VOGELSCHUTZ 3-20
6 VOGELSCHUTZ 3|20 Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben Sie uns unter leserbriefe@lbv.de oder per Post an Redaktion VOGELSCHUTZ, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein. Die Redaktion behält sich aus Platzgründen eine Auswahl und das Kürzen von Leserzuschriften vor. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. i Post Auf meinemWeg entlang der Altenburger Wiesen bei Bam- berg entdeckte ich auf einem der Kirschbäume Stare bei der Fütterung. Dabei ist die auffallend graue Färbung des Jungvogels gut zu sehen. Andreas Märtlbauer, 96049 Bamberg FOTOS: ANDREAS MÄRTLBAUER, REBEKKA LEISS, GUNTHER ZIEGER, GERHARD HÜBNER, FRANK DERER L E S E R B R I E F E 1 2 3 Sinnvolle Nutzung von Friedhofsflächen Die deutschen Friedhöfe bieten bisher ungenützte, mo- noton gestaltete Flächen. Für Umgestaltung in Blumen- wiesen mit einfachen kostengünstigen Mitteln, würde deutschlandweit eine Gesamtfläche von über 35 Hektar zur Verfügung stehen. Dies hätte Vorteile für Vögel, In- sekten und Igel. Wegfallen würde dafür die mit großem Aufwand betriebene und mit hohen Kosten verbundene Rasenpflege der städtischen Gartenbauämter. Dazu wäre kein regelmäßiges Mähen und Düngen mehr notwendig und Rasenschnittgut müsste nicht aufwendig entsorgt werden. Auch der kostspielige Aufwand zur Anschaffung von Geräten und Fuhrpark würde entfallen. Franz Seitz, 85049 Ingolstadt Zur Kurzmeldung „Zerstörung eines geschützten Lebensraums“ (02/20) Disziplinarverfahren gegen Amtsträger? Ich habe den Bericht über die Zerstörung eines geschütz- ten Lebensraums gelesen. Mich haben die geringen Stra- fen gegen die Täter schockiert, insbesondere wenn man bedenkt, wie lange die Natur für eine Regeneration benö- tigt. Ist bekannt, ob gegen die Täter auch Disziplinarver- fahren eingeleitet wurden und Strafen verhängt wurden? Schließlich haben hier Amtsträger offen gegen geltende Gesetze verstoßen und es hätten zumindest Disziplinar- verfahren eingeleitet werden müssen. Falls nicht, würde ich juristisch prüfen lassen, ob gegen die Vorgesetzten bzw. Aufsichtsbehörden eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingeleitet werden kann. Es kann doch nicht sein, dass Vorgesetzte bzw. Dienstaufsichtsbehörden tatenlos dabei zusehen, wenn Untergebene offen Gesetze brechen, und hier nicht einmal den Sachverhalt untersuchen. Michael Kelber, 96489 Niederfüllbach Anm. der Redaktion Uns haben die geringen Strafen ebenfalls enttäuscht, zumal ja vor zehn Jahren im gleichen Gebiet bereits eine Beschädigung des Kalk- tuffs stattfand. Uns ist leider nicht bekannt, ob Disziplinarstrafen ge - gen die Verursacher der Abgrabung verhängt wurden. Der LBV hatte zwar Anzeige erstattet, wurde aber leider weder über die Entwicklung noch über den Ausgang des Verfahrens informiert. Weltweiten Viehbestand um 25 Prozent reduzieren Jeder kann etwas tun. Es muss nicht radikal sein. Wir müs- sen nur beginnen. So schlagen zum Beispiel Wissenschaft- ler der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) vor, den weltweiten Viehbestand um 25 Prozent zur reduzieren. Dies ist auch im Sinne unse- res Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“, in dem der Aus- bau der Biologischen Artenvielfalt einschließlich der Bio- landwirtschaft Schwerpunkte sind. Tierprodukte durch Alternativen zu ersetzen ist in vielerlei Hinsicht der „einzig gangbare Weg, den Klimawandel noch aufzuhalten, ehe es zu spät ist“, so die Wissenschaftler. Franz Amman, 96114 Hirschaid Müssen unsere Einstellung ändern Ich bin der Überzeugung, dass die Menschheit langfristig nur überleben wird, wenn sie ihre Einstellung der Ausbeu- tung und Manipulation der Erde gegenüber aufgibt und zu einem Gefühl der Liebe für die Natur und die Schöpfung zurückkehrt. Inzwischen verprassen wir die Energie von Hunderttausenden von Jahren und töten damit viel um uns herum für unseren Lebensstil. Dr. med. Joachim Pongratz, 80689 München Bio-Erde ist nicht gleich torffrei Da Sie ja des Öfteren in IhremMagazin auf den Moorschutz hingewiesen haben, mit der Bitte ausschließlich torffreie Erde zu kaufen, habe ich jetzt im Supermarkt Bio-Pflanzer - de gekauft und dachte, dass die selbstverständlich torffrei ist. Aber als ich dann zu Hause auf die Zusammensetzung geschaut habe, bin ich erschrocken, dass es sich bei der „Erde“ um Torf handelt. Vielleicht ist es für andere Leser auch interessant, dass nur weil bio draufsteht, es sich nicht unbedingt um ein ökologisch hochwertiges Produkt han- deln muss. Man muss immer ganz genau schauen, ob auch wirklich torffrei draufsteht. Sonja Kuhn, 91567 Herrieden
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