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eine naturnahe Hecke geeignet und beliebt bei Zitronenfalter und Faulbaumbläuling. Von ver- schiedenen Bläulingen, aber auch Dickkopffal- tern und Widderchen bevorzugt wird der gelb blühende Gemeine Hornklee, den man in Wie- sen oder auch Staudenbeeten pflanzen kann. Wiesenschaumkraut wird vom Aurorafalter zur Eiablage bevorzugt, wäh- rend der Schwalbenschwanz Doldenblüter wie die Wilde Möhre, aber auch Kultur- pflanzen wie Dill oder Peter- silie aufsucht. Viele Naturfreunde haben sich schon am Bau eines Wildbienenhotels versucht (siehe auch S. 31), dabei bietet dieses nur rund 30 der weit über 550 Arten in Deutschland einen Platz für die Brut. Knapp drei Viertel aller Wild- bienen nisten hingegen im Boden, viele davon benötigen unbewachsene Sandflächen zur Anlage ihrer Brutgänge. Ihnen kann man mit der Gestaltung eines Sandariums Lebensraum schaffen: Auf einer gut besonnten, trockenen Fläche von mindestens 50 x 50 cm – besser größer – wird eine etwa 50 cm tiefe Mulde aus- Weitere nützliche Tipps und mehr zu meinem Garten finden Sie unter: www.natur-garten-helbig.jimdo.de Käferkeller: ein Loch aufgefüllt mit Holz, Laub und Steinen. Der Garten von Birgit Helbig ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein Paradies für alle Krabbelviecher. Büfett für Bienen: Ackerrittersporn, Kronen-Lichtnelke, Geruchlose Kamille und Windblumen-Königskerze. Sandarium mit Feldsteinen: ein idealer Brutort, z. B. für die Graue Sandbiene. gehoben. Diese wird mit ungewaschenem Sand gefüllt. Obenauf darf auch gerne ein Haufen liegen, den man sehr gut mit Natur- steinen einfassen kann. Der Sand darf nicht zu fein sein, damit die Brutgänge später nicht einstürzen. Man kann auch etwas unkraut- freie Erde aus dem Aushub darunter mischen. Mit Totholz, Steinen und einzelnen Pflanzen am Rand, wie zum Beispiel der Sandgras- nelke, lässt sich das Sandarium attraktiv gestalten. Auch Eidechsen sonnen sich hier gerne. Unerwünschter, zu dich- ter Bewuchs muss regelmäßig entfernt werden. An einem eher schattigen Standort, beispiels- weise an einer Hecke, lässt sich ein Käferkeller einrichten: eine frostfreie Mulde mit circa 80 cm Tiefe wird hierzu mit Totholz in verschie- denen Stärken, etwas Laub und vielleicht einigen Steinen gefüllt und dekoriert. Hier finden Käfer, die für ihre Entwicklung verrottendes Totholz benötigen, ideale Bedingungen, aber auch Erdkröten fin- den sich hier gerne ein. Weniger aufwändig, aber ebenfalls wertvoll sind zudem jegliche Art von dauerhaften Totholz- oder Reisig­ strukturen sowie Laub – egal ob als Haufen oder Benjeshecke angelegt. Abschließend gilt stets die Faustregel: Je abwechslungsreicher die Gartengestaltung, desto mehr Arten finden hier eine Heimat.  Bauen Sie ein Sandarium und einen Käferkeller! 2|18 VOGELSCHUTZ 29 BIRGIT HELBIG Freie Referentin für Natur im Garten E-Mail: birgit.helbig@yahoo.de

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