VOGELSCHUTZ_2_18

Der S c h m e t t 18 VOGELSCHUTZ 2|18 FOTOS: DR. EBERHARD PFEUFFER T H EMA Trotz seiner variablen Färbung ist der Falter durch seine lebhafte Flügelzeich- nung unverkennbar. Als Verschieden- biotopbewohner besiedelt er sowohl Feucht- wie Trockenstandorte. Nach massiven Bestandseinbrüchen in den letzten 100 Jahren – die Art gilt als „stark gefährdet“ – liegt sein Verbrei- tungsschwerpunkt heute in Bayern in den Moorgebieten des Alpenvorlandes und der Alpen. Hier ist er eine wichtige Zeigerart für die einzigartige Lebens- gemeinschaft von Niedermooren und Streuwiesen. Eine Symbiose mit ursprünglichen Todfeinden zu bilden – das hat der Idas-Bläuling im Laufe seiner Entwicklung geschafft: Seine Raupen bie- ten bestimmten Ameisenarten ein süßes Sekret und erhalten als Ge- genleistung den Schutz einer „Ameisengarde“. Diese „Myrmekophilie“ (Freundschaft zu Ameisen) gilt als ein besonderes Faszinosum der Evo- lution. Sie erschließt dem Idas-Bläuling Biotope, die konkurrierenden Schmetterlingsarten wegen dort ansässiger aggressiver Ameisen ver- schlossen bleiben. Skabiosen- Scheckenfalter Idas-Bläuling Rund 170 Tagfalterarten wurden bislang in Bayern nachgewiesen. Rechnet man die Nacht- falter hinzu, sind es sogar über 1.000 Schmetterlingsarten. Viele sind heute selten und be- droht – und oft nur Experten bekannt. Unser Autor und LBV-Fotograf Dr. Eberhard Pfeuffer stellt Ihnen einige dieser wundervollen Wesen vor. Bekannte und unbekannte Schmetterlinge in Bayern

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