VOGELSCHUTZ 3-20

Neu besenderte Brachvögel live mitverfolgen! Seit 2017 stattet der LBV im Rahmen eines Telemetrieprojekts Große Brachvögel mit GPS- Sendern aus. So erhalten wir punktgenaue Daten über die Aufenthaltsorte der vom Ausster- ben bedrohten Wiesenvögel. Diese sollen uns wichtige Informationen über das Verhalten ver- raten, damit gezielt entsprechende Schutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Anhand der Einblicke können zum Beispiel Erkenntnisse über das Schlafverhalten, das unterschied- liche Zugverhalten zwischen Adult- und Jungvögeln, aber auch Erklärungen zum Verbleib der Vögel erforscht werden. In dieser Saison konnten neun neu besenderte Vögel auf die Reise geschickt werden. Dabei ist es endlich auch wieder gelungen, einen Altvogel zu besendern. Neben den aus dem Altmühltal stammenden Vögeln wurde auch im Donaumoos ein Jungtier besendert. Die faszinierenden Geschichten unserer bayerischen Langschnäbler können Sie ab sofort wieder live über unsere Webseite verfolgen unter lbv.de/telemetrie-brachvogel . Wiederansiedelung des Bierschnegels Der Bierschnegel ist eine Nacktschneckenart, die sich nicht für grüne Pflanzen interessiert. Sie ist eine Charakterart der fränkischen Bier- und Felsenkeller und war früher weit verbreitet. Da sie heute vielerorts ausgestorben ist, so auch im Coburger Land, wurden nun hundert Bierschnegel in einem Keller im Coburger Stadtteil Bertelsdorf freigelassen, um sie dort wie- der anzusiedeln. Im vergangenen Jahr meldete sich das LBV-Mitglied Irmgard Schuster aus Würzburg, dass sie die Schneckenart bei sich im Hinterhof gefunden habe. Die Tiere leben nun in einem aufgelassenen Bierkeller, der speziell für den Bierschnegel vorbereitet wurde, zwei weitere Keller folgen. Der LBV Coburg hat dafür die Genehmigung der Höheren Natur- schutzbehörde der Regierung von Oberfranken eingeholt. Um den Bierschnegeln langfristig ein neues Zuhause zu geben, werden die drei Keller zukünftig kontrolliert. LBV-Schwerpunkte bis 2025. Ihre Meinung ist gefragt – jetzt abstimmen! 2020 läuft die aktuelle LBV-Strategie aus. Unsere Erfolge der letzten fünf Jahre können sich sehen lassen: die Rettung des Riedberger Horns, die starke Zunahme des Weißstorchs, knapp 1,8 Millionen Unterzeichner*innen beim Volksbegehren Artenvielfalt – „Rettet die Bienen!“, das Wachstum auf über 100.000 Unterstützer*innen – um nur einige zu nennen. Doch was sollen wir uns als LBV für die kommenden fünf Jahre vornehmen? Was wollen wir vor Ort tun, wo uns engagieren, wie aktiv werden, was unbedingt fortsetzen? Ihre Meinung zählt, denn als Mitglieder tragen Sie unseren Verband. Nehmen Sie deshalb an unserer Online-Umfrage teil: www.lbv.de/umfrage-schwerpunkte-2025 Gezwitscher Zweites Braunkehlchen-Symposium des LBV Auch fünf Jahre nach dem ersten Symposium in Helmbrechts zeigt sich noch kei- ne Wende im Abwärtstrend des Braunkehlchen-Bestands in Mittel- und Westeu- ropa. In Bayern wird die Art seit 2016 sogar als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste der Brutvögel geführt. Bei einem zweiten Braunkehlchen-Symposium am 4. und 5. November im Evangelischen Gemeindehaus Bayreuth werden vor allem angewandte erfolgreiche Schutzmaßnahmen, -konzepte und -projekte der letzten Jahre vorgestellt. So soll der Schritt vom Wissen zur Anwendung erfolgen und die lokalen Kleinprojekte gebündelt werden. Anmeldungen sind über die Be- zirksgeschäftsstelle Oberfranken und Janina Klug (janina.klug@lbv.de ) möglich. VOGELSCHUTZ 3|20 7 K U R ZME L DUNG E N Herzlichen Dank!

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