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Bartgeiermonitoring Bayern-Tirol

Grenzübergreifendes Interregprojekt

Neben dem Wiederansiedelungsprojekt Bartgeier von LBV, Nationalpark Berchtesgaden und Tiergarten Nürnberg gibt es ein weiteres sogenanntes "INTERREG Projekt" zwischen Bayern und Österreich: „Aufbau eines grenzüberschreitenden Bartgeiermonitorings und Netzwerks Bayern-Tirol“. Der LBV als Lead-Partner und alle fünf Tiroler Naturparke (Projektpartner) sowie das Land Tirol / Abteilung Umweltschutz (assoziierter Partner) schließen sich zusammen, um die Wiederansiedlungsbemühungen grenzüberschreitend zu bündeln.

Projektbeschreibung

Bartgeier in den Alpen | © Hansruedi Weyrich © Hansruedi Weyrich
Im Zillertal und den Allgäuer Alpen gibt es Anzeichen erster Ansiedlungen von Bartgeiern

Der Bartgeier (Gypaetus barbatus), die größte Vogelart in den Alpen, galt seit 1913 als ausgestorben. Seit 1980 laufen Aufzuchtbemühungen des Alpenzoos Innsbruck, die 1986 zu ersten Auswilderungen im Nationalpark Hohe Tauern führten. 1997 wurde die erste Freilandbrut beobachtet, mittlerweile leben wieder rund 300 Bartgeier in den Alpen. Nun gibt es auch im Zillertal und den Allgäuer Alpen Anzeichen erster Ansiedlungen.

Zusätzlich gibt es derzeit eine Auswilderungsinitiative für den Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden, die vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) begleitet wird. Die dauerhafte Etablierung dieser nur sehr langsam reproduzierenden Art ist jedoch kein einfaches Unterfangen. Störungen durch intensive touristische Nutzungen, Vergiftungen durch die Aufnahme von bleihaltiger Munition im Aufbruch von Schalenwild und die Entsorgung von Nutztierkadavern auf den Almen erschweren die Bemühungen.

Es gäbe jedoch in Tirol ausreichend Wild, das im freien Gelände verendet und dem auf Knochennahrung spezialisierten Aasfresser ein Überleben sichern würde. Experten halten es durchaus für möglich, dass sich der Bartgeier wieder fest im österreichisch-bayerischen Alpenraum ansiedeln lässt.

Ziele des Projekts

Das Projekt zielt darauf ab, die Biodiversität im Kooperationsraum zu verbessern und den Verlust der stark gefährdeten und daher streng geschützten Tierart zu stoppen bzw. deren Ausbreitung zu vergrößern.

Inhalte - Was soll erreicht werden?

Exkursion und Schulung Bartgeier Monitoring im Ötztal
Exkursion und Schulung Bartgeier Monitoring im Ötztal

Das Projekt beinhaltet den Aufbau eines mehrschichtigen Netzwerks sowie die Entwicklung eines dauerhaften Organisationsmodells. Es gilt, lokale Partner unter den Jäger*innen, Almbewirtschafter*innen, Seilbahnbetreiber*innen, Hobby-Ornitholog*innen und weitere Interessierte zu gewinnen.

Auf bayerischem Gebiet soll eine zentrale Monitoringstruktur installiert werden. In Tirol sind die Naturparke zentrale Netzwerkknoten, die mit der bayerischen Stelle intensiv kooperieren. Alle Bartgeiersichtungen müssen zentral gesammelt und in eine Datenbank eingetragen werden.

Über intensive Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen und Veranstaltungen sollen Multiplikatoren und die Bevölkerung über das Verhalten dieser Vogelart aufgeklärt werden. Fortlaufende gemeinsame Aktivitäten (Veranstaltungen, Monitoringbericht) mit den Projektakteuren sind ebenfalls Bestandteil der Aufgaben.

Warum ist das Projekt grenzüberschreitend?

Ausgehend von Wiederansiedlungsprogrammen im Nationalpark Berchtesgaden und den etablierten Revieren im Nationalpark Hohe Tauern soll sich der Bartgeier wieder dauerhaft im grenzüberschreitenden Kooperationsraum ansiedeln. Die Biologie dieser Vogelart macht ein grenzüberschreitendes Vorgehen unumgänglich.

Wie soll die dauerhafte (institutionelle) grenzübergreifende Zusammenarbeit der Projektträger sichergestellt werden?

Ein Bartgeiermonitoring ist nur dann erfolgversprechend, wenn es auf Dauer angelegt wird. Daher besteht unter den Projektakteuren ein klares Bekenntnis zur langfristigen, institutionellen Kooperation, in die in weiterer Folge auch weitere Partner eingebunden werden sollen.

Enge Verbindungen bestehen bereits zu den Nationalparks Hohe Tauern und Berchtesgaden.

Sichergestellt soll die Kooperation durch ein eigenes Organisationsmodell und fortlaufende gemeinsame Aktivitäten (Veranstaltungen, Monitoringberichte, etc.).

Räumlicher Wirkungsbereich des Projekts:

Gemeinden, NUTS 3 Regionen o.ä.: Oberallgäu, Außerfern, Tiroler Oberland, Tiroler Unterland, Innsbruck

Projektzeitraum:

Projektbeginn: 01.01.2021
Projektende: 30.06.2022

Projektkosten und Fördersatz:

  • Gesamtkosten: 25.000 €
  • Fördersatz von 75 % der Gesamtkosten aus EFRE Mitteln: 18.750 €
  • Eigenmittel: 3.750 €
  • Nationale öffentliche Mittel: 2.500 €

Projektpartner:

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