FOTOS: ROSL RÖSSNER (2), JOSEF BAUMGARTNER, DR. CHRISTOPH MONING, FRANK DERER, ZDENEK TUNKA Während die Brutbestände der Mönchsgrasmücke (links) seit Jahren deutlich zunehmen, nehmen die der Gartengrasmücke (rechts) ab. Unterschiedliche Bestandsentwicklungen von Kurz- und Langstreckenziehern Auch die Bestände des Zilpzalp (links) nehmen zu, die des Fitis (rechts) ab. Während die Hohltaube (links) von einer europaweiten Zunahme der Wälder profitiert, gibt es seit Jahren immer weniger Turteltauben (rechts). 40 LBV MAGAZIN 3|23 Die Feldlerche, ehemals häufiger Brutvogel der Agrarlandschaft, ist mittlerweile aus vielen Fluren verschwunden. konnte aber insgesamt bei Insektenfressern langfristig keine signifikante Bestandsveränderung beobachtet werden – mit Ausnahme der Vogelarten der Agrarlandschaft, die seit 2006 stark abnehmen. Wie schon die erwähnte europaweite Studie, so kam auch die DDA-Auswertung zu dem Schluss, dass Arten, die kühlere Lebensräume bevorzugen, abnahmen, während wärmeliebende Arten zunahmen. Überproportional von der negativen Entwicklung betroffen sind laut DDA auch Arten mit enger Bindung an bestimmte Habitate. Langstreckenzieher besonders betroffen Ein negativer Bestandstrend zeigt sich auch bei den Fernziehern, die seit 1990 um mehr als 14 Prozent zurückgegangen sind. Bei Kurzstreckenziehern waren es nur vier Prozent und Standvögel verzeichneten sogar eine Zunahme von neun Prozent. Unter den Fernziehern sind besonders solche Arten betroffen, die im tropischen Afrika überwintern, aber auch Arten, die in der Sahelzone und der nördlichen Savannenzone Afrikas überwintern, sind in jüngster Zeit stark rückläufig. Diese Entwicklung bestätigt eine weitere, gerade veröffentlichte Analyse der Bestandsveränderungen europäischer Vogelarten (Vickery et al. 2023). Sie verglich die Bestände von 62 Langstreckenziehern mit 108 Kurz- und Mittelstreckenziehern sowie Standvögeln für die Jahre 1980 bis 2017. Während die südlich der Sahara überwinternden Arten über diesen Zeitraum um etwa T H EMA
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