LBV magazin 2-26

FOTOS: RALPH STURM (2), MARCUS BOSCH, VIDADY - STOCK.ADOBE.COM DR. EBERHARD PFEUFFER (2) Der schnelle Jäger Vom Wasserschlauch sieht man meist nur die hübschen gelben Blüten, der Rest der Pflanze wächst unter Wasser. Dort macht er mit einer ausgefeilten Technik Jagd auf Kleingetier. In winzigen Blasen, die mit einem Deckel verschlossen sind, wird Unterdruck aufgebaut. Wagt sich ein Beutetier – angelockt von Duftstoffen – in die Nähe der Blase, wird innerhalb von nur zwei Millisekunden der Deckel geöffnet und das Tier durch den Unterdruck eingesaugt. Eine der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich. Die einzig Giftige Die Kreuzotter wird etwas über einen halben Meter lang und kommt in verschiedenen Farbvarianten in unterschiedlichen Habitaten vor – als einzige Schlangenart sogar nördlich des Polarkreises, weil sie keine Eier legt, sondern lebende Jungtiere zur Welt bringt. Kreuzottern sind die einzige einheimische Giftschlangenart. Bisse sind selten und Komplikationen treten vor allem durch Sekundärinfektionen, weniger durch das Gift selbst auf. Kommt es trotzdem zum Biss, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Wärmeliebende Die wärmeliebende Große Moosjungfer lebt an kleineren Gewässern mit mittlerem Nährstoffgehalt. Moorseen mit ihrem durch Huminstoffe dunkel gefärbten und sich deshalb schnell erwärmenden Wasser und meist lockerem, aber reichhaltigem Bewuchs sind sehr gut geeignet. In der Umgebung ihres Fortpflanzungsgewässers jagt die räuberische Libelle in blütenreichen Lebensräumen Insekten. In Bayern ist die Art gefährdet, denn geeignete Gewässer werden immer seltener. LBV MAGAZIN 2|26 17

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