Der Wiedehopf im Garten Während der Stunde der Gartenvögel wurden in den letzten drei Jahren vermehrt Beobachtungen des Wiedehopfs aus Bayern gemeldet. Waren es vor zehn Jahren nur vereinzelte Sichtungen, so sind es mittlerweile im Schnitt 25 Vögel pro Jahr, die meisten davon auf dem Durchzug. Eier bekennen Farbe Das Weibchen überträgt beim Brüten ein Bürzeldrüsensekret mit antimikrobiellen Eigenschaften auf die Schalen der Eier. Die Embryonen im Inneren werden so vor Infektionen geschützt, die durch die Schale eindringen können. Die Färbung der Eier ändert sich dadurch von einem weißen zu einem grünlichen Ton. Verwurzelt in der Kultur Die markante Erscheinung des Wiedehopfs hat seit jeher die Fantasie der Menschen angeregt und findet sich in Märchen, Sagen und Geschichten. Bereits in der griechischen Mythologie wird der König von Thrakien in einen Wiedehopf verwandelt. In dem deutschen Volkslied Die Vogelhochzeit bringt der Wiedehopf „der Braut ´nen Blumentopf“. Ist der Wiedehopf ein Specht? Nicht nur vom Aussehen her ähnelt der Wiedehopf mit dem langen Schnabel und den schwarz-weißen Federn auf Flügeln und Schwanz einem Specht. Auch genetisch sind beide verwandt: Sie besitzen einen gemeinsamen Vorfahren, sind also Schwestergruppen. Bereits 1976 wählten LBV und NABU den Wiedehopf zum Vogel des Jahres. Hier sind fünf weitere Fakten, die Sie vielleicht noch nicht über den markanten Vogel wussten. Schon gewusst? Was ist schon ein Name? In vielen Sprachen ist die Bezeichnung für den Wiedehopf onomatopoetisch, d.h. sie leitet sich aus den Lauten des Vogels ab. So heißt er nach seinem „up-up-up“-Ruf Hoopoe (engl.) und Upupa (ital.). Sein deutscher Name hingegen geht vermutlich auf die althochdeutsche Form „witihopfo“ zurück, was so viel wie Baumhüpfer bedeutet. FOTOS: MATHIAS SCHÄF, CREATURART-/, SYEDFABBAS-/, YEONGSIK IM-STOCK.ADOBE.COM, MIDDELHAUVE VERLAG VOGELSCHUTZ 1|22 15
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