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IOD 2021 – Die internationalen Bartgeier Beobachtungstage

Populationsschätzungen und weitere Erkenntnisse

Aufruf zur Teilnahme am IOD 2021 |© VCF © VCF
Aufruf zur Teilnahme am IOD 2021

2021 fanden zum 16. Mal die Internationalen Bartgeier Beobachtungstage statt. Mehr als tausend Teilnehmern in verschiedenen europäischen Regionen haben zeitgleich Zählungen durchgeführt und ihre Beobachtungen aufgezeichnet.

Die VCF (Vulture Conservation Foundation) hat nun den Bericht über die IOD 2021 veröffentlicht. Er enthält die aktuellen Schätzungen der Bartgeierpopulation, einen Überblick über die Altersklassenverteilung und weitere Erkenntnisse.

Die Internationalen Bartgeier Beobachtungstage

Adulter Bartgeier |© Hansruedi Weyrich © Hansruedi Weyrich
So nah dürften trotzdem nur wenige der vielen Teilnehmer*innen einem Bartgeier gekommen sein.

Die IOD hat sich zu einem wichtigen Ereignis für Ornithologen, Vogelbeobachter und Naturliebhaber entwickelt, die in den Bergen nach dieser majestätischen Vogelart Ausschau halten wollen. Im Jahr 2021 fand die 16. jährliche Zählung der Bartgeier Anfang Oktober statt. Das Internationale Bartgeier-Monitoring (IBM), das von der Vulture Conservation Foundation (VCF) koordiniert wird, organisiert auch den IOD. Das europaweite Monitoring der Bartgeier wäre ohne die Bemühungen und das Fachwissen der regionalen Koordinatoren der 18 IBM-Partner und mehrerer angeschlossener Organisationen nicht möglich gewesen. Dank dieser internationalen Zusammenarbeit ist es möglich, die Beobachtungen und Schätzungen im Monitoringgebiet zusammenzustellen, auszuwerten und zusammenzufassen und einen Überblick über die Altersklassenverteilung zu erhalten.

Daten und Zahlen

Wallys Flügelmarkierungen | © Markus Leitner © Markus Leitner
Individuelle Markierungen und GPS Sender helfen bei der individuellen Erfassung der Vögel

Die Zahl der freiwilligen Beobachter ist jedes Jahr gestiegen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 1295 Teilnehmer*innen an der Zählung in Österreich, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz. Verteilt auf 748 Standorte wurden von den Beobachtern 960 Bartgeierbeobachtungen registriert.

Die geschätzte Altersklassenverteilung ist wie folgt: adulte Tiere (N = 523, 54 %), subadulte Tiere (N = 42, 4 %), immature Tiere (N = 157, 16 %), Jungtiere (N = 138, 14 %) und unbekannte Tiere (N = 100, 10 %).

Schätzungen der Bartgeierpopulation

Die Alpenpopulation wurde auf 284 bis 381 Individuen geschätzt. Die kleine Population im Zentralmassiv wird auf 7-13 Individuen geschätzt. In der Region Aude in den französischen Pyrenäen wurden etwa sieben Individuen geschätzt. In Spanien, außerhalb der Pyrenäen, wurden die Bartgeierpopulationen auf 3-4 Individuen in Maestrazgo und 21-33 in Andalusien und Rioja geschätzt. Ähnlich wie in den letzten Jahren wurden auch in Bulgarien, wo die Art seit 1972 als ausgestorben gilt, keine Bartgeier mehr beobachtet.

Bei diesen Beobachtungen wurden viele Bartgeier auf individueller Ebene identifiziert - 63 in den Alpen, 6 im Zentralmassiv und 6 in Spanien, während weitere 19 (Alpen) und 7 (Spanien) Individuen mit geringerer Wahrscheinlichkeit identifiziert wurden. Darüber hinaus konnten 62 Tiere per GPS geortet werden, während nur 14 der 39 Tiere, die im Alpenraum anwesend waren, von Beobachtern visuell identifiziert werden konnten. Diese wertvollen individuenbasierten Daten liefern wichtige Informationen über die Lebensgeschichte der Tiere und können zur Berechnung von Parametern für die demografische Modellierung dienen. Solche individuenbasierten Informationen sind auf internationaler Ebene einzigartig und ermöglichen es, Überlebensraten zu schätzen und die Lebensgeschichte der Vögel zu verfolgen - wichtige Schlüsselelemente, um die Entwicklung des Bartgeierprojekts zu überwachen.

Danke für die Mithilfe!

Ein großes Dankeschön geht an alle lokalen Partner und vor allem auch an die Freiwilligen für ihre wichtigen Beiträge!
Die Organisation des IOD ist ein großer Aufwand und funktioniert nur durch die gute Zusammenarbeit innerhalb des Internationalen Bartgeier Monitorings (IBM). 
Wir bedanken uns auch ganz besonders bei Mirco Lauper für die hervorragende Zusammenstellung und Analyse der Daten!

Herzlichen Dank für die Infos und Daten an die VCF und das IBM! Der Bericht der VCF und detaillierten Report zum IOD 21 ist hier zu finden.

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