VOGELSCHUTZ 1-20

Der Uhu ist die größte Eule Europas. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war er in großen Tei - len Deutschlands ausgerottet. In den Bayerischen Alpen bestand das Restvorkommen aus etwa 70 Paaren. Ab den 1970er Jahren entwickelte sich eine zügige Bestandserholung und Wiederbe- siedlung des verwaisten Brutareals. Der aktuelle Bestand in Deutschland beträgt circa 2.900–3.300 Paare, davon etwa 420–500 in Bayern. Der Uhu gilt laut Roter Liste weiterhin als gefährdet. UHU – lautloser Jäger der Nacht Wegen seines gesunden Appetits auf Fisch, seines Fells und Fleisches wurde der Fischotter in Bayern bis auf wenige Ein- zeltiere ausgerottet und ist gerade dabei sich auf natürliche Weise zu erholen. Er ist Leitart fischreicher und funktionie - render Gewässer-Ökosysteme. 2014 wurden im Landkreis Cham drei Fälle illegaler Tötung bekannt (u. a. durch Erträn - ken). Dabei gibt es in Bayern einen Ausgleichsfonds für Schä- den und Präventionszahlungen für Schutzmaßnahmen. FISCHOTTER – Feind der Teichwirte Der Mäusebussard wird oft mit dem selteneren Habicht verwechselt. Deshalb wird er nicht nur fälschlicherweise als Hühnerdieb bezeichnet, son- dern verliert sogar oft sein Leben. Ein regelrechtes Zentrum der illegalen Verfolgung von Mäusebus- sarden stellt der Landkreis Cham in der Oberpfalz dar. Hier wurden 2018 Kopf und Krallen von einem Mäusebussard provokant ausgelegt und 2019 wurden bei einem Giftanschlag mit Carbofuran 37 Vögel auf einen Schlag tot aufgefunden: zwei Mäusebussarde und 35 Stare. MÄUSEBUSSARD – Opfer der Umstände VOGELSCHUTZ 2|20 15

RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=