVSchutzgebiet. Totholz bleibt hier erhalten und bildet wertvollen Lebensraum für viele Arten. Es ist das bedeutendste Naturwaldareal im Landkreis Straubing-Bogen. Dieser Wald ist eine Naturoase im intensiv landwirtschaftlich genutzten Gäuboden. Hier leben sechs Spechtarten und 14 Fledermausarten. Über 1.500 Insektenarten wurden bisher nachgewiesen. Bis in das Jahr 2005 wurde der Rainer Wald maßgeblich durch den Menschen bewirtschaftet, sodass nur bestimmte Teile der Waldfläche als naturnah eingestuft werden konnten. Die naturfernen Bereiche werden vom LBV zum Naturwald umgebaut. Neben dem Umbau vom Fichtenwald hin zum Naturwald ist der LBV auch für die Verkehrssicherung zuständig. Der Rainer Wald grenzt an eine stark befahrene Bundesstraße. Ähnlich wie bei der Borkenkäferbekämpfung geht es im Rainer Wald nicht nur um bloße Gefahrenbeseitigung, sondern darum den Natur- und Artenschutz zu integrieren. Es werden beispielsweise Baumkletterer oder Hebebühnen eingesetzt, um Hochstümpfe als stehendes Totholz zu schaffen. Von 2019 bis 2021 hat die UmweltBank das Schutzgebiet im Rahmen ihrer Neukundenaktion unterstützt. Für jeden neuen Kunden spendete die grüne Bank fünf Euro an den Rainer Wald. „Allein im letzten Jahr hatten wir einen großen Finanzbedarf durch den Waldumbau und die Verkehrssicherung. Weitere Flächenankäufe sind in Vorbereitung“, freut sich LBV-Flächenbetreuer Dr. Martin Werneyer über die Unterstützung.
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