VOGELSCHUTZ_2_18

m Garten können viele Lebensräume auf engstem Raum entstehen. Das ist nicht nur spannend anzusehen, sondern bietet vielen Insekten eine Zuflucht. Gärtner müs- sen oft nur auf Gift verzichten und etwas Mut zur Wildnis beweisen, etwa indem sie keinen Laubsauger im Herbst einsetzen und das Laub in Ecken und unter Sträuchern belassen. Von größter Bedeutung für einen insekten­ freundlichen Garten ist natürlich auch die Pflanzenauswahl. Gefragt sind heimische und ungefüllte, reich blühende Pflanzenarten mit einem kontinuierlichen Blütenangebot von Anfang März bis Ende Oktober. Doch nicht nur Pollen und Nektar, auch Blattgrün ist ein wichtiger Nahrungsfaktor in der Entwicklung vieler Insekten. So fehlt es vielerorts an Fut- terpflanzen für Schmetterlingsraupen. Auf der Brennnessel leben die Raupen bekannter Tagfalter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder C-Falter. Eine Salweide im Garten bietet Arten wie Großem Fuchs, Trauermantel oder Abendpfauenauge Nahrung und zusätzlich Pollen für die Bienen. Der eher selten ge- pflanzte Faulbaum (Frangula alnus) ist gut für Die Ödnis in den Fluren spiegelt sich vielerorts auch in den Gärten wider: Rasen-Monokultu- ren, Einheitshecken und vermeintlich pflegeleichte Schotterbeete bestimmen in vielen Sied- lungen das Bild. Doch auch in unseren Gärten kann jeder etwas gegen das Verschwinden der Insekten tun. G A R T E N Ein Garten für Krabbelviecher Großer Fuchs Salweide Wiesenschaumkraut Aurorafalter I 28 VOGELSCHUTZ 2|18 FOTOS: BIRGIT HELBIG (4), PETER BRIA, DR. EBERHARD PFEUFFER (3), RALPH STURM, MARCUS BOSCH So gestalten Sie Ihren Garten insekten-freundlich!

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