THEMA FOTOS: CLEAR - STOCK.ADOBE.COM, ANDREAS HARTL, FRANK DERER, ERIC ISSELÉE - STOCK.ADOBE.COM, CHRISTOPH BOSCH Fünf perfekt angepasste Arten Faszinierende Moorbewohner In der extremen Lebenswelt der Moore finden sich viele spezialisierte Tiere und Pflanzen. Sie alle brauchen dringend unseren Schutz. VON DR. SABINE TAPPERTZHOFEN Die Himmelsziege Mit ihrem hell- und dunkelbraun gestreiften Gefieder ist die Bekassine zwischen den Grashalmen einer Streuwiese fast unsichtbar. Die gedrungenen Vögel mit überlangem Schnabel rufen nicht nur mit dem Stimmapparat, sondern haben ein „Instrument“. Im Sinkflug lassen sie ihre versteiften Steuerfedern vibrieren und erzeugen damit ein ziegenähnliches Meckern, was ihnen auch den Spitzenamen „Himmelsziege“ eingebracht hat. So balzen sie im Frühjahr in der Dämmerung um Partner. Der lange Schnabel dient zum Stochern nach Insekten und Würmern im weichen, nassen Boden. Ein Frosch macht blau Ein blauer Frosch? Außerhalb der Tropen? Ja! Allerdings nur zur Fortpflanzungszeit. Dann verfärben sich die Männchen der Moorfrösche tatsächlich blau. Während des übrigen Jahres sehen sie den braunen Grasfröschen sehr ähnlich. Moorfrösche leben in Gebieten mit hohem Grundwasserstand oder staunassen Flächen, etwa in Zwischen- und Niedermooren, aber auch in Bruchwäldern. Im westlichen Mitteleuropa sind sie aufgrund von Lebensraumverlust selten geworden. Im südlichen Bayern kommen sie gar nicht vor. 16 LBV MAGAZIN 2|26
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