FOTOS: SABINE PRÖLS (2), ZDENEK TUNKA S C HU T Z G E B I E T Die solarbetriebene Gelegeschutzzäunung schützt Wiesenbrüter vor Fuchs und Marder. Das Braunkehlchen nutzt stehengebliebene Stängel als Singwarte. Nahe der österreichischen Grenze bei Laufen wartet Melanie Tiefenthaler, ehrenamtliche Gebietsbetreuerin und Schriftführerin der Kreisgruppe Berchtesgadener Land auf die Rückkehr der Braunkehlchen. Dort, im etwa 400 Hektar großen Niedermoorgebiet Haarmoos, findet sich alljährlich der kleine, vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüter zur Brut ein. Und tatsächlich zeigt sich ein singendes Männchen auf der seit ein paar Jahren während der Brutzeit aufgestellten Gelegeschutzzäunung. In den Streuwiesen blühen Kuckuckslichtnelke, Wiesenknöterich und das Breitblättrige Knabenkraut. Bereits Ende der Achtziger Jahre erwarben die LBVKreisgruppen Traunstein und Berchtesgadener Land Streuwiesen in dem heutigen Natura 2000-Gebiet für den Naturschutz. Heute gehören dem LBV im Haarmoos über 50 Hektar Fläche. Da damals der lokale Bestand des Großen Brachvogels auf nur vier Brutpaare zurückgegangen war, wurden auf den LBV-Flächen erste landwirtschaftliche Förderprogramme erprobt. Der Landwirt Hans Hofmeister arbeitete bereits früh mit dem LBV zusammen und wurde damals von seinen Kollegen schon mal verlacht. Heute machen viele bei den staatlichen Programmen wie dem Vertragsnaturschutzprogramm mit. Mittlerweile ist die Mahd mit Frühmahdstreifen und verschiedenen Mähterminen fein auf die Bedürfnisse der Wiesenbrüter, aber auch des Wiesenknopf-Ameisenbläulings 24 LBV MAGAZIN 3|23 Dank der engen Zusammenarbeit von LBV, Behörden und Landwirtinnen und Landwirten sowie einem effektiven Management ist das Haarmoos bis heute ein wichtiges Feuchtgebiet für bedrohte Vogelarten geblieben. Wertvolles Wiesenbrütergebiet im Süden Bayerns Gemeinsam für Braunkehlchen und Brachvogel
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