P O L I T I K FOTO: ANTONY WEERUT - CONORCROWE - STOCK.ADOBE.COM Warum Klimagerechtigkeit feste Regeln braucht Die Grenzen der Freiwilligkeit Ein Sommer, der viele das Fürchten gelehrt hat, liegt hinter uns. Die Nachrichten über nie dagewesene Wetterextreme haben sich förmlich überschlagen. Die größten Waldbrände seit Menschengedenken in Kanada, schlimme Waldbrände auch in Griechenland, auf Hawaii, Rhodos und den Kanarischen Inseln. Und zugleich ungeheure Überschwemmungen mit vielen Toten in Libyen, Italien, Griechenland und Slowenien. Hitzeperioden in vielen Teilen Europas, die kaum noch einen Aufenthalt im Freien zuließen. Kaum jemand bezweifelt mehr, dass all das Folgen der menschengemachten weltweiten Klimaerwärmung sind. Noch schneller als ohnehin befürchtet tritt jetzt ein, was die Klimaforschung seit Langem prognostiziert hat. UN-Generalsekretär António Guterres – aus guten Gründen inzwischen oft zitiert – sagte auf der Weltklimakonferenz COP 27 vergangenes Jahr in Ägypten: „Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal.“ Und in dieser Situation wird noch immer darüber diskutiert, ob Verhaltensänderungen in unserem Lebensstil, die notwendig sind, um die schlimmsten Auswirkungen zu verhindern, in Zukunft staatlich verordnet werden oder auf Jeden Tag werden die Folgen des menschengemachten Klimawandels spürbarer. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm findet: Um die schlimmsten Auswirkungen zu verhindern, braucht es mehr staatliche Verordnungen. 12 LBV MAGAZIN 4|23
RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=